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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2018

Auch in schweren Zeiten blind auf Gott vertrauen! – von Ute Winker

Link zum Text: Porträt einer Frau
Ute Winker

Ute Winker ist die freundliche Dame am Empfang der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim. Täglich begegnet sie vielen CBM-Mitarbeiterinnen, -Mitarbeitern und Gästen aus der Umgebung und aus aller Welt: "Es macht mir Freude, für eine Organisation zu arbeiten, der christliche Werte wichtig sind und die diese auch umsetzt – hier in Bensheim und in den Projekten weltweit."

Monatsspruch Mai 2018

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Hebräer 11,1 (Die Bibel, Neues Testament, Der Brief an die Hebräer, Kapitel 11, Vers 1)

Um unseren Monatsspruch zu verstehen, bedarf es keiner Gedankenakrobatik, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Botschaft erschließt sich, wenn wir forschen, was unter "Glaube" in der hebräischen Sprache verstanden wird. Das führt uns zu Abraham, von dem bezeugt wird, dass er auf seinen Gott Jahwe vertraute. Dieses "Vertrauen" übersetzt Martin Luther mit "Glaube", dem alles entspringt, was für ein gelingendes, friedvolles Leben und Miteinander förderlich ist.

Vertrauen in guten Zeiten

Vertrauen können wir vor allem dann leicht, solange es uns gut geht. In guten Zeiten fällt uns auch "feste Zuversicht" nicht schwer, die laut unserem Monatsspruch aus dem vertrauenden Glauben folgt. Kein Problem, wenn alles so ist, wie wir es gern haben: eine heile Welt mit einem lieben Partner, netten Kindern, einem schönen Haus, einem Auto, Geld und Gesundheit. Doch wie geht es uns, wenn unser Leben nicht  so verläuft, wie wir es uns erträumt haben, wenn etwas vom Glück und der Sicherheit wegbricht? Was bleibt vom Vertrauen und der Zuversicht, wenn wir keine Zukunft mehr sehen?

Herausforderung: vertrauensvoll glauben trotz Ungewissheit

Lassen wir uns inspirieren von Abraham! Er wurde ins kalte Wasser geworfen, von Gott ins Ungewisse geschickt: "Geh aus deinem Vaterland in ein Land, das ich dir zeigen werde!" Und Abraham glaubt und zweifelt nicht. Er macht sich, blind vertrauend, auf den Weg. Er zweifelt nicht an dem, was Gott ihm in Aussicht stellt, auch wenn er es noch nicht sehen kann: ein gutes Leben in einem fremden Land. Warum ihm das so leicht fiel, können wir nicht vollständig beantworten, nur bewundern und sein unerschütterliches Vertrauen als Vorbild für unsere Wege nehmen. Die Bibel beschreibt, dass Abrahams Vertrauen in seiner gelebten Beziehung und seiner Erfahrung mit Gott wurzelte. Abraham ließ sich von Gott erwählen, einen besonderen Weg zu gehen und Glaubensvater für uns alle zu sein.

Vertrauen in schweren Zeiten

Ich bin Menschen in Entwicklungsländern begegnet, die glaubten und vertrauten wie Abraham, obwohl sie weder in materieller Sicherheit lebten noch gesund waren. In Brasilien lernte ich Menschen kennen, denen Lepra (auch Aussatz genannt) das Augenlicht raubte. Dennoch oder gerade deshalb blieben sie vertrauensvoll und in fester Zuversicht bei ihrem Glauben an Gott. Das beeindruckt mich sehr. Und diese Menschen können sich auch deshalb getragen fühlten, weil es in Deutschland Menschen gab, die mit ihnen teilen und für sie beten, so wie viele CBM-Spenderinnen und -Spender es für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern tun.

Nicht sehen und doch glauben

Lassen Sie uns dafür danken, wenn es uns gut geht, und in schweren Zeiten mit fester Zuversicht auf Gottes gnädige Führung vertrauen – wie Abraham und die blinden Menschen in Brasilien, die ich kennenlernte. Sie alle haben nicht gezweifelt an dem, was sie noch nicht sehen konnten und wurden gesegnet. Ich habe das selbst auch erlebt: Mein Vertrauen festigt sich, wenn ich wie Abraham und Menschen, die nicht mehr viel zu verlieren haben, loslasse und Gott die Zügel in die Hand gebe. Dann kann ich mit Zuversicht leben in der Hoffnung auf das Gute, das ich noch nicht sehe.

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