Eine afrikanische Frau steht vor einer Tafel. © Enigma Images

Lehrkräfteworkshops

Kinder und Jugendliche für die Themen Behinderung und Inklusion zu sensibilisieren ist nicht immer einfach – dabei sind es genau diese Themen, die für ein empathisches Miteinander unverzichtbar sind. Deshalb bietet die Christoffel-Blindenmission (CBM) Lehrerinnen und Lehrern Workshops an, in denen sie Ideen und Materialien erhalten, um mit Schülerinnen und Schülern z. B. über Diskriminierung behinderter Menschen ins Gespräch zu kommen.

Workshop Vielfalt entdecken – "Wir-Gefühl" stärken (Grundschule)

In einer Klasse sind alle unterschiedlich. Jedes Kind sieht anders aus, findet andere Sachen gut und hat ganz eigene Begabungen und Talente. Vielfalt ist eigentlich das, was wir uns wünschen, sie wird aber auch als anstrengend erlebt. Nach dem Motto "Ich – Du – Wir" anstatt "Ich und die Anderen" gibt dieser Workshop zahlreiche praktische und kreative Unterrichtsanregungen zur Förderung relevanter Fähigkeiten, um Vielfalt schätzen zu lernen, emphatisch miteinander umzugehen und Ausgrenzung entgegenzuwirken.

Ein afrikanischer Junge im Rollstuhl sitzt inmitten einer Gruppe anderer Kinder. © CBM/argum/Einberger
Was können wir tun, damit behinderte Menschen nicht mehr diskriminiert werden? Im Lehrkräfteworkshop gibt es Anregungen, wie Schüler darüber ins Gespräch kommen.

Inhalte des Workshops

  • Einführung in das pädagogische Konzept "Vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung"
  • Spiele und Übungen zur Identitätsstärkung als Grundlage für Sicherheit und Wohlbefinden. Denn wer sich seiner selbst sicher ist, kann besser auf andere eingehen.
  • Vom "Ich" zum "Wir": Mit dem Kamishibai-Erzähltheater Geschichten von Vielfalt erzählen (exemplarisch mit den Geschichten "Aufruhr im Hühnerstall" und "Lenas Traum")
  • Ergänzende Ideen zum Thema, z. B. Vorstellung von weiteren Bildungsmaterialien, Differenzierungsmöglichkeiten, Spiele zum direkten Einsatz im Unterricht

Workshop Globales Lernen – die Welt in unserem Klassenzimmer (Sekundarstufe I und II)

Unsere Welt rückt immer enger zusammen – auch mit Auswirkungen auf die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern. Urlaub am Mittelmeer, Smartphones aus China, Kaffee aus Tansania, Kleidung aus Bangladesch und Obst aus Südamerika sind oft zwar günstig, aber um welchen Preis für die Umwelt und die Menschen in den Ursprungsländern? Der Workshop "Globales Lernen" zeigt, wie die kritische Auseinandersetzung mit der Globalisierung zum Unterrichtsthema wird. Es geht dabei um soziale Diversität und Menschenrechte, aber auch um Klimawandel, Armut, Ungerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.

Ein Mädchen mit Downsyndrom sitzt mit zwei anderen Mädchen an einem Pult. © CBM/Harms
Maria (Mitte) hat das Down-Syndrom. Mit ihren Freundinnen zusammen besucht sie eine Regelschule.

Inhalte des Workshops

  • Vorstellung des pädagogischen Konzepts "Globales Lernen"
  • "Bilder im Unterricht" – Vorstellung und Erprobung verschiedener Methoden für die Arbeit mit Bildern
  • Reflexion und Perspektivwechsel in Bezug auf unsere Weltbilder
  • Unser Verhalten lokal hat globale Auswirkungen: Erarbeitung an ausgewählten Beispielen, u. a. Zusammenhang von Textilproduktion und Behinderung – der Fabrikeinsturz von Rana Plaza in Bangladesch
  • Erarbeiten von Handlungsmöglichkeiten für nachhaltige Entwicklung – bei sich zuhause, in der Schule, in der Stadt

Weitere wichtige Infos rund um die Workshops

Veranstaltungsort: CBM-Standort (Bensheim) – oder bundesweit an den Schulen, an die die Referentinnen eingeladen werden

Teilnehmerzahl: mindestens fünf Lehrkräfte je Workshop
 
Dauer: ein halber bis ein Tag
 
Kosten: keine
 
Termine: Ein Termin wird nach telefonischer Absprache vereinbart. In einem Vorgespräch wird ein individuell abgestimmtes Workshop-Programm erarbeitet.
 
Akkreditierung: durch das Landesschulamt und die Lehrkräfteakademie Hessen

Anmeldung: Bei Interesse können Sie sich jederzeit telefonisch oder per Mail bei uns melden. Gemeinsam vereinbaren wir einen Termin für den Workshop und stimmen seine Inhalte ab.