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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Die CBM fordert sauberes Wasser für alle

Weltwassertag: Mangelnde Wasserversorgung kann zur Erblindung führen

Ein kleines Mädchen wäscht sich an einem Bach das Gesicht.
Hadiya (9) aus Äthiopien litt an Trachom und wurde erfolgreich behandelt. Heute weiß sie, wie wichtig Hygiene ist, um Krankheiten vorzubeugen.

Bensheim, 15. März 2018. Sauberes Wasser benötigen wir nicht nur als tägliches Trinkwasser. Eine ebenso bedeutende Rolle spielt es für die Hygiene und damit für die Gesundheit jedes Einzelnen. Es kann sogar Blindheit verhindern. Darauf macht die Christoffel-Blindenmission (CBM) anlässlich des Weltwassertags am 22. März aufmerksam. Dr. Martin Kollmann, CBM-Fachberater für vernachlässigte Tropenkrankheiten, erklärt: "Eine mangelhafte Wasserversorgung ist die Ursache vieler schwerer Krankheiten, wie die Augeninfektion Trachom. Sie führt unbehandelt zur Erblindung. Vor allem Menschen in Entwicklungsländern sind betroffen. Um das zu ändern, müssen wir gerade in den Armutsregionen der Welt allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen."

Regelmäßiges Gesicht waschen schützt vor Blindheit

Wo Wasser knapp ist und über weite Strecken transportiert werden muss, verwenden die Menschen das kostbare Gut vor allem zum Trinken und Kochen. Regelmäßiges Waschen wird oft vernachlässigt. Doch die mangelnde Hygiene begünstigt die Übertragung von Krankheitserregern, wie bei der hochansteckenden bakteriellen Augenentzündung Trachom. Weltweit sind bereits 1,9 Millionen Menschen durch Trachom sehbehindert oder blind.

"Um nachhaltige Veränderungen zu bewirken, braucht es den Dreiklang aus sauberem Wasser, Aufklärung über richtiges Hygieneverhalten und verbesserten Sanitäranlagen", erläutert CBM-Fachberater Kollmann. "Wichtig ist: Das Wasser muss in der Nähe vorhanden und barrierefrei zugänglich sein. Nur so können alle Menschen es auch zur Körperhygiene verwenden."

Großer Handlungsbedarf in Äthiopien

Von Trachom besonders betroffen ist Äthiopien. In dem ostafrikanischen Land drohen derzeit eine Million Menschen zu erblinden. Aus diesem Grund setzt die CBM mit ihren lokalen Partnern hier ein umfassendes Programm zur Bekämpfung und Eindämmung der Krankheit um. Dazu gehört auch der Ausbau der Wasserversorgung. Die Bevölkerung wirkt aktiv an der Verbesserung ihrer Lebensumstände mit – zum Beispiel beim Bau von Brunnen. Für die langfristig messbaren positiven Effekte dieses Programms wurde die Entwicklungsorganisation bereits im Jahr 2016 von der "Internationalen Gesellschaft für vernachlässigte Tropenkrankheiten" mit dem "Water Award" ausgezeichnet.

Um diese beispielhafte Hilfe weiter auszubauen, ist die CBM seit Februar 2018 zudem Mitglied im deutschen WASH-Netzwerk. Gemeinsam setzen sich die 22 gemeinnützigen Nichtregierungsorganisationen schwerpunktmäßig in Entwicklungsländern für sauberes Wasser sowie verbesserte Sanitärversorgung und Hygiene ein.

Seit über 100 Jahren Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit über 100 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 628 Projekte in 59 Ländern.

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