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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Gedanken zum Monatsspruch Juli 2018

Was hält Jesus für gerecht? – von Dr. Peter Schießl

Porträt eines Mannes
Dr. Peter Schießl

Dr. Peter Schießl ist Geschäftsführer der Christoffel-Blindenmission (CBM) und für den Bereich Verwaltung & Finanzen zuständig. Seine Andacht zum Monatsspruch beschäftigt sich mit der Frage, was für den Propheten Hosea und Jesus Gerechtigkeit bedeutet.

Monatsspruch Juli 2018

Sät Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!

Hosea 10,12 (Die Bibel, Altes Testament, Der Prophet Hosea, Kapitel 10, Vers 12)

"In dieser Welt geht es nicht gerecht zu!" Diese Klage und Anklage ist konsensfähig. Soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Generationengerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Schöpfungsgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, Steuergerechtigkeit – die Liste der Bereiche, für die Gerechtigkeit gefordert wird, ist lang und ließe sich fortsetzen. Ihre Vielfalt zeigt: Die Vorstellungen darüber, was Gerechtigkeit konkret heißt, gehen weit auseinander. Was bedeuten gleiche Würde und Rechte in einer Welt begrenzter Ressourcen? Ist gleiche Armut für alle gerechter als ungleicher Wohlstand für alle? Gerechtigkeit ist Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzungen und ein politischer Kampfbegriff.

Gerechtigkeit in der Bibel

"Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit" (Matthäus 5,6), sagt uns Jesus. An welche Gerechtigkeit hat er wohl gedacht? Einen Fingerzeig gibt uns sein "Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg" in Matthäus 20. Am Morgen wirbt der Gutsbesitzer des Weinbergs Arbeiter an und vereinbart mit ihnen einen Denar als Tageslohn. Später am Tag trifft er auf Menschen, die immer noch auf der Suche nach Arbeit sind. Er engagiert auch sie. Obwohl die Arbeiter unterschiedlich lange arbeiten, werden sie vom Gutsbesitzer am Abend alle gleich mit einem Denar entlohnt. Dem verletzten Gerechtigkeitssinn eines Arbeiters hält der Gutsherr entgegen: "Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? ... Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin?" Der Gutsbesitzer beruft sich auf Vertragstreue und Eigentumsrechte und auf sein "Gut-Sein". Er belohnt nicht nach menschlichen Maßstäben, sondern nach dem Maß der Liebe: Der eine Denar deckt das Lebensnotwendige und das soll jeder haben. Wie kann man das jemandem neiden? Der Gutsbesitzer ist ein Unternehmer, der mit dem Herzen gut sieht.

Umkehr hat Gerechtigkeit zur Folge

"Pflügt ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen": Wie der Prophet Hosea ruft uns Jesus immer wieder zur Umkehr auf, auch mit seinem Gleichnis der Arbeiter im Weinberg. Damit wir nach dem Maß der Liebe die Ernte unseres Lebens einfahren. Auf Gottes Gerechtigkeit und seine Liebe zu uns, die Hosea 11 eindringlich beschreibt, dürfen wir zählen.

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