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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Jahresbericht 2015

Die CBM half 38,9 Millionen Menschen in Entwicklungsländern

Menschenschlange bei Medikamentenverteilung
In Äthiopien droht eine Million Menschen an der Augeninfektion Trachom zu erblinden. Die CBM hilft u.a. mit der Verteilung von Medikamenten.

Menschen vor dem Erblinden bewahren – das ist der Christoffel-Blindenmission (CBM) auch 2015 wieder mit großem Erfolg gelungen!

Mit ihren augenmedizinischen Projekten erreichte sie rund 36,8 Millionen Menschen in Entwicklungsländern. Zurückzuführen ist der Anstieg vor allem auf die Verteilung von Medikamenten gegen die Augenkrankheiten Flussblindheit und Trachom. Zwei Krankheiten, die unbehandelt zur Erblindung führen und durch Tabletteneinnahme oder Augensalbe verhindert werden können. Hafiza Umer (20) aus Äthiopien weiß um die Gefahr, deshalb kommt sie jedes Jahr zur Antibiotika-Verteilung: "Ich bin sehr dankbar für die Medizin. Denn wenn ich blind werden würde, wäre das ganz schlimm."

Positiv entwickelte sich auch die Gesamtzahl der Menschen, die 2015 von der CBM unterstützt wurden. Sie stieg auf insgesamt 38,9 Millionen. Das sind rund 6 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Einen genauen Überblick gibt der

Jahresbericht 2015 (PDF/3,5 MB)
Jahresbericht 2015 barrierefrei (PDF/550 KB)

Die CBM förderte 2015 insgesamt 650 Projekte in 63 Ländern. Die Anzahl der Projekte verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 22, die der Länder um zwei. Der Grund: Programmatisch verfolgt die CBM weiterhin die Strategie sich auf bestimmte Länder und Themenbereiche zu fokussieren, um Spenden effizienter einsetzen und mehr erreichen zu können.

GraphiK: Balken mit Zahlen

Medizinische Versorgung

663.507 Menschen mit einer Hörbehinderung erhielten medizinische Hilfe, z.B. eine Operation, eine medikamentöse Behandlung oder ein Hörgerät. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl aufgrund von strategischen Änderungen. Im Bereich Reha und Bildung wurden dagegen deutlich mehr gehörlose oder hörbehinderte Menschen unterstützt: 87.742 gehörlose oder hörbehinderte Menschen bekamen eine gemeindenahe Reha und 20.362 eine Schulbildung.

Kliniken und Ausbildungszentren

Nach wie vor mangelt es in meisten Entwicklungsländern an medizinischen Einrichtungen und Fachpersonal. Deshalb intensivierte die CBM die Weiterbildung von medizinischem Personal, um behinderte Menschen besser betreuen und behandeln zu können. So werden die lokalen Gesundheitssysteme in den Projektländern stärker auf eigene Beine gestellt. Darüber hinaus förderte die CBM den Bau von Kliniken/Klinikabteilungen, z.B. ein neues kinderaugenmedzinisches Zentrum in Simbabwe.

Gemeindenahe Rehabilitation

Neben der rein medizinischen Arbeit nimmt auch die gemeindenahe Rehabilitation einen hohen Stellenwert in der Projektarbeit ein, damit behinderte Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Insgesamt 774.763 Menschen mit einer Behinderung wurden im vergangenen Jahr medizinisch-therapeutisch betreut sowie in der (Schul-) Ausbildung und Existenzsicherung gefördert.

Anwaltschaftliche Arbeit

Um ein Bewusstsein für die Belange behinderter Menschen in Entwicklungsländern zu schaffen und Inklusion zu fördern, ist anwaltschaftliche Arbeit wichtig – in den Entwicklungsländern und in Deutschland. Die CBM schulte z.B. in Entwicklungsländern mehr als 50.000 Vertreter von Regierungen und Nichtregierunsorganisationen zu Inklusion. Und in Deutschland machte sich die CBM 2015 mit ihrer  Kampagne "Setz ein Zeichen!" für eine neue inklusive Entwicklungsagenda stark. Mit großem Erfolg! Die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedete 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung ist inklusiv. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung der neuen Nachhaltigkeitsziele. Die CBM bleibt natürlich am Ball und begleitet den Prozess, damit sich das Leben behinderter Menschen zum Positiven hin verändert.

Graphik Tortendiagramm über die Ausgaben der CBM nach Bereichen

Einnahmen gestiegen

Erfreulich entwickelten sich im vergangenen Jahr auch die Einnahmen. Sie stiegen auf 67,8 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 400.000 Euro gegenüber 2014. Die Steigerung beruht vor allem auf höheren Spenden und Erbschaften. Das ist ein großer Vertrauensbeweis! Mit dem Geld wurden vor allem Projekte in Afrika und Asien gefördert.

Der größte Anteil der Erträge (34,6 Prozent) floss in Projekte zur Vermeidung von Blindheit und Sehbehinderungen. Ein genauen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben gibt Ihnen der CBM-Jahresabschluss (PDF/740 KB).

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