Auf dem Bild ist eine Gruppe von Kindern, die gelbe Schalen in den Händen halten. © CBM

Der Krieg in der Ukraine verstärkt die Hungersnot in Simbabwe

Die Ernten vertrocknen, die Nutztiere verdursten und das Weideland verbrennt. Die Situation in Simbabwe ist ernst. Dazu kommt, dass Lebensmittelpreise aufgrund des Ukraine-Kriegs steigen. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben über 72 % der Bevölkerung im Land unterhalb der Armutsgrenze und vor allem Menschen mit Behinderungen sind die Leidtragenden.

Der Kreislauf aus Armut und Behinderung

Esther sitzt mit ihrer Mutter vor einer Lehmhütte in ihrem Rollstuhl. © CBM
Menschen mit Behinderungen sind besonders häufig von Armut bedroht.

Masvingo: Der Provinz liegt im Südosten von Simbabwe. In dieser Region ist die Hungersnot am kritischsten im gesamten Land. In der Nähe lebt Esther und ihre Familie. Die 14-Jährige ist aufgrund einer angeborenen körperlichen Behinderung auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihre Mutter Susan macht sich große Sorgen. Sie hat selbst eine Sehbehinderung und es fällt ihr schwer, für Esther und ihre vier Geschwister zu sorgen. Wie soll sie die Familie nun Lebensmittel leisten können, wenn diese immer knapper und teurer werden?

Die Situation ist heikel

In Simbabwe lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Das Land hat immer wieder mit Herausforderungen zu kämpfen. Dürre, Armut aber auch der Pandemie haben dazu geführt, dass sich das Land mitten in einer Wirtschaftskrise befindet, die durch Hyperinflation (30,7 % im Juni 2022) und hoher Arbeitslosigkeit gekennzeichnet ist. Darüber hinaus verschärfen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine die Lage im Land: Lieferengpässen und damit einhergehender Nahrungsmittelknappheit führen zu steigenden Lebensmittelpreisen, die den Hunger vorantreiben. Menschen mit Behinderung trifft das besonders hart. Sie und ihre Familien sind häufiger von Armut betroffen und haben aufgrund von Barrieren kaum einen Zugang zu Strukturen und Diensten wie Bildung, Erwerbstätigkeit oder Gesundheitsversorgung.

© CBM
Dummy warten noch auf Rückfragen vom ICMT

Hilfe zur Selbsthilfe - Gemeinsam den Hunger in Simbabwe besiegen

Behinderte Menschen sind von Notsituationen besonders hart betroffen und werden oft vernachlässigt. Das wollen wir ändern. Wir bauen Strukturen auf, die den unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen aller gerecht werden. Hilfsangebote müssen für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein. Aus diesem Grund liegt unser Fokus auf schneller, inklusiver und vor allem nachhaltiger Nothilfe.

In Notsituationen darf niemand vergessen werden

Das Projekt besteht aus unterschiedlichen Komponenten. Diese haben das Ziel, die Lebensbedingungen der betroffenen Gemeinschaften in der Region Masvingo im Bereich Gesundheit, Ernährung und bei der sozialen Integration nachhaltig zu verbessern. Ziel des Projektes ist es, besonders benachteilige Menschen darin zu unterstützen, ihren Lebensunterhalt zu sichern und somit der Gemeinschaft zu helfen.  Wie sieht das konkret aus?

  1. In 12 Bezirken werden begünstigte Haushalte identifiziert, die unterhalb der Armutsgrenze leben, kein Land oder Vieh besitzen und kaum andere Einnahmequellen haben.
  2. Die ausgewählten Haushalte werden zu Spargruppen zusammengesetzt und erhalten Bargeld. Damit können sie gemeinsam Anschaffungen tätigen, wie z. B. Vieh oder landwirtschaftliche Geräte, die der Gemeinschaft dienen. Zusammen legen die Gruppen unter anderem Gemeinschaftsgärten an, sodass die Einwohner Getreide, Gemüse und Früchte anbauen können, um sich einerseits selbst zu versorgen und andererseits ein Einkommen zu erzielen.
  3. Als Gegenleistung für das empfangene Bargeld leisten die Begünstigten im Rotationsprinzip verschiedene Arbeiten in ihrer Gemeinde für den Aufbau einer gemeinschaftlichen Infrastruktur. So werden z. B. barrierefreie Gemeinschaftsunterkünfte und Bewässerungssysteme errichtet, die anschließend der gesamten Gemeinschaft dienen.

 

Auf dem Bild sieht man eine Gruppe von Frauen, die vor Küchenutensilien stehen. © CBM
Die CBM Partnerorganisationen stehen beratend zur Verfügung.

Darüber hinaus leisten die CBM Partnerorganisationen Hilfe bei psychischen Gesundheit und psychosozialen Defiziten, die durch die Extremsituationen der Not entstanden sind. Außerdem unterstützen sie die Spargruppen mit Schulungen zum Anbau und der Vermarktung z. B. von Getreide, Obst und Gemüse. Auch Schulen spielen eine zentrale Rolle im Projekt.  Hauswirtschaftsgruppen erhalten Trainings für die gesunde Zubereitung von Mahlzeiten von Schulkindern. Außerdem wird Lehrpersonal, aber auch Mitglieder von Gemeindestrukturen und medizinisches Personal für die Belange von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert, um diese besser zu integrieren.

Sprechen Sie uns an!

Sie wollen das Projekt unterstützen und Menschen in Simbabwe vor dem Hunger bewahren? Sprechen Sie uns an und wir informieren Sie gerne, ob als Privatperson, als Stiftung oder auch als Firma wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit im Kampf gegen den Hunger in Simbabwe.

Sprechen Sie uns an!
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