Eine Frau untersucht die Ohren eines Jugendlichen © CBM

Jahrelang hat Miftah auf die OP gewartet!

Miftah (15) aus Äthiopien hat die Tage gezählt. Jahrelang fieberte der Junge seinem 15. Geburtstag entgegen, denn dann sollte er endlich operiert werden – und gut hören können! Eigentlich zu spät, findet CBM-Ärztin Dr. Uta Fröschl, die vor Kurzem von Sambia nach Äthiopien umgezogen ist.

Miftahs Ohren werden endlich operiert

Lächelnder afrikanischer Junge © CBM
Miftah freut sich, dass er nach der ersten Ohren-OP schon richtig gut hören kann.

"Ich kann nicht verstehen, dass die äthiopischen Ärzte ihn nicht früher operieren wollten!", sagt sie kopfschüttelnd, als sie Miftahs Ohren untersucht. "Es ist wichtig, Kinder früh zu operieren, damit sie in der Schule gut mitkommen. Miftah hätte schon mit zehn Jahren operiert werden müssen!"

Miftah kann schon richtig gut hören

Gut, dass der junge Äthiopier nicht versteht, was Dr. Fröschl auf deutsch erklärt. Ihm hätte viel Leid erspart werden können! Miftah hätte in der Schule weniger Probleme gehabt und wäre wegen des ständigen Ausflusses aus seinen Ohren nicht negativ aufgefallen. Das ist jetzt Vergangenheit. Die Ärztin operierte sein rechtes Ohr, das linke folgt demnächst. "Ich kann jetzt schon richtig gut hören!", strahlt Miftah.

Bald gibt es mehr Ohrenärzte

Dass der 15-Jährige erst jetzt operiert wurde, liegt nicht nur an fehlendem Fachwissen: In Äthiopien gibt es schlicht zu wenig Ärzte, die Ohren operieren können. Deshalb ist Dr. Fröschl mit ihrer Familie kürzlich in das ostafrikanische Land gezogen: Sie will ihr Wissen weitergeben und neue Ohrenärzte ausbilden.

Lehrtätigkeit macht Spaß

Ein Job, der der 49-Jährigen sehr gefällt: "Ich arbeite jetzt nicht mehr so viel allein wie vorher in Sambia, sondern stehe in ständiger Interaktion mit Studentinnen und Studenten. Mit ihnen zu diskutieren und ihnen etwas beizubringen, macht mir richtig Spaß!"

HNO-Plan für Äthiopien

Neben der Ausbildung junger Ärzte arbeitet Dr. Fröschl auch gemeinsam mit der Regierung an einem HNO-Plan für Äthiopien. "So kann langfristig etwas am Gesundheitssystem verbessert werden." Doch die größte Freude bereitet ihr noch immer die Arbeit mit den Patienten selbst. Deshalb sind Reihenuntersuchungen an Schulen für die Ärztin eine willkommene Abwechslung und auch wichtig, denn: "Kinder mit Hörproblemen sollten möglichst frühzeitig Hilfe erhalten!"

Auch Miftah ist froh, nach der Ohrenoperation viel besser hören zu können: "Ich möchte mal Ohrenarzt werden, damit auch andere Hilfe erhalten."

500 Patienten warten noch auf ihre OP

Schon jetzt brauchen – allein in der CBM-geförderten Klinik in der Stadt Butajira – noch über 500 Patientinnen und Patienten Ihre Unterstützung. Sie warten auf ihre rettende medizinische Behandlung.

Helfen Sie Menschen mit Hörbehinderungen in Entwicklungsländern!

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  • Schulkinder stehen in einer Schlange
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