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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Drei Jahrzehnte als Augenarzt in Nepal

Dr. Albrecht Hennig ist im wohlverdienten Ruhestand

Porträt eines Mannes und einer Frau
Kristina und Dr. Albrecht Hennig beim Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC) im Mai 2017: Für seine Verdienste als Augenarzt wurde Dr. Hennig geehrt und in die "Hall of Fame Ophthalmologie" aufgenommen.

30 Jahre lebte Dr. Albrecht Hennig in Nepal und half Menschen mit einer Augenerkrankung. 2012 trat er dann in den wohlverdienten Ruhestand und kehrte nach Deutschland zurück. Anfangs reiste der langjährige CBM-Augenartz  auch immer mal wieder für einige Wochen an seine alte Wirkungsstätte – der Sagarmatha Choudhary Augenklinik in Lahan – zurück, um sehbehinderten Menschen zu helfen und ihr Augenlicht zu retten. "Aber die Kollegen  kommen auch gut ohne mich zurecht", so Dr. Hennig.

Bescheidener Anfang

Die Sagarmatha Choudhary Augenklinik ist heute – gemessen an der Zahl der Augenoperationen – eine der größten Augenkliniken der Welt. Das hätte sich Hennig nicht träumen lassen, als er dort 1983 in einem verlassenen Krankenhaus einige Räume in Beschlag nahm und mit der Arbeit begann. "Es gab weder Strom noch importierte Waren. Manchmal war ich kurz davor aufzugeben", erinnert er sich.  Um mehr Platz zu gewinnen, ließ er eine Lehmhütte bauen, stellte einige Zelte auf und machte sich auf die Suche nach Personal.

Mit Hilfe der gesammelten Spenden der CBM konnte Hennig ein Grundstück kaufen, auf dem er Mitte der 80er Jahre das erste Gebäude der heutigen Klinik errichten ließ. Inzwischen ist daraus ein Netzwerk mit zwei Großkliniken in Lahan und Biratnagar und sieben weiteren Augengesundheitszentren gewachsen, das Eastern Regional Eye Care Programme (EREC-P).

Zwei  Ärzte mit einem Patienten und dessen Mutter
Dr. Albrecht Hennig bei der Visite.

Millionen Menschen geholfen

Als Direktor spielte Hennig eine entscheidende Rolle bei der Ausweitung des Projekts und seiner segensreichen Wirkung auf die Menschen in Nepal und dem benachbarten Indien. Zwischen 1983 und 2011 wurden 3.876.939 Patienten, darunter viele Inder, behandelt und 874.270 Augen-Operationen durchgeführt. Das motivierte Team führt in der Hauptsaison täglich 300 bis 400 Operationen durch und untersucht bis zu 700 Patienten – eine außerordentliche Leistung!

Der Augenarzt entwickelte eine neue Operationstechnik

Hennig, der schon seit den 80er Jahren immer wieder Preise für seine herausragenden Leistungen erhielt, hat selbst über 100.000 Mal operiert! Auf der Suche nach einer einfachen und kosteneffektiven Behandlung der Patienten, die gleichzeitig höchsten Qualitätsstandards entspricht, entwickelte er eine neue OP-Technik, die "Fishhook Technique". Sie fand weite Verbreitung. Bei allen Erfolgen blieb der Augenarzt, der so vielen Menschen geholfen hat, ein ganz bescheidener Mann. Kurz vor seinem Abschied aus Nepal sagte er: "Ich war jung, als ich in Lahan ankam. Jetzt, wo ich graue Haare habe, kehre ich nach Deutschland zurück." Die Zeit, in der seine Haare ergrauten, bedeutete für hunderttausende Menschen die Rettung ihres Augenlichts!

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