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Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2018

"Gott kann in der schlimmsten Not helfen" - von CBM-Mitarbeiter Andreas Nordt

Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.

Der Monatsspruch Oktober aus Psalm 38,10 (Die Bibel, Altes Testament, Die Psalmen, Kapitel 32, Vers 10)

Das Leben kann schmerzhaft und schrecklich sein. Die meisten von uns werden sich an Zeiten in ihrem Leben erinnern können, in denen es ihnen einfach nur schlecht ging und eine Besserung nicht in Sicht war.

Die Auslöser dafür können vielfältig sein: Eine lebensbedrohliche Krankheit, der Tod eines nahestehenden Menschen ohne Gelegenheit, sich gebührend zu verabschieden. Oder das eigene Kind hat den Kontakt abrupt und ohne eine plausible Erklärung abgebrochen und die Eltern wissen nicht, wo es sich aufhält.

Beeinträchtigungen durch globale Krisen

Aber auch die anscheindend immer weiter zunehmenden globalen Herausforderungen können einem Angst machen und Lebenskrisen verursachen. Von einigen Unterstützern der Christoffel-Blindenmission (CBM) weiß ich, dass sie sich sehr um den weiteren Weltenlauf sorgen. Die Herausforderungen scheinen immer größer anstatt kleiner zu werden und die Anzahl und Tragweite der weltlichen Krisen eher zu- als abzunehmen. Ich erinnere dabei an den in aller Welt zunehmenden nationalen Protektionismus, die Fremdenfeindlichkeit, die globale Erwärmung mit die enormen Folgen für die bereits ärmsten Regionen dieser Erde und die Vielzahl an Krisenherden, die oftmals in kriegerische Auseinandersetzungen münden.

Gott kennt unsere Situation

Der Beter des Psalms, aus dem unser Monatsspruch stammt, muss selbst eine schwierige Lebensphase bewältigen. Sein Gebet zeigt uns, dass Gott unsere missliche Lage mit all ihren Konsequenzen kennt: "Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, all mein Seufzen ist dir nicht verborgen." Diese Aussage gibt uns Trost, denn wir werden von Gott, gleichgültig wie ausgeprägt unsere Krise auch sein mag, wahrgenommen und somit nicht alleingelassen.

Es spielt dabei keine Rolle, ob wir die schwierige Lage selbst verschuldet haben oder nicht. Mehrmals spricht der Beter des Psalms von "meine Sünden", so dass wir bei diesem Psalm davon ausgehen können, dass der Psalmist nicht unschuldig an seiner Situation ist.

Im weiteren Verlauf des Psalms bekennt der Psalmbeter, dass seine Lebenskrise die Funktionalität seines Körpers massiv beeinträchtigt. So ist ihm etwa sein Augenlicht verlorengegangen!

Gott kann in der schlimmsten Not helfen – und gebraucht Menschen als Werkzeug

Doch Gott weiß um Menschen oder Organisationen, die uns aus der schlimmsten Not helfen können. Auch wenn wir uns für den Moment nicht vorstellen können, wie wir aus einer scheinbar hoffnungslosen Lebenssituation herausfinden. Wie der Psalmist verlieren auch heute Menschen das Augenlicht. Dank vieler CBM-Spenderinnen und -Spender können wir tausenden Menschen in Entwicklungsländern durch eine einfache Augenoperation Augenlicht schenken – und so ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern. Danke, liebe Spenderinnen und Spender, dass Sie damit zum Werkzeug Gottes werden!

Porträt eines Mannes © CBM
Andreas Nordt

Andreas Nordt ist Theologe und Betriebswirt. Bei der CBM ist er zuständig für Spenderanfragen zur Nachlassabwicklung.

Er staunt immer wieder über die engagierten Menschen, mit denen er täglich zu tun hat: "Ich finde es wunderbar, dass so viele CBM-Freunde mit dem, was sie geben können, Menschen mit Behinderungen weltweit fördern. So manche helfen sogar über ihren Tod hinaus mit einem Erbe. Das ist ein Grund zu großer Dankbarkeit. Da macht die Arbeit Freude!"