Schild über einer Tür mit der Aufschrift "Children's Eye Clinic" © CBM

Augenklinik für zwei Millionen Kinder

In Simbabwe ist vermeidbare Blindheit ein großes Problem. Rund 60 Prozent der blinden oder sehbehinderten Menschen im Land könnte medizinisch geholfen werden – wenn die Gesundheitsversorgung gesichert wäre. In vielen Regionen gibt es jedoch zu wenig Behandlungsmöglichkeiten für arme Augenpatienten und Kinder. Anders in Bulawyo, der zweitgrößten Stadt im Land: In der 2016 eröffneten Kinderaugenklinik wurden schon tausende Kinder behandelt. Ein toller Erfolg einer guten Zusammenarbeit!

Erste Kinderaugenklinik für fünf Provinzen

Kleines afrikanisches Mädchen vor einer Hütte © CBM
Kinder mit Grauem Star – wie die kleine Azile – werden in der Kinderaugenklinik in Bulawyo optimal versorgt.

Sie ist die erste Kinderaugenabteilung in der Region: Die Kinderambulanz mit Operationssaal am Richard-Morris-Hospital in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes. Der Einzugsbereich des Hospitals ist riesig: fünf Provinzen im Süden des Landes mit einer Gesamtbevölkerung von 4,9 Millionen Menschen, davon 2,2 Millionen Kinder. Schätzungen zufolge sind unter ihnen etwa 13.000 blind, 52.000 haben eine Sehbehinderung.

Rundum-Augenprogramm für Kinder

Im Hospital werden die kleinen Patientinnen und Patienten optimal augenmedizinisch betreut: Der Operationssaal ist auf die Behandlung von Kindern ausgerichtet. Mit der speziellen technischen Ausstattung können die Kinder nach höchsten Qualitätsstandards z. B. am Grauen Star und bei Netzhautproblemen versorgt werden. Auch Sehhilfen bekommen die Kinder in der Augenklinik. Damit sich die Kleinen in der fremden Umgebung so wohl wie möglich fühlen, sind die Räume farbenfroh gestaltet. Für Familien von Kindern, die eine längere Behandlung benötigen, gibt es ein von der deutschen Futura Stiftung gefördertes Gästehaus mit 20 Betten.

Versorgung auch für die ländlichen Region

Ein Mann leuchtet mit Taschenlampe in die Augen eines Kindes, weitere Kinder stehen Schlange © CBM
Alick Phiri vom CBM-Partner "Council for the Blind" kommt auch in abgelegene Gegenden: Er untersucht die Augen von Kindern in der Magama-Grundschule. Die Schule liegt im ländlichen Tsholotsho-Distrikt im Südwesten von Simbabwe.

Bei Außeneinsätzen mit Reihenuntersuchungen in ländlichen Gebieten von fünf Provinzen werden die Kinder, die eine Behandlung benötigen, an die Kinderaugenabteilung überwiesen. Dazu gibt es ein Überweisungs- und Transportsystem mit eigenem Kleinbus. Zum Augenprogramm gehört auch die Weiterbildung von Augenärzten und von augenmedizinischem Fachpersonal. In Kinderausgenmedizin ausgebildete Krankenschwestern versorgen die die Kinder bestens!

Mehr als 5.000 Kindern bei Außeneinsätzen geholfen

2019 organisierte das Richard-Morris-Hospital 33 Außeneinsätze und erreichte dabei mehr als 5.000 Kinder. Zusätzlich wurden mehr als 22.500 Schülerinnen und Schüler bei Screenings in ihren Schulzentren augenmedizinisch untersucht.

Die CBM fördert Augenkliniken in fünf Provinzen

© CBM
Norton-Augenkrankenhaus: Nesiah Banhire (70) tanzt als Dankeschön für ihre geglückte Operation am Grauen Star und steckt die Mitpatientinnen mit ihrer Tanzfreude an.

Mit dem Träger der Kinderambulanz in Bulawayo, unserem Partner "Zimbabwe Council for the Blind", arbeiten wir schon seit 1974 zuammen an der Vermeidung und Behandlung von Augenkrankheiten in Simbabwe.

Kliniken füllen Versorgungslücken

Wir unterstützen seine Arbeit außer in der Provinz Bulawayo auch in den Provinzen Harare, Manicaland, Mashonaland-Ost und Mashonaland-West. Von den über sieben Millionen Menschen in diesen Provinzen leben ca. 80 Prozent als Kleinbauern als Selbstversorger auf dem Land, wo es kaum soziale und medizinische Dienste gibt.

Es gibt wenig Zahlen zu Blindheit und Augenerkrankungen. Studien in anderen afrikanischen Ländern legen nahe, dass mindestens ein Prozent der Bevölkerung erblindet ist, die Hälfte davon an Grauem Star. Viele der Erblindungen könnten durch eine bessere augenmedizinische Versorgung vermieden oder behandelt werden.

Unsere Unterstützung fließt deshalb in die Stärkung von Augenkliniken, damit Menschen mit Augenerkrankungen bessere Chancen auf eine Behandlung bekommen, z.B. bei Außeneinsätzen auf dem Land. Neben der Kinderambulanz für Bulawyo fördern wir die Augenkrankenhäuser:

  • Sakubwa für Manicaland
  • Marondera für Mashonaland-Ost
  • Norton für Mashonaland-West
  • "Sekuru Kaguvi" für Harare

In Bulawyo und im Sekuru-Kaguvi-Augenkrankenhaus liegt der Schwerpunkt auf der Behandlung von Kindern, in Sakubwa, Marondera und Norton auf Operationen am Grauen Star.

Tausende Operationen am Grauen Star

2019 wurden 4.235 Operationen am Grauen Star durchgeführt, davon 195 an Kindern. 1.777 Brillen wurden angepasst. Insgesamt wurden über 42.000 Menschen untersucht.

Unser Partner

Unser Partner für die Kinderaugenklinik, der "Zimbabwe Council for the Blind" (ZCFB), hat seinen Hauptsitz in Bulawayo. Die eingetragene, gemeinnützige Stiftung wurde schon 1955 gegründet und ist in der Zivilgesellschaft führend bei augenmedizinischen Diensten in Simbabwe. Sein Ziel: die Lebensqualität von Menschen mit Sehbehinderungen zu verbessern. Bei den medizinischen Programmen arbeitet ZCFB eng mit dem Gesundheitsministerium in Simbabwe zusammen, was die Nachhaltigkeit der Programme sichert. Im Fokus der Arbeit stehen augenmedizinische Dienste für benachteiligte Menschen aus armen, ländlichen Regionen. Dabei stehen Blindheitsprävention, Rehabilitierung von Menschen mit Augenerkrankungen und Sehbehinderungen sowie die Versorgung mit Sehhilfen im Vordergrund.

 

Spenden. Helfen. Freude schenken.

Helfen Sie mit einer Operation oder Reihenuntersuchungen! Ihre Spende verbessert die Lebensqualität von Kindern und Erwachsenen in armen Ländern.

  • Kind mit Augenverband
    125
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    Graue-Star-OP: Kind

    Mit einer Grauen-Star-OP helfen Sie einem blinden Kind, wieder ungetrübt in die Zukunft zu sehen.

  • Schulkinder stehen in einer Schlange
    70
    Spenden

    Medizinische Untersuchungen

    Mit dieser Spende finanzieren Sie den Außeneinsatz eines Arztes oder einer Ärztin in einer Schule oder einem abgelegenen Dorf.