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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Mehr weltweites Engagement

Die Rechte von Menschen mit Behinderungen sollen gestärkt werden

Ein Mann und eine Frau beugen sich interessiert über eine Platine
In einem Berufsbildungszentrum in Bangladesch erhalten Menschen mit Behinderungen eine Ausbildung, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Bensheim, 29. November 2016. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit will eine der weltweit am meisten benachteiligten Gruppen stärker in den Blick nehmen: Menschen mit Behinderungen. Dies ist eine der Kernaussagen des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), Hans-Joachim Fuchtel, auf einer Fachtagung heute in Berlin. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) begrüßt das Engagement der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt. Gleichzeitig mahnt der CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus mit dem Motto der Veranstaltung: "Worten müssen Taten folgen!"

Menschen mit Behinderungen sichtbar machen

Die Fachtagung fand anlässlich des zehnten Jahrestags der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention statt. Auf Einladung des BMZ und VENRO, dem Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, diskutierten Fachleute über die konkrete Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen auf der ganzen Welt. Staatssekretär Fuchtel betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention und die Verantwortung, die sich daraus auch für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ergibt. Besonders freut sich die CBM über die Aussage des Staatssekretärs zur dringenden Notwendigkeit von mehr und besser aufgeschlüsselten Daten zur Lebenssituation von behinderten Menschen. Dies ist seit Jahren eine der Kernforderungen der CBM an die deutsche Entwicklungspolitik. Denn anhand entsprechender Statistiken können Menschen mit Behinderungen sichtbar gemacht und Veränderungen ihrer Lebenssituation gemessen werden.

Einbeziehung der Zivilgesellschaft

Staatssekretär Fuchtel kündigte auf der Veranstaltung außerdem eine Inklusionsstrategie seines Hauses an. In die Umsetzung soll auch die Zivilgesellschaft verstärkt mit einbezogen werden. "Das sind wichtige Schritte, die weg von Einzelmaßnahmen hin zu nachhaltig wirkenden Prozessen führen", lobt CBM-Geschäftsführer Brockhaus. "Es ist zu hoffen, dass die angekündigte Partizipation auch in den Zielländern der Entwicklungs-zusammenarbeit ansetzt. Denn nur so können wir sicherstellen, dass wir wirklich niemanden zurücklassen – ganz so, wie es die globale Entwicklungsagenda verspricht." Kooperationen mit der Privatwirtschaft leisten ebenfalls einen Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Als erfolgreiches Beispiel nannte Staatssekretär Fuchtel ein Berufsbildungs- und -vermittlungsprojekt in Bangladesch, an dem auch die CBM beteiligt ist. Sie wünscht sich genauso wie das BMZ eine Ausweitung solcher Kooperationen: "Denn Inklusion geht alle an", betont Brockhaus.

Seit über 100 Jahren Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit über 100 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 650 Projekte in 63 Ländern.

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