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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Gedanken zum Monatsspruch April 2018

Mehr als ein Hallo: "Friede mit Euch!" – von Daniel Magirius

Porträt eines Mannes
Daniel Magirius

"Am besten gefällt mir die Vielfältigkeit der Menschen, mit denen ich bei der CBM zusammenarbeite", sagt Daniel Magirius, wenn es um seine Arbeit geht. Er arbeitet bei der Christoffel-Blindenmission (CBM) als Netzwerkadministrator.

Monatsspruch April 2018

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Johannes 20,21 (Die Bibel, Neues Testament, Das Evangelium nach Johannes, Kapitel 20, Vers 21)

Am Ende der Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu steht dieser Vers. Die Jünger haben sich wieder versammelt – sie sind verstört von dem, was geschehen ist. Und sie befürchten, dass die Inhaftierung und der gewaltsame Tod von Jesus nur der Anfang einer Verfolgungswelle ist, die sie als seine Anhänger auch treffen könnte.

Friedensgruß als Identitätsbeweis

In diese Runde tritt Jesus. Zweimal grüßt er seine Jünger mit den Worten "Friede sei mit euch". Wie mögen die Jünger das aufgenommen haben? Derjenige, der wenige Tage zuvor nach einem langen Todeskampf am Kreuz starb, tritt in ihre Runde und sagt, als sei es das Normalste: Friede sei mit euch! Mit Sicherheit fühlten sich die Jünger unsicher. Ist es wirklich der Lehrer, mit dem sie oft und lange zusammengesessen haben? Und – gewissermaßen als Beweis seiner Identität – zeigt Jesus sein Hände und seine Seite, die die eindeutigen Spuren der Hinrichtung tragen.

Friedensgruß als Trost

In so einer Situation mögen die Worte "Friede sei mit euch" tröstend gewirkt haben. Der Lehrer spricht mit vertrauter Stimme einen Gruß. Es ist ein Gruß, der in dieser Zeit sehr üblich ist. Sowohl die arabische als auch die hebräische Sprache, die im Umfeld von Jesus üblich waren, kennen ihn: salām und schalom. Friede. Es geht dabei nicht nur um die Abwesenheit von Unheil oder Unglück. Friede steht für Unversehrtheit, Gesundheit, Sicherheit und Ruhe. Und schon früh wird dieser Begriff auch in einem Zusammenhang mit Gott gesehen – im Sinne von Frieden mit Gott. Es ist ein Gruß, der nicht den Grüßenden oder denjenigen, der den Gruß empfängt, in den Mittelpunkt stellt. Etwa so wie wir es heute tun, wenn wir ein lautes "Hallo" in die Runde rufen. Sondern der Gruß verweist auf einen dritten – der Frieden Gottes sei mit euch. Der Grüßende tritt in den Hintergrund und wird quasi der Vermittler.

Auf den Friedensgruß folgt ein Auftrag

Doch es bleibt nicht bei dem Gruß. Es folgt eine Art Vergleich: Wie mich mein Vater gesendet hat, so sende ich euch. Dieses Motiv des Gesandten, der wiederum aussendet, durchzieht das Johannesevangelium wie ein roter Faden. Und auch hier tritt Jesus zunächst einmal in den Hintergrund, wenn er sagt "Wie mich mein Vater gesendet hat". Er begründet seine Autorität nicht mit eigenem Handeln, seiner Herkunft oder seinem Status. Sondern mit einem Auftrag, den er erhalten hat. Er ist, so könnte man es sagen, unterwegs im Auftrag des Herrn. Und diesen Auftrag gibt er weiter an seine Jünger. Er, der Wiederauferstandene, gibt letzte Anweisungen an seine Nachfolger. Er erteilt seinen Jüngern den Auftrag sich aufzumachen. In dem weiteren Verlauf lesen wir davon, dass Jesus seinen Jüngern den Heiligen Geist und die Macht, Sünden zu vergeben, verleiht.

Friedensgruß für verantwortungsvolles Handeln

Aussendung, Verleihung des Heiligen Geistes und die Macht Sünden zu vergeben, das sind bis heute zentrale Themen des christlichen Glaubens. Wir sind aufgefordert, verantwortungsvoll danach zu leben und unser Handeln auszurichten: In diesem Sinne "Friede sei mit euch".

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