Nach dem Tsunami: Die CBM versorgt Opfer in Indonesien

Behandlung von Verletzten und Material für Behelfsunterkünfte

Ein Mann steht inmitten von Trümmern. © AFP/JewelSamad
Nach dem schrecklichen Erdbeben und Tsunami: Ein Überlebender sucht nach brauchbaren Gegenständen in den Trümmern eines zerstörten Hauses.

Bensheim. Mehr als 1.400 Menschen sind bei den Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien gestorben. Verletzt wurden laut Angaben der Vereinten Nationen mindestens 2.500 Menschen, noch mehr haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Und die Zahl der Betroffenen wird vermutlich noch steigen. Um ihnen dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen, haben die Christoffel-Blindenmission (CBM) und ihre lokalen Partner umgehend mit Nothilfe-Maßnahmen auf der Insel Sulawesi begonnen. "Die Lage vor Ort ist äußerst schwierig", sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. "Zum Glück arbeiten wir seit vielen Jahren mit zuverlässigen lokalen Partnern in Indonesien zusammen. Sie sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird."

Medizinische Soforthilfe, um Behinderungen zu vermeiden

Wichtig ist vor allem die schnelle Behandlung der Verletzten. Viele der erlittenen Verletzungen können unbehandelt zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen. Um das zu verhindern, leisten die CBM und ihr langjähriger lokaler Partner Yakkum jetzt medizinische Soforthilfe. Außerdem verteilen die Helferinnen und Helfer Planen, Matratzen und Decken, damit die betroffenen Menschen nicht unter freiem Himmel schlafen müssen.

Die CBM hat dabei vor allem Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen im Blick. Sie leiden besonders stark unter der zerstörten Infrastruktur: Häufig sind sie von Hilfsangeboten ausgeschlossen, weil sie Durchsagen nicht hören und Hinweisschilder nicht lesen können. Deshalb beraten die CBM-Partner auch andere Hilfsorganisationen, um deren Hilfe barrierefrei zu gestalten. So soll sichergestellt werden, dass auch ein Mann mit Rollstuhl die Toilette erreichen kann und eine hörbehinderte Frau erfährt, dass Wasser verteilt wird.

CBM bittet um Spenden für Hilfe in Indonesien

Die CBM bittet um Spenden unter dem Kennwort "Nothilfe" auf das Konto IBAN: DE46 3702 0500 0000 0020 20, BIC: BFSWDE33XXX. Die Christoffel-Blindenmission zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Sie fördert seit 110 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern, seit 44 Jahren ist sie in Indonesien aktiv.