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CBM (Christoffel-Blindenmission)

"Wir sind eine Klinik für die Armen"

Dr. Andrew Hodges vollbringt mit seiner Operationskunst wahre Wunder

Zwei Männer und eine Frau in OP-Kitteln, ein Kind auf dem OP-Tisch
Dr. Andrew Hodges (r.) operiert die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte eines Jungen. Seine Frau Sarah (Mitte) ist die Anästhesistin seines OP-Teams.

Dr. Andrew Hodges ist plastischer Chirurg. In der CBM-geförderten CoRSU-Klinik vollbringt er wahre Wunder: Für Rekonstruktionen verwendet er körpereigenes Gewebe der Patienten. Eine Gruppe ugandischer Frauen hat er damit überglücklich gemacht. Sie hätten sonst mit schlimmen Verstümmelungen leben müssen. Dieses Schicksal hat Dr. Hodges ihnen erspart.

Im Porträt: Dr. Andew Hodges

Portraet eines Mannes

Dr. Andrew Hodges studierte in Birmingham Medizin und Chirurgie. Anschließend spezialisierte er sich in Exeter auf plastische Chirurgie.

Der Brite arbeitet seit 2005 für die CBM. Zunächst operierte er am Mengo-Hospital
in Kampala/Uganda. 2009 wechselte er an die CoRSU-Klinik, wo er hauptsächlich Kinder behandelt.

Was motiviert Sie, in Afrika zu arbeiten?
Ich wurde im christlichen Glauben erzogen. Schon als Jugendlicher wusste ich, dass ich etwas gegen die großen Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern unternehmen wollte. Während meines Medizinstudiums wurde mir dann klar, dass ich meine Fähigkeiten genau dafür einsetzen kann: nämlich Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu helfen.

Warum ist CoRSU ein besonderes Krankenhaus?
Wir nähern uns europäischen Standards an. Das ist in Afrika nicht selbstverständlich. Es ist vermutlich das beste Krankenhaus in Uganda. Und: Es ist eine Klinik für die Armen. Darauf bin ich sehr stolz. Wir können so viel für die Menschen tun, was die medizinische Behandlung und professionelle Nachsorge angeht.

Wie wichtig ist CoRSU für die Bevölkerung Ugandas?
Es gibt im Land keine andere Klinik, die plastische Chirurgie auf diesem Niveau und für arme Menschen umsonst oder zu sehr geringen Kosten anbietet. Der Bedarf ist groß und viele Patienten kommen von weit her, weil sie nirgendwo sonst Hilfe erhalten – mittlerweile sogar aus Nachbarländern wie dem Sudan und Ruanda.

Ist Ihnen ein Erlebnis als Arzt in besonderer Erinnerung geblieben?
Da gab es diese Gruppe von Frauen, denen bei einem Überfall die Ohren abgeschnitten wurden. Sie nahmen den weiten Weg aus dem Norden Ugandas auf sich, um bei uns Hilfe zu bekommen. Wir haben mit körpereigenem Knorpelgewebe der unteren Rippen neue Ohrmuscheln geformt und angepasst. Damit betraten wir absolutes Neuland, doch das Ergebnis war erstaunlich. Auch die Frauen waren überglücklich. Das Grauen des Überfalls werden sie nie vergessen. Doch wie die Frauen während der Strapazen als Gruppe zusammengewachsen sind, hat mich tief beeindruckt. Heute leben sie wieder in ihren Dörfern und haben alle ihr Auskommen.

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