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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Gedanken zum Monatsspruch September

Gott ist immer für uns da – von Nora Christoph

Porträt einer Frau
Nora Christoph

Nora Christoph arbeitet als Redakteurin bei der Christoffel-Blindenmission (CBM). Ihr ist es wichtig dazu beizutragen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird. Dazu zählt für sie auch, dass alle Menschen die gleichen Chancen, Rechte und Perspektiven erhalten – egal, wo sie leben, welcher Religion oder Ethnie sie angehören. Mit ihren Texten möchte Nora ihre Leserinnen und Leser zu mehr Toleranz, Gemeinschaft und Mitgefühl animieren.

Monatsspruch September 2018

Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Prediger 3,11

(Die Bibel, Altes Testament, Der Prediger Salomo, Kapitel 3, Vers 11)

Es ist ein wunderschöner Sonntag im Spätsommer. Ich sitze im Park, esse ein Eis und beobachte die spielenden Kinder. Eigentlich ein perfekter Tag. Doch genießen kann ich ihn dennoch nicht. Vielleicht kennen Sie ja auch solche Momente, wenn einen viel beschäftigt und man auch ganz generell das Gefühl hat, zum perfekten Glück würde noch so viel fehlen.  

Das kann manchmal etwas ganz Banales sein wie die Wolke, die sich just in dem Moment vor die Sonne schiebt, in dem ich mich auf die Parkbank setze. Oft sind es aber leider auch Dinge von mehr Gewicht: meine Rückenschmerzen, der Streit mit dem Nachbarn, die kaputte Waschmaschine oder das Gefühl, gerade alleingelassen zu sein. Ja, irgendetwas ist eigentlich immer. – Und das ist schade, denn über all den Sorgen vergesse ich oft, den Moment einfach zu genießen. Ich vergesse zu sehen, was ich für ein Glück habe, heute frei zu haben, tun zu können, was ich möchte, oder schlicht in einem Land ohne Krieg leben zu dürfen.

Die Schönheit der Welt wahrnehmen

Im Predigttext geht es genau darum: Prediger Salomo möchte uns daran erinnern, wie schön Gott die Welt – und auch uns in ihr – geschaffen hat. Es ist so wichtig, genau das auch zu sehen!

Salomon sagt aber auch, dass wir Gottes Werk nicht ergründen können. Dass es sich uns nicht immer erschließt, warum wir manchmal leiden müssen und warum wir Dinge, die wir uns sehnlichst wünschen, nicht bekommen. Die Erklärung ist einfach: Gott lässt sich von uns nicht vorschreiben, wann er handeln soll. Er tut Dinge zu seiner Zeit. So werden wir von ihm darin geschult, loszulassen. Einfach darauf zu vertrauen, dass er alles in der für ihn – und eben auch für uns – richtigen Zeit tut.

Nur weil unsere Bitten nicht sofort erhört werden, bedeutet das nicht, dass Gott uns vergessen hat. Und auch nicht, dass wir vergeblich warten müssen. Gott hat sein eigenes Verständnis von Zeit. Manches Warten soll für uns vielleicht auch einfach eine Lehre sein. Eine Stufe, die es für unseren weiteren Lebensweg zu überwinden gilt. Auch wenn wir es nicht verstehen – wir sollten darauf vertrauen, dass Gott nur unser Bestes im Sinn hat.

Darauf vertrauen, dass alles kommt, wie es soll

Deshalb gilt es, der Zukunft mit offenen Armen zu begegnen, im tiefen Vertrauen darauf, dass Gott unsere Schritte in die richtige Richtung lenkt. Und dass eben alles so geschehen wird, wie er es für uns möchte. Wir sollten daher stets offen sein für alles, was uns auf unserem Weg begegnet – ob wir nun glauben, es gehöre zu Gottes Plan oder nicht. Und je achtsamer wir durch die Welt gehen, desto mehr Zeit haben wir auch, Gottes Wunder zu sehen und wahrzunehmen.

Und eins ist gewiss: Gott ist immer für uns da. Egal, was auch kommen mag.

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