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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Hubert Seifert sorgt für Jobs

Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Christoffel-Blindenmission (CBM) setzt sich für wirtschaftlich unabhängiges Leben ein

Hubert Seifert kniet neben einer Frau, die auf dem Boden sitzt und eine Beinprothese trägt.
Hubert Seifert (l.), Experte für Existenzsicherungsprogramme bei der CBM

Bensheim, 14. Februar 2017. Als er Mitte der 1970er Jahre zum ersten Mal in Kenia war, sah Hubert Seifert (63) in den Straßen viele Menschen mit Behinderungen betteln. Auch heute noch beobachtet der Mitarbeiter der Christoffel-Blindenmission (CBM), wie behinderte Menschen in Entwicklungsländern ausgegrenzt werden, keinen Zugang zu Bildung und damit auch keine Aussicht auf eine Erwerbstätigkeit haben. Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge sind Menschen mit Behinderungen deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen ohne Behinderungen. Ein Leben in Abhängigkeit und Armut ist die Folge. Auf diesen Missstand macht die CBM zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar aufmerksam. Die weltweit tätige Entwicklungshilfeorganisation setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen auf ein wirtschaftlich unabhängiges Leben haben wie alle anderen auch.

Eine blinde Frau in einem grünen Kleid hält zwei Ferkel auf dem Arm und lacht.
Schulungen und Kleinkredite verhelfen zu einem wirtschaftlich unabhängigen Leben.

Schulungen und Kleinkredite

Hubert Seifert lebt seit 1982 in Afrika. Seit 25 Jahren arbeitet der gebürtige Badener als Experte für Existenzsicherungsprogramme für die CBM. "Es geht darum, Menschen mit Behinderungen zu einem dauerhaften eigenen Einkommen zu verhelfen", erklärt der gelernte Banker seine Aufgabe. "Das geschieht in erster Linie durch Ausbildung, Bewerbungstrainings, Förderung beruflicher Selbstständigkeit und die Vergabe von Kleinkrediten für den Aufbau eines eigenen Geschäfts." Außerdem sensibilisiert die CBM gemeinsam mit ihren lokalen Projektpartnern Banken und Arbeitgeber dafür, welches Potenzial in Menschen mit Behinderungen steckt. So sollen sich ihre Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und die Aussicht auf Kreditwürdigkeit verbessern. "Das Vorurteil, dass Menschen mit Behinderungen nicht selbstständig leben können, hält sich hartnäckig", bedauert Seifert.

Erfolgsgeschichten begeistern

Der beste Weg, um mit diesem Vorurteil aufzuräumen, sind erfolgreiche Gegenbeispiele. Im Jahr 2015 hat die CBM fast 92.000 Menschen mit Behinderungen im Rahmen von Existenzsicherungsprogrammen unterstützt. Die meisten von ihnen waren vorher auf andere angewiesen. Mit der Starthilfe der CBM konnten sie sich ein unabhängiges Leben aufbauen. Solche Erfolgsgeschichten freuen auch Hubert Seifert: "Was mich wirklich begeistert ist, wenn Menschen mir zeigen, wie sie erfolgreich ein Geschäft führen, eine Familie gründen und hart arbeiten, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen."

Seit über 100 Jahren Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit über 100 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 650 Projekte in 63 Ländern.

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