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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Ein Arzt kämpft gegen Blindheit

Benachteiligten Menschen helfen ist Manfred Mörchens Mission

Dr. Manfred Mörchen ist auf den Philippinen zu Hause – seit Ende 2014. Viel Zeit, die noch neue Heimat zu erkunden, hatte er bisher allerdings nicht, denn er ist ständig auf Achse. Der erfahrene Augenarzt der Christoffel-Blindenmission (CBM) ist ein gefragter Mann, weil er weiß, wie man blinden und sehbehinderten Menschen auch mit einfachen Mitteln nachhaltig helfen kann.

OP ermöglicht selbstbestimmtes Leben

v.l.: May, ihre Großmutter und Dr. Manfred Mörchen. Er untersucht Mays Augen. Das Mädchen ist fast blind.

Nach seinem Medizinstudium arbeitete Mörchen in Augenkliniken in Trier und Darmstadt. Als er ein neues, lukratives Jobangebot bekam, lehnte er ab. Sein Wunsch, in einem Entwicklungsland zu arbeiten, war stärker: "Es gibt dort so viel größere Probleme als bei uns. In einem Entwicklungsland bewirkt eine OP viel mehr als in Deutschland, denn sie ermöglicht oft erst ein selbstbestimmtes Leben", begründet der 48-Jährige seine Entscheidung.

Tausenden Augenlicht geschenkt

Fast acht Jahre lang leitete der CBM-Arzt die Takeo-Augenklinik in Kambodscha. Er schenkte Tausenden von Menschen mit Grauem Star durch eine Operation Augenlicht, bildete einheimische Augenärzte und Pflegekräfte aus. 2014 war Mörchen in gleicher Mission am "Kissy Eye Hospital" in Sierra Leone tätig. Der Ebola-Ausbruch zwang ihn und seine Frau Petra jedoch zur vorzeitigen Abreise. Jetzt gibt der gebürtige Düsseldorfer seine Kenntnisse, Erfahrungen und Ideen auf den Philippinen weiter. Dort arbeitet er für CBM-Partner CFPI (Cataract Foundations Philippines, Inc.) und berät das Gesundheitsministerium. Darüber hinaus ist er als medizinischer Berater für die Gesundheitsministerien in Papua-Neuguinea, Indonesien, Vietnam sowie für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) tätig.

Zwei Männer im Gespräch
Augenärzte unter sich: Der einheimische Dr. Lemuel Gatchalian und Dr. Manfred Mörchen tauschen sich aus.

Workshops für Augenärzte

Mit den Ministerien arbeitet Mörchen u.a. mehrjährige Gesundheitspläne aus, damit sehbehinderte und blinde Menschen medizinisch besser versorgt werden. Und für Ärzte, die mit dem CBM-Partner CFPI zusammenarbeiten, bietet er Workshops an, bei denen es u.a. um Operationstechniken und Nachsorge geht. Nach wie vor steht er auch selbst am OP-Tisch, z.B. bei schwierigen Operationen, um Kollegen anzuleiten oder zu beraten – so wie bei der OP der kleinen May.

Engagiert für Verhütung von Blindheit

Insgesamt operiert er aber weniger als früher. Fehlt ihm das? Mörchen: "Bisher nicht. Es ist sehr schön, einem einzelnen Menschen durch eine Graue-Star-OP sein Augenlicht wiederzugeben, aber dadurch ändert man nichts an den Strukturen. In meiner jetzigen Position kann ich dabei mitwirken, die Strukturen im Gesundheitswesen eines Landes bezüglich der Verhütung von Blindheit nachhaltig zu verbessern. Das ist eine einflussreichere Ebene. Das gefällt mir."

Egal, ob im Gesundheitsministerium oder am OP-Tisch, Mörchen geht es immer darum, armen und benachteiligten Menschen zu helfen und sie vor Blindheit zu bewahren. Das liegt ihm am Herzen: "Mir geht es gut und ich möchte gern etwas zurückgeben!"

Kleines Mädchen mit Schutzbrille
Dr. Mörchen und Dr. Gatchalian konnten May helfen: Nach der OP am Grauen Star kann sie wieder klar sehen!

Bitte helfen Sie mit!

Schenken Sie Augenlicht:

30 Euro kostet eine Operation am Grauen Star bei einem Erwachsenen.

125 Euro kostet bei einem Kind die Graue-Star-OP – wegen der nötigen Vollnarkose.

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