Ein Mann sucht nach dem Erdbeben in Indonesien in den Trümmern nach verwertbarem Baumaterial. © AFP/JewelSamad

Nach Erdbeben und Tsunami in Indonesien – danke für Ihre Hilfe!

Ein Erdbeben und ein Tsunami erschütterten im September 2018 Indonesien. Mehr als 70.000 Menschen verloren dabei ihr Zuhause, tausende kamen ums Leben. Dank Spenderinnen und Spendern konnte die Christoffel-Blindenmission (CBM) mit einem lokalen Projektpartner Hilfe leisten und Verletzte versorgen.

Nothilfe für Erdbebenopfer auf Sulawesi

Zwei Männer kümmern sich um einen dritten, der auf einem Bett liegt © CBM/Yakkum
Eine CBM-Mitarbeiterin (r.) kümmert sich nach dem Erdbeben um Sofyan. Dieser kann sich seit einem Unfall nicht mehr ohne Hilfe bewegen.

Gemeinsam mit ihrem lokalen Partner "Yakkum" leisteten wir Soforthilfe und verteilten Lebensmittel, Wasser, Decken und andere Hilfsmittel vor allem an Menschen mit Behinderungen. Genauso wichtig ist die schnelle medizinische Hilfe für Verletzte: Innerhalb eines Monats hat unser Team in der Stadt Palu und Umgebung mehr als 800 Menschen medizinisch versorgt. Bei Bedarf erhielten sie Hilfsmittel wie z. B. Krücken sowie eine Beratung für die richtige Pflege, um auch zu Hause wieder gesund zu werden.

Medizin und Therapie für Sofyan

Auch Sofyan benötigte dringend Unterstützung: Seit einem schweren Unfall vor vier Jahren kann er sich ohne Hilfe nicht mehr bewegen. Die Familie seines Neffen kümmert sich um ihn. Das CBM-Nothilfeteam fand den 38-Jährigen und versorgte ihn mit Medikamenten, die die arme Familie bislang nicht bezahlen konnte. Zudem bekommt Sofyan jetzt Physiotherapie, die ihm mehr Mobilität geben soll.

Wir werden den Menschen in Indonesien weiterhin beistehen. Geplant sind u. a. Hausbesuche mit einer mobilen Klinik und  Physiotherapie für behinderte Menschen.

Erdbeben der Stärke 7,4

Mit einer Stärke von 7,4 auf der Richterskala hatte das Erdbeben die indonesische Insel Sulawesi erschüttert – und löste einen Tsunami mit bis zu sechs Meter hohen Wellen aus. Mehr als 2.000 Menschen starben, über 2.600 wurden schwer verletzt, mehr als 70.000 mussten ihre Häuser verlassen und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Die Lage war chaotisch, Straßen verwüstet oder durch Erdrutsche blockiert, vielerorts gab es keine Stromversorgung mehr, Telefonleitungen waren zusammengebrochen.

Viele Menschen wurden von ihren Familien getrennt oder mussten Angehörige in den am härtesten betroffenen Gebieten um die Stadt Palu und die Region Donggala zurücklassen.

Behinderte Menschen haben es besonders schwer

Menschen mit Behinderungen sind bei solch schweren Katastrophen besonders hart betroffen: Häufig sind sie von Hilfsangeboten ausgeschlossen, weil sie Durchsagen nicht hören, Hinweisschilder nicht lesen oder das rettende Ufer nicht erreichen können.

Wir leisten mit unseren Partnern Sofortmaßnahmen wie medizinische Soforthilfe und stellen den Opfern Matratzen, Decken und Planen bereit, damit sie nicht unter freiem Himmel schlafen müssen. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Nothilfe inklusiv gestaltet wird – damit niemand ausgeschlossen bleibt.