Wolke vor blauem Himmel © CBM

Gedanken zum Monatsspruch November 2018

"Wohnen in Gottes Gegenwart" – von CBM-Mitarbeiter Oskar Krein

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott vom Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Der Monatsspruch November aus Offenbarung 21,2 (Die Bibel, Neues Testament, Die Offenbarung des Johannes, Kapitel 21, Vers 2)

Vor kurzem waren wir Gäste einer deutsch-japanischen Hochzeit im Nordschwarzwald. An einem sonnigen Samstagmorgen gaben sich ein junger deutscher Japanologe und eine schöne japanische Germanistin in einer kleinen mittelalterlichen Kirche das Ja-Wort für den Ehebund unter Gottes Segen. Doch bevor der Traugottesdienst begann, versammelten sich Bräutigam und Gäste im Kirchengarten, um gespannt die Ankunft der Braut zu erwarten. Als die Limousine vorfuhr und die festlich geschmückte Braut erschien, gingen lautes Raunen und Begeisterung durch die Festgesellschaft. Alle wussten: Nun war der große Tag da und das Fest konnte beginnen.

Gottes neue Stadt

So muss es dem Seher Johannes ergangen sein, als Gott ihm die Vision der heiligen Stadt schenkte. Dies neue Jerusalem ist der Ort der Gegenwart Gottes. Die Bewohner dieser Stadt kommen von allen Erdteilen und aus allen Zeiten. Johannes erkennt das Neue, das diese Stadt auszeichnet: "Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen" (Offenbarung 21,4). Und für die Bewohner gilt: "Wer überwindet, der wird das alles ererben." (Offenbarung 21,7). Doch wer sind die Überwinder? Die Offenbarung des Johannes richtet sich an verfolgte Christen in Kleinasien um das Jahr 100 n. Chr., aber auch an die weltweite christliche Gemeinde bis in unsere Zeit, die wegen ihres Bekenntnisses zu Christus Verfolgung erleidet. Wer trotz Leid und Not am Bekenntnis zu Christus festhält, der wird als Überwinder das Bürgerrecht der neuen Stadt Jerusalem erben.

Der neue Tag ist angebrochen

Johannes sieht: Unsere Welt wird einst vollständig aus den Fugen geraten. Aber das ist nicht das Ende. Die alte Welt wird überwunden werden von Gottes neuer Welt. Mit Kreuz und Auferstehung Jesu Christi ist der neue Schöpfungstag Gottes angebrochen, der Tag der Rettung und des Erbarmens. Noch herrscht Dunkelheit. Aber Not und Elend unter den Menschen werden weichen, denn durch Christus ist dem Bösen die Macht genommen! Das Leben, das er schenkt, ist stärker als der Tod. Die Liebe, die er gibt, ist größer als die Angst. Die Vergebung, die er zuspricht, überwindet den Hass. Sein Trost verwandelt Trauer in Freude. Das ist die große Zuversicht der Christen.

In den kommenden Wochen werden viele Menschen die Gräber ihrer Angehörigen besuchen. Diese Zeit lädt besonders uns Christen ein, uns angesichts der Vergänglichkeit des irdischen Lebens am Geschenk des ewigen Lebens zu erfreuen. Wir wissen: Wer dem Leben schaffenden Gott vertraut und sich zu ihm hält bis in den eigenen Tod, der wird allezeit in der heiligen Stadt, dem neuen Jerusalem wohnen!

Porträt eines Mannes im Anzug mit Brille © CBM
Oskar Krein

Oskar Krein, Theologe, ist Mitarbeiter im CBM-Team für Vorsorge- und Nachlassregelungen.

Sein Fazit aus dem Arbeitsalltag: "CBM-Freundinnen und -Freunde beschenken Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern reich. Viele tun das mit einer testamentarischen Verfügung sogar über ihre irdische Lebenszeit hinaus. Das erfüllt mich mit Freude und großer Dankbarkeit!"