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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Potenzial behinderter Menschen nutzen!

Interview mit CBM-Nothilfe-Koordinatorin Valérie Scherrer

Valérie Scherrer koordiniert seit 2008 die weltweite Katastrophenhilfe und -vorsorge der Christoffel-Blindenmission (CBM). Ihre Arbeit führt sie immer wieder in Katastrophengebiete rund um den Globus. Im Interview erklärt die 45-jährige Schweizerin, wie die CBM vor Ort hilft.

Eine Frau mit einem kleinen Kind
Valérie Scherrer bei einem Einsatz in Kenia.

Wie sieht die Katastrophenvorsorge-Strategie der CBM aus?

Valérie Scherrer: Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen in Katastrophenvorsorge-Pläne einzubeziehen. Denn sie sind besonders gefährdet. Es ist zum Beispiel wichtig, dass Rettungstrupps wissen, wo Menschen mit Behinderungen leben, damit sie schnell vor Ort sein können. Gleichzeitig müssen Menschen mit Behinderungen wissen, welche Gefahren für sie zur Bedrohung werden und wie sie sich vor den Auswirkungen schützen können.

Und wie hilft die CBM im Katastrophenfall?

Wir versorgen die Menschen mit dem Nötigsten, was sie zum Überleben brauchen zum Beispiel Lebensmittel, Decken, Hygieneartikel. Diese Hilfe erreicht sowohl behinderte als auch nicht behinderte Menschen. Darüber hinaus stellen wir Hilfsmittel wie Brillen, Rollstühle oder Krücken zur Verfügung, leisten medizinische Hilfe und unterstützen die Menschen langfristig beim Wiederaufbau von barrierefreien Gebäuden. Wir sensiblisieren auch die lokalen Behörden und andere Hilfsorganisationen, damit sie die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in ihre Projekte berücksichtigen.

Wie  können sich Menschen mit Behinderungen einbringen?
 
Es gibt viele Möglichkeiten. Sie können wertvolle Helfer sein, zum Beispiel bei der Erstellung von Notfallplänen oder Koordinierung von Suchtrupps. Sie können sich aktiv an Verteilungsaktionen beteiligen und vieles mehr. Es wäre also eine Verschwendung von Ressourcen, ihr Potenzial nicht zu nutzen.

Gibt es einen Moment während Ihrer Arbeit, an den Sie sich besonders gern erinnern?

Es fällt mir schwer, einen ganz bestimmten Moment hervorzuheben, denn es gibt so viele: das Lachen der Menschen. Zu sehen, dass Menschen mit Behinderungen erfolgreich eingegliedert werden und Aktionen wie die Lebensmittelverteilung auf den Philippinen, wo Menschen mit Behinderungen mit viel Leidenschaft Nothilfepakete gepackt und verteilt haben. Das hat mich wirklich berührt.

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