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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Im Einsatz für blinde Menschen in Afrika

Augenärztin Dr. Irmela Erdmann ist Medizinische Fachberaterin der CBM

Porträt einer Frau
Dr. Irmela Erdmann ist seit 1998 für die CBM tätig

Die deutsche Augenärztin Dr. Irmela Erdmann begann ihre Tätigkeit für die Christoffel-Blindenmission (CBM) 1998. Seit 2011 ist sie Medizinische Fachberaterin der CBM und zuständig für die Bereiche augenmedizinische Versorgung und vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTD). Sie untersucht, wie die augenmedizinische Versorgung in den Ländern der Region West- und Zentralafrika* aussieht. Dazu bereist sie z.B. Kliniken, schaut sich die Klinikabläufe an und stellt Fragen wie:

  • Wie lange sind die Wartezeiten für die Patienten?
  • Werden die Patienten an dem zu behandelnden Auge markiert, damit sicher das richtige Auge operiert wird?
  • Ist die Aus- und Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonals ausreichend?
  • Welche Untersuchungsgeräte sind im Einsatz?
  • Ist der Brillenbedarf gedeckt und erhalten sehbehinderte Menschen Spezialhilfen wie Lupen?
  • Werden mobile Einsätze mit Operationen angeboten?

Ein Patient wird am Auge operiert, mehrere Personen im OP-Saal
Augenärztin Dr. Irmela Erdmann (im rosa OP-Kittel) war in Uganda für schwierige Fälle zuständig. Die Patienten kamen aus dem ganzen Land zu ihr.

Dr. Erdmann entwickelt damit Optimierungspläne für Kliniken und die Umsetzung von Vision 2020-Programmen. Dabei arbeitet sie mit den Behörden und anderen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Außerdem ist sie für den Aufbau und das Monitoring von NTD-Projekten zuständig. Sitz ihres Büros ist in Lomé/Togo.

Für ihren Einsatz für blinde und benachteiligte Menschen in Afrika erhielt Dr. Erdmann im September 2013 den Tropenophthalmologie-Preis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Zwei Jahre zuvor war sie bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

Viele Jahre in Uganda tätig

Dr. Erdmann arbeitete von 1998 bis Ende 2005 am Ruharo-Augenhospital in Mbarara/Uganda. Einzugsgebiet des Krankenhauses ist der Südwesten des Landes mit bis zu 3,5 Millionen Menschen. Schwerpunkte ihrer Arbeit lagen in der klinischen Tätigkeit (Augenchirurgie, Kinderaugenheilkunde) und in der Ausbildung.

Sie initiierte z.B. die Facharztausbildung von Augenärzten, von Augen-OP-Pflegekursen und den Aufbau einer Abteilung für Menschen mit Sehbehinderung. Zusammen mit ihrem Team besuchte Dr. Erdmann außerdem regelmäßig die sechs Außenstationen des Hospitals, im Gepäck waren stetes Medikamente und Operationsausrüstung.

Von 2005 bis 2011 gehörte sie zum Team der Augenklinik am Mengo-Hospital in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Dr. Erdmann war für besonders schwierige Fälle zuständig, die Patienten kamen aus dem ganzen Land zu ihr. Sie arbeitete mit anderen Nichtregierungsorganisationen und dem ugandischen Gesundheitsministerium zusammen und beriet sie. Außerdem war sie für die Verbesserung der Organisationsabläufe in der Klinik zuständig.

*Benin, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Kamerun, Guinea, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Togo, Tschad und Zentralafrikanische Republik

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