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CBM (Christoffel-Blindenmission)

"Ich wollte ein Zeichen für Inklusion setzen"

CBM-Botschafterin Regina Vollbrecht lief beim Inklusionsfackellauf mit

Mit bunten Luftballons trafen die Teilnehmer des Inklusionsfackellaufs am 11. Juli gegen 15 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin ein. Bunte Luftballons als Zeichen der Vielfalt – der Vielfalt von Menschen. Behinderte und nicht behinderte Menschen hatten sich am Morgen gemeinsam von Potsdam auf den 30 Kilometer langen Weg nach Berlin gemacht. Einige liefen oder rollten im Rollstuhl die ganze Strecke mit, andere nur einen Teil. Dafür gesellten sich dann wieder neue Jogger hinzu.

Gleiche Chancen und Rechte für behinderte Menschen

"Ich bin mitgelaufen, weil ich ein Zeichen für Inklusion setzen wollte. Ein Zeichen dafür, dass Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen und Rechte erhalten wie alle anderen", sagte Regina Vollbrecht später beim Interview auf der Bühne. Die CBM-Botschafterin und schnellste blinde Marathon-Läuferin der Welt erzählte den  Besuchern des Inklusion-Aktionstags von der Arbeit der Christoffel-Blindenmission (CBM) und machte auf die Kampagne "Setz ein Zeichen!" aufmerksam. Mit der Kampagene setzt sich die CBM dafür ein, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in den neuen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen berücksichtigt werden.

Berührungsängste gegenüber behinderten Menschen abbauen

Auch Rapper Graf Fidi unterstrich bei seinem Auftritt, wie wichtig es ist, behinderten Menschen die volle Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Denn bislang gelingt das weder in Deutschland noch in Entwicklungsländern zufriedendstellend. "Dabei ist Inklusion längst überfällig", so Dorothee Lessing (52). Sie und ihr Mann haben einen behinderten Sohn (13) und stellen immer wieder fest, dass es große Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderungen gibt. Wie lässt sich das ändern? "Einfach ganz: Normal mit ihnen umgehen oder auch ruhig neugierig sein und fragen", meint Dorothee Lessing. Der Inklusionslauf sei eine tolle Idee.

Ein Mann im Rollstuhl singt
Rapper Graf Fidi sang einen Song über Inklusion.
Zwei Frauen, ein Mann und ein Junge
Familie Lessing wünscht sich mehr Inklusion.

Inklusionsfackel geht in den nächsten Jahren um die Welt

Auch Christian Hofferbert findet die Aktion klasse. Der 33-Jährige aus Darmstadt hatte schon am Inklusionsfackellauf in Wiesbaden teilgenommen und war jetzt extra noch mal zum Finallauf nach Berlin angereist, um mitzumachen. Inititiiert wurde die Aktion vom Netzwerk Inklusion Deutschland, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Verena Bentele übernahm die Schirmherrschaft. Die Fackel wird auch in den nächsten Jahren noch weiter auf Inklusionstour gehen – und zwar rund um die Welt. 

Wie leicht Inklusion gelingen kann, zeigte der gut besuchte Aktionstag auf dem Potsdamer Platz. Immer wieder blieben Passanten länger angesichts der tollen Darbietungen der Tanz- und Musikgruppen. Für Menschen mit Hörschädigungen wurden Gespräche und Lieder von Gebärdendolmetschern übersetzt, außerdem konnte man auf einem Bildschirm alles nachlesen. Bleibt zu wünschen, dass so etwas bei allen öffenftlichen Veranstaltungen die Regel wird.

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