Mädchen im Rollstuhl vor einem Schutthaufen © CBM

Die Geschichte von Purna Maya zeigt: Ihre Hilfe kommt an!

Im April 2015 wird Nepal von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert. Das schreckliche Resultat: 7.000 Tote, 14.000 Verletzte und unzählige zerstörte Häuser. Gemeinsam mit der ihrem lokalen Partner "National Federation of the Disabled" (NFDN) leistet die Christoffel-Blindenmission (CBM) Soforthilfe. Damit Menschen mit Behinderungen in dieser schweren Zeit die nötige Hilfe erhalten – wie Purna Maya.

Purna Maya lebt gemeinsam mit ihrem Vater Maila. Sie wohnen in einer Lehmhütte in einem kleinen nepalesischen Dorf unweit der Hauptstadt Kathmandu. Purna leidet an Zerebralparese, einer Bewegungsstörung, die durch eine frühkindliche Hirnschädigung ausgelöst wird. Die Krankheit schränkt Purna in ihrer körperlichen Beweglichkeit stark ein: sie ist auf ihren Rollstuhl angewiesen. Selbst einfache alltägliche Aufgaben kann sie nicht alleine bewältigen. Deshalb ist sie rund um die Uhr von der Hilfe ihres Vaters abhängig.

Die Erde beginnt zu beben

Schutthaufen nach einem Erdbeben © CBM

Am 25. April 2015 ist Purna alleine zu Hause, während ihr Vater Erledigungen macht. Um 11:56 Uhr Ortszeit beginnt der Boden in dem kleinen Dorf plötzlich gewaltig zu schwanken. Maila ahnt Schreckliches und rennt los, um seine Tochter zu retten. Doch er kommt zu spät. Die kleine Lehmhütte bricht direkt vor seinen Augen in sich zusammen. Für zwei unerträglich lange Minuten bebt die Erde weiter. Angsterfüllt beginnt Maila nach seiner Tochter zu suchen und findet sie schließlich unter den Trümmern neben ihrem Rollstuhl liegend – ein schrecklicher Anblick für den Vater: "Für eine entsetzlich lange Zeit war Purna bewusstlos. Erst eine Stunde später kam sie endlich wieder zu sich. Ich war überglücklich, dass meine Tochter lebt und mit Prellungen und Blutergüssen davongekommen ist – aber unser Zuhause, in dem wir 36 Jahre gelebt haben, ist vollständig zerstört."

Von der Regierung alleingelassen

Das Erdbeben und acht weitere Nachbeben hinterlassen ein Bild der Zerstörung. Zahlreiche Menschen in Purnas Nachbarschaft haben kein Dach mehr über dem Kopf. Doch auf Hilfe warten sie zunächst vergeblich, denn trotz größter Not bleibt Purnas Dorf von der Regierung unbeachtet. Eine ganze Woche lang müssen Purna und Maila die Nächte ungeschützt vor Regen und Kälte unter freiem Himmel verbringen. "Purna hat schrecklich gezittert und konnte sich in ihrem Rollstuhl kaum aufrecht halten", erinnert sich Maila.

Die CBM und ihre Partner helfen!

Vater steht hinter seiner Tochter, die im Rollstuhl sitzt © CBM

Doch dann ändert sich alles. Ein Mitarbeiter des CBM-Partners NFDN findet Purna und ihren Vater bei einem Außeneinsatz. Er versorgt Purnas Wunden, gibt ihnen warme Decken gegen die Kälte und nimmt sich ihrer Sorgen an. "Ich war unglaublich froh, dass sich eine Hilfsorganisation die Zeit nimmt, um sich um Menschen mit Behinderungen, wie meine Tochter, zu kümmern. Das hat mir wahnsinnig viel bedeutet", erzählt Maila und legt liebevoll den Arm um seine Tochter. Er weiß, dass vor ihnen noch anstrengende Tage liegen, denn bis die Trümmer verschwunden und die Lehmhütte wieder aufgebaut ist, wird noch Zeit vergehen. Aber Vater und Tochter sind trotzdem zuversichtlich: Mit Hilfe der CBM und der NFDH wird alles wieder gut werden.

Unterstützen Sie unsere Nothilfe-Arbeit!

Mit Ihrer Hilfe können wir Menschen, die immer wieder von schrecklichen Naturgewalten betroffen sind, langfristig unterstützen. Durch Ihre Spende bereiten wir noch mehr Menschen und ganze Dörfer auf den Katastrophenfall vor und leisten – wenn es ernst wird – schnell Erstversorgung. Zudem stellen wir sicher, dass Menschen mit Behinderungen bei Nothilfe-Aktionen berücksichtigt werden. So können wir gemeinsam Leben retten.

Werden Sie Nothelfer und sorgen Sie dafür, dass nach einer Katastrophe schnell Hilfsgüter zu Menschen in Not kommen. Denn nach einem Erdbeben, einer Flut oder einer Hungerkrise wird das Grundsätzlichste gebraucht: Essen, Wasser, Decken und Hygieneartikel. Mit diesem Spendenprojekt tragen Sie dazu bei.