Corona-Hilfe für Afrika

In mehr als 20 Ländern in Afrika fördert die Christoffel-Blindenmission (CBM) lokale Projekte. In Äthiopien, Kamerun, Madagskar, Malawi, Niger und Ruanda unterstützt sie weiterhin besondere Corona-Programme.

Äthiopien

© CBM
CBM-geförderter Brunnen in West-Belessa: Menschen mit und ohne Behinderungen sollen eine gute Wasservesorgung bekommen.

Genug zu essen für 9.000 Haushalte in Ibnat, Ost- und Westbelessa

Endlich wieder genug zu essen, trotz Klimawandel und Coronakrise! Dieses Projekt soll es möglich machen. Die CBM unterstützt mit ihrem lokalen Partner ORDA (Organisation für Rehabilitation und Entwicklung in Amhara) und dem Bundeministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Projekt gegen extreme Armut, Hunger und Behinderungen, denen vorgebeugt werden kann. Der Hunger von Menschen mit und ohne Behinderungen in 9.000 Haushalten soll gestoppt werden, durch

  • die Steigerung der Produktivität von Ackerbau und Viehzucht,
  • bessere Ernährung für Kinder, schwangere und stillende Frauen und Menschen mit Behinderungen,
  • bessere Bewässerungsmöglichkeiten, Trinkwasserversorgung und sanitäre Grundeinrichtungen,
  • die Stärkung der Kapazitäten von Gemeinden und Interessenvertretern beim Verbrauch natürlicher Ressourcen und
  • Einkommensmöglichkeiten für Jugendliche, Frauen, die kein Land besitzen, und Menschen mit Behinderungen.

 

Kamerun

Ein Plakat klebt an einer Tür. Es enthält Hinweise, wie man sich die Hände richtig wäscht. Im Hintergrund warten Patienten. © CBM
Plakat zur "richtigen Benutzung von Hand-Desinfektionsmittel": Es hängt bei einer Schulung in der Koordinierungsstelle für Menschen mit Behinderungen in der Nordwest-Region von Kamerun.

Augenmedizinische Hilfe für alle!

Corona soll Menschen mit Behinderungen nicht davon ausschließen, eine angemessene augenmedizinische Versorgung zu bekommen. In Bamenda in der Nord-West-Region stärkt deshalb unser Partner "Cameroon Baptist Convention Health Services" die Strukturen im Gesundheitssystem, damit trotz Pandemie allen Menschen eine adäquate Behandlung bei Augenkrankheiten ermöglicht wird.

  • 70 Krankenschwestern und -pfleger absolvierten dafür eine dreitägige Ausbildung in "Primary Eye Health Care", in Augengesundheitsversorgung.
  • Zwei Augenärzte konnten bei einem Austauschprogramm in anderen CBM-Projekten mehr über Graue-Star-Operationstechniken lernen.
  • Um ganz arme Menschen aufzufinden und kostenfrei zu behandeln, wird ein Prozess aufgebaut, bei dem Sozialarbeiter einbezogen werden.
  • In lokalen Sprachen, Englisch und Französisch werden im Radio Programme produziert und ausgestrahlt, die über Augengesundheit, Augendienste, die man in Anspruch nehmen kann, die richtige Augenpflege und Blindheitsvorsorge informieren.
  • Damit 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Dienstleistungsstellen bei ihrer täglichen Arbeit gut geschützt sind, erhielten sie Gesichtsmasken u.a.
     

Madagaskar

Zwei Schüler sitzen an ihren Computer-Monitoren in einem Klassenzimmer. © CBM
Schüler inklusiver Schulen sollen in Pandemiezeiten über barrierefreie Online-Plattformen auch von zuhause aus Unterricht genießen können.

Online-Bildung für inklusive Schulen und Spargruppen

"Inklusives, gemeindebasierte Resilienz während Covid-19 in Madagaskar" heißt das CBM-geförderte Corona-Projekt im Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste. Durch unseren Partner "SALFA Lutheran Church Health Department" werden Menschen mit Behinderungen und ihre Familien darin unterstützt, trotz negativer Folgen der Pandemie wieder ihren Alltag zu leben.

In fünf Regionen werden sie gefördert – mit barrierefreien Online-Bildungsplattformen in inklusiven Pilotschulen, inklusiver Gesundheitsversorgung und nachhaltigen Aktivitäten zur Existenzsicherung. In allen Breichen arbeitet der Partner dabei mit dem Bildungs- und Gesundheitsministerium zusammen.

  • 20 Lehrerinnen und Lehrer  und mehr als 30 Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen wurden in der Nutzung einer digitalen Lernplattform ausgebildet.
  • In zwei Pilotschulen übernahm das Projekt einen Teil der Internetgebühren.
  • Gemeinsam mit weiteren Organisationen sorgt SALFA dafür, dass Menschen mit Behinderungen trotz Pandemie augen- und ohrenmedizinisch und mit Reha-Diensten versorgt werden.
  • Drei neue Spargruppen konnten in den Regionen Analamanga, Vakinankaratra und Atsinanana gegründet werden. 31 Menschen mit Behinderungen sind Mitglieder dieser Gruppen.
  • 20 Menschen mit Behinderungen haben gelernt, wie man sich selbstständig macht und erhielten Material – für Existenzgründung in den Bereichen Schneidern und Nähen, Elektronik/Reparatur, Viehzucht, Hotelwesen, Mechanik, Informatik und Konditorei.

Malawi

Eine Frau mit blauer Stoffhaube füllt Essen auf einen Blechteller. © CBM/FNPH
Im Nkhoma-Hospital werden Patientinnen und Patienten in Corona-Zeiten mit Essen versorgt.

Corona-Hilfe und Aufklärung in vier Distrikten

In vier Distrikten (Lilongwe in der Zentralregion, Mzimba, Nkhatabay und Karonga in der Nordregion) bekommen Menschen mit Behinderungen Unterstützung durch den Partner "Saint John of God Hospitaller Service" (SJOG), um die negativen Auswirkungen von Covid-19 zu mildern.

Die Hauptzielgruppe des Projekts sind neben Menschen mit Behinderungen: ihre Betreuer, Familien und die breite Öffentlichkeit. Die Initiative richtet sich auch an ältere Menschen über 65 Jahre, die als eine der am meisten durch Corona gefährdeten Gruppen gelten. Weitere Zielgruppen sind Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter des SJOG und des Gesundheitswesens, führende Persönlichkeiten aus der Gesellschaft, Geistliche, traditionelle Führer, Medien, kommunale Organisationen einschließlich Behindertenorganisationen und traditionelle Heiler.

Worin besteht die Unterstützung der großen Zielgruppe? Sie reicht von Informationen (zu Gesundheitsdiensten, Hygiene, Bildungsmöglichkeiten) über Beratung (auch über moderne Kommunikationsmittel), die Förderung inklusiven Schulunterrichts auch beim Homeschooling bis hin zur Ausstattung von Krankenhäusern mit Schutzmasken, -handschuhen, -schürzen, Desinfektionsmitteln u.a.

15 gemeindebasierte Rehastationen erhalten umfassende "Hygienepakete" (mit Produkten wie Seife) bis hin zu Maßnahmen für gute, saubere Luft. Auch 200 Menschen mit Behinderungen in Gefängnissen werden darin unterstützt, sich besser vor Covid-19 schützen zu können.

1.200 Menschen mit Behinderungen und chronisch kranke Menschen werden mit Medikamenten versorgt, auch zuhause, wenn nötig, und bekommen bei Bedarf Lebensmittelrationen, Hilfe bei Kurzzeitpflege oder häuslicher Pflege.

Bei 18 Gesundheitskonferenzen auf nationaler und auf Distrikt-Ebene engagiert sich der Partner dafür, dass Menschen mit Behinderungen bei allen Corona-Hilfsmaßnahmen nicht vergessen werden.

Niger

© CBM/FNPH
Niger: Schon 2020 unterstützte ein CBM-Partner in Niger Menschen mit Behinderungen, die durch die Lockdowns in wirtschaftliche Not gerieten – wie Amadou, eine Schneiderin mit Körperbehinderung.

Hilfe für Handwerkerinnen mit Behinderungen

Das Projekt "Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des sozialen Schutzes von Menschen mit Behinderungen" ist ein Wiederaufbauprojekt unseres Partners "Federation of Persons with Disabilities"(Föderation der Menschen mit Behinderungen) nach Covid-19. Sein Ziel ist die Unterstützung von Handwerkerinnen und Handwerkern mit Behinderungen, die durch den Ausbruch der Pandemie kaum noch etwas verdienen konnten. Das Projekt wird in der Hauptstadt Niamey und in Dosso, 140 km davon entfernt, durchgeführt und hilft 200 Menschen. Sie werden finanziell unterstützt.

Außerdem macht der Partner Vorschläge zur Verbesserung der Sozialpolitik: Sie muss inklusiver werden! Deshalb setzt er sich mit anwaltschaftlicher Arbeit ein und macht dabei Empfehlungen für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen.

Ruanda

Eine Person leuchtet mit einer Taschenlampe in die Augen einer Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt. © CBM/Simbi
Wenn die Patienten nicht in die Augenklinik reisen können, kommt ein Outreach-Team zu ihnen aufs Land.

Umfassende augenmedizinische Hilfe für Menschen in Muhanga

Das Projekt zielt darauf ab, den Zugang zu inklusiver und umfassender augenmedizinischer Versorgung für Menschen mit Sehbehinderungen während und nach der Covid-19-Pandemie im Distrikt Muhanga zu verbessern.

Dort leben etwa 320.000 Menschen, darunter rund 10.000 mit verschiedenen Arten von Behinderungen. Unser Partner, die Kabgayi-Augenklinik, arbeitet mit Behörden, Behindertenverbänden und Gemeindegesundheitshelfern zusammen, damit Menschen mit Behinderungen erfahren, was ihre Rechte sind und wo sie augenmedizinische Behandlung bekommen.

Wer nicht in der Lage ist, die medizinischen Kosten selbst zu tragen, muss in der Kabgayi-Augenklinik und bei seinen Screening-Aktionen für die Behandlung (Beratung, Operation, Brillen und Sehhilfen) weniger oder nichts bezahlen. Wer zur medizinischen Nachsorge in Kabgayi ist, erhält Lebensmittel und Hygieneartikel und bekommt die Transportkosten bezahlt.

Damit auch Menschen mit Behinderungen außerhalb Kabgayis augenmedizinische Hilfe erhalten, wurden Untersuchungen im "Nyarusange Health Centre" und eine Massenuntersuchung während der autofreien Tage im Distrikt Muhanga durchgeführt. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden im Distrikt konnte die Hygiene mit Handwaschstationen und Wassertanks in zehn Schulen sowie Standmülleimern aus Metall verbessert werden.

In Partnerschaft mit dem ruandischen Blindenverband wurden im Bezirk Muhanga vier sehbehinderte Jungen bei ihrer Berufsausbildung unterstützt. Darüber hinaus verteilte die Kabgayi-Augenklinik 17 Blindenstöcke an arme, erblindete Menschen, damit sie sich unabhängiger bewegen können.

Schenken Sie Hoffnung, auch in Pandemiezeiten!

Es ist so wichtig, dass die Arbeit in unseren Projekten auch unter den erschwerten Bedingungen durch die Pandemie weitergehen kann. Deshalb bitten wir Sie: Spenden Sie weiterhin für medizinische Hilfe, Bildung und Reha!

  • Kind mit Augenverband nach erfolgreicher Augenoperation - dank Spenden-Geschenk Graue-Star-OP Kind
    125
    Spenden

    Graue-Star-OP: Kind

    Mit einer Grauen-Star-OP helfen Sie einem blinden Kind, wieder ungetrübt in die Zukunft zu sehen.

  • Afrikanischer Junge schreibt auf eine Tafel - dank Spenden-Geschenk Schulbesuch
    50
    Spenden

    Schulbesuch

    Einen ganzen Monat lang zur Schule gehen – das ermöglichen Sie einem behinderten Kind mit diesem Geschenk.

  • Afrikanisches Mädchen mit Beinprothesen und Unterarmstützen aus Holz
    70
    Spenden

    Hilfe für Menschen mit Körperbehinderung

    Spenden Sie z.B. 70 Euro, damit ein Kind eine Prothese bekommt. Mit 40 Euro schenken Sie einem Kind einen Monat Physiotherapie. 262 Euro ermöglichen eine Operation an O-Beinen.