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CBM (Christoffel-Blindenmission)

CBM im deutschen Netzwerk gegen NTDs

Mitglieder kämpfen gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Wissen über NTDs vermitteln

Portät eines Mannes

Was ist nötig, um vernachlässigte Tropenkrankheiten wirkungsvoll zu bekämpfen?

Prof. KH Martin Kollmann: Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

1. Die Stärkung der lokalen Kapazitäten in den Entwicklungsländern. Das bedeutet zum Beispiel Ministerien und Mitarbeiter im Gesundheitswesen beraten und unterstützen. Es muss mehr Geld für die Ausbildung von Personal und die Wissensvermittlung zur Verfügung gestellt werden. Ganz wichtig ist es, die Bevölkerung umfassend über die Krankheiten, deren Vorbeugung und Behandlung aufzuklären und von Anfang an aktiv einzubeziehen. Dabei müssen immer die Belange von Menschen mit Behinderungen für barrierefrei zugängliche Programme berücksichtigt werden.

2. Wir müssen auf deutscher und internationaler Ebene Politiker, Meinungsbildner und Spender für das Thema sensibilisieren, damit es mehr Gehör findet und mehr Mittel koordiniert für die Bekämpfung der NTDs zur Verfügung gestellt werden.

3. Die Forschung und Entwicklung ausbauen, um Diagnostik und Therapie weiter zu verbessern.

Mehr Aufmerksamkeit für zu wenig beachtete Tropenkrankheiten schaffen und sie gemeinsam bekämpfen – das ist das Ziel des Deutschen Netzwerks gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs). Im August 2014 wurde es von Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft (u.a. Pharmaunternehmen) und Nichtregierungsorganisationen wie der Christoffel-Blindenmission (CBM) gegründet. Mitinitiator war Prof. KH Martin Kollmann, CBM-Fachberater für vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases/NTDs). "Aus meiner täglichen Arbeit weiß ich, wie verhängnisvoll diese armutsbedingten Krankheiten sind und wie wichtig es ist, sie gezielt und nachhaltig zu bekämpfen. Deshalb ist dieser Zusammenschluss so wichtig", so Kollmann.

Mehr als eine Milliarde Menschen betroffen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt insgesamt 18 Krankheiten zu den NTDs, darunter Elefantiasis, Darmwürmer und die Augenkrankheiten Trachom und Onchozerkose (Flussblindheit), die unbehandelt zur Erblindung führen. Weltweit sind mehr als eine Milliarde Menschen von NTDs betroffen. Jährlich sterben eine halbe Milliarde Menschen daran.

Dringender Handlungsbedarf

"Die Zahlen zeigen den dringenden Handlungsbedarf", sagt Kollmann. Das Fatale ist: Die Krankheiten werden in Industrieländern immer noch zu wenig wahrgenommen, denn sie betreffen vor allem Menschen in Entwicklungsländern, d.h. arme und vernachlässigte Menschen. Hinzu kommt, dass bis vor kurzem kaum Gelder zur Verfügung standen, um neue Medikamente zu entwickeln oder existierende Behandlungsmöglichkeiten erfolgreich umzusetzen. Das will das Netzwerk andern! Wie? Mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit, gezielter Ansprache von Politikern und Meinungsbildnern sowie mehr deutscher Unterstützung für Bekämpfungsprogramme.

CBM-Expertise

Die CBM bringt dabei sowohl im medizinischen Bereich als auch beim Thema Inklusion ihre Expertise ein. Sie hat z.B. jahrzehntelange  Erfahrung im Kampf gegen Flussblindheit und Trachom sowie in der Behandlung, Rehabilitation und Förderung von blinden und sehbehinderten Menschen.

Weitere Informationen über das Deutsche Netzwerk gegen NTDs finden Sie unter www.dntds.de 

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