Sonnenbrillen gegen Blindheit

Brillen verhelfen zu besserem Sehen; das ist nun wirklich nichts Neues. Dass Brillen Blindheit heilen, hingegen schon. Möglich macht es das Sonnenbrillen-Start-up beyond shades in Kooperation mit der Christoffel-Blindenmission (CBM). Die Idee dahinter: Mit jeder verkauften Brille wird eine Graue-Star-Operation finanziert.

Eine Frau in weißem Gewand. © CBM
Endlich wieder sehen: In den Projekten der CBM suchen lokale Partner vor Ort nach sehbehinderten Menschen, um sie in die Augenklinik zu bringen und dort zu operieren.

München/Bensheim, 23. Juni 2021. Alles begann mit einer Vision von einer besseren Welt: Denn im Jahr 2020 litten rund 1,1 Milliarden Menschen weltweit an einem Sehverlust – etwa ein Siebtel der Weltbevölkerung. In 90 Prozent der Fälle wäre dieser Sehverlust jedoch vermeidbar oder zu behandeln gewesen. Bis 2050 sollen bereits 1,8 Milliarden Menschen von einer solchen Erkrankung betroffen sein. Dass es so weit niemals kommen darf, darin war sich ein Unternehmerteam aus München einig. Es gründete beyond shades und sagte vermeidbarer Blindheit den Kampf an: Mit jeder verkauften Sonnenbrille wird eine Operation am Grauen Star – der häufigsten Ursache für Blindheit – finanziert.

Damit aus dem Wunsch Wirklichkeit wird, kooperiert beyond shades mit einem erfahrenen Partner: Die Christoffel-Blindenmission (CBM) aus dem südhessischen Bensheim zählt zu Deutschlands größten und ältesten Organisationen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Seit mehr als 110 Jahren ist es ihr Ziel, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen durch Präventivarbeit zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt derzeit rund 500 Projekte in etwa 50 Ländern. Drei davon – in Sitapur (Indien), Kitwe (Sambia) und Butajira (Äthiopien) – sind Pilotprojekte für die Zusammenarbeit mit beyond shades im Kampf gegen den Grauen Star. Denn die Krankheit lässt sich mit einem einfachen Eingriff heilen. Viele Menschen im globalen Süden aber können solch eine Operation nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Oft leben sie zudem in abgelegenen Gebieten. Und ein Arzt oder das nächste Krankenhaus sind viel zu weit entfernt. Hier setzt die Arbeit der CBM an. Ihre lokalen Partner suchen vor Ort nach sehbehinderten Menschen, um sie in die Augenklinik zu bringen und dort zu operieren. In den Projekten der CBM kostet eine OP im Schnitt 30 Euro. Sie findet bei Erwachsenen ohne Vollnarkose statt und dauert nur wenige Minuten. Doch sie verändert ein Leben. Genau das ist es, was das Gründerteam von beyond shades erreichen möchte. 

Auch die CBM freut sich über die Zusammenarbeit: "Als wir von der Idee hörten, waren wir sofort begeistert", sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. "Eine Sonnenbrille, die nicht nur gut aussieht, sondern auch Gutes bewirkt, – das ist innovativ und nachhaltig. Und für die CBM eine großartige Gelegenheit, unsere Arbeit und Vision auch in einer jüngeren Zielgruppe bekannt zu machen."

Eine echte Win-win-Situation also. Auch für die Kundinnen und Kunden von beyond shades: Sie tun mit ihrem Sonnenbrillenkauf nicht nur Gutes. Sondern bekommen dafür auch ein hochwertiges Accessoire. beyond shades verfolgt einen hohen Anspruch an Qualität, Nachhaltigkeit und Style. Jede Brille wird aus langlebigem Cellulose-Acetat per Hand gefertigt, alle verwendeten Materialien sind so nachhaltig wie möglich hergestellt. Die Unisex-Modelle haben ein zeitloses Design und sind online erhältlich auf www.beyond-shades.de.