Eine Frau mit buntem Koptuch und geröteten Augen hält eine Pinzette an ihre Wimpern.

Wir eliminieren Trachom weltweit bis 2030

Momina leidet unter furchtbaren Schmerzen: Ihre nach innen gebogenen Wimpern kratzen bei jedem Blinzeln übers Auge. Die junge Frau hat die Augenkrankheit Trachom – wie so viele Menschen in armen Ländern! Jahrelang leben sie unter grausamen Schmerzensqualen, bis sie erblinden. Wir müssen das stoppen. Zusammen mit der WHO. Bis 2030. Helfen Sie jetzt mit!

Das große Ziel: alle Länder sind TRACHOMFREI

Eine Frau mit buntem Koptuch und geröteten Augen und vier Kinder sitzen vor einer Hütte.
Ganze Familien drohen an Trachom zu erblinden, wie die von Momina (Mitte und ganz oben) in Äthiopien. Denn die Augenkrankheit ist hochansteckend.

Seit rund 60 Jahren bekämpfen wir die schreckliche Augenkrankheit Trachom. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), mit der wir Hand in Hand arbeiten, konnte inzwischen viele Staaten für TRACHOMFREI erklären, z.B. Ghana, Myanmar, Malawi, Burundi und Pakistan – Länder, in denen wir zusammen mit unseren Partnern hart für dieses großartige Ergebnis gekämpft haben.

Immer noch gibt es Regionen, in denen Trachom die Menschen blind macht. Doch wir setzen uns mit aller Kraft – und mit Ihrer Hilfe – dafür ein, dass auch dort die Menschen bald TRACHOMFREI leben können. Bis 2030! 

Jeder Betrag hilft, mit Medikamenten, Operationen und Brunnenbau gefährdete Menschen vor Blindheit zu retten.

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Wann hört der Schmerz auf?

Eine der vielen Betroffenen ist Momina! Hörbar angestrengt atmet Momina ein und aus. Die Schmerzen in den Augen quälen sie. Aber noch schlimmer ist ihre Angst: Wird sie bald blind? – "Was wird dann aus meinen Kindern?", fragt sie sich verzweifelt. Gerade hat die 35-Jährige erfahren, dass sie an dieser tückischen Augenentzündung und ihren Folgen leidet: Trachom.

Videobutton: Was macht Trachom mit den Augen?

In ihrer Heimat Äthiopien wütet die Krankheit und bedroht die Zukunft vieler Menschen. Während sie in anderen Ländern bereits ausgerottet ist, gibt es dort 64 Prozent der weltweiten Trachom-Fälle. 66 Millionen Menschen leben in Äthiopien mit dem Risiko, an Trachom zu erkranken. 

Und Momina? Schon neun Jahre lang hat sie Tag für Tag diese unerträglichen Schmerzen bei jedem Blinzeln. Seit der Untersuchung bei einem CBM-geförderten Außeneinsatz weiß sie: Trachom macht blind – im schlimmsten Fall nicht nur sie, sondern auch ihre Kinder. Denn die bakterielle Infektion ist hochansteckend und greift schnell um sich.

"Habe ich meine Kinder vielleicht längst angesteckt?" Dieser Gedanke rast Momina wieder und wieder durch den Kopf. 

So können Sie helfen!

Mit 141 Euro retten Sie drei akut erkrankte Menschen wie Momina mit einer Lid-Operation vor Blindheit und unerträglichen Schmerzen.

Mit 80 Euro können wir bei einem Außeneinsatz Familien mit Trachom wie die von Momina finden und ihnen helfen.

Schon mit 30 Euro für Antibiotika schützen wir fünf Familien vor der Ansteckung mit Trachom.

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So bekämpfen wir Trachom

Die SAFE-Stragie (Surgery, Antibiotics, Facial Cleanliness, Environmental Improvement) der WHO hat sich seit rund 30 Jahren bewährt. Die CBM kümmert sich schon seit den 60er Jahren um trachomkranke Menschen. 2002 waren laut WHO noch 1,5 Milliarden Menschen weltweit der Gefahr von Trachom ausgesetzt. Heute sind es 94 Prozent weniger als zu Beginn des Jahrtausends, ein immenser Fortschritt. Aber 97,1 Millionen leben noch in Risikogebieten: Bis 2030 stoppen wir die Gefahr auch für sie!

Bei Außeneinsätzen finden wir betroffene Menschen und sorgen dafür, dass sie Medikamente bekommen und an den Augenlidern operiert werden. Und wir informieren, wie sie sich vor der Krankheit schützen können.

  • Auge

    Surgery (Operation): Wir operieren die vernarbten Augenlider trachomkranker Menschen und stoppen so die Schmerzen und die Blindheit.

  • Arztkoffer

    Antibiotika: Wir verteilen antibiotische Augensalbe und Tabletten, damit die Augentzündung abheilt und keine Neuansteckung erfolgt.

  • Megaphon

    Facial Cleanliness (Gesichtwaschen): Bei Kampagnen informieren wir die Menschen, wie regelmäßiges Gesichtwaschen Ansteckungen verhindert.

  • Wasserhahn

    Environmental Improvement (verbesserte Lebensumstände): Durch Versorgung mit sauberem Wasser (neue Brunnen u.a.) stoppen wir die Trachom-Ausbreitung.

CBM-Hilfe für trachomkranke Menschen – von den Anfängen bis heute

1960er

Die gezielte Trachomarbeit der CBM beginnt

"Mit dem Unterhalt einer Armenapotheke unweit von Isfahan fällt der Startschuss im Kampf gegen blindmachende Krankheiten", schreibt die CBM in den 1960er Jahren. Bald darauf beginnt auch die Trachomarbeit in Afghanistan, wo ab 1966 in der NOOR-Augenklinik in Kabul routinemäßig Trachomoperationen durchgeführt wurden, dann auch in Pakistan, Indien und in Äthiopien.

Eine Frau im weißen Kittel untersucht das Auge einer anderen Frau.
1970er

Augensalbe für die Menschen in Afrika

Anfang der 1970er wird Trachom als großes Problem der Augengesundheit auch in CBM-geförderten Projekten in Ägypten und weiterhin in Äthiopien behandelt. 1973 wird die antibiotische Tetracyclin-Augensalbe eingeführt. Mitarbeiter in CBM-geförderten Projekten verteilen sie – mit Erfolg! Die Salbe bewirkt, dass die akute Augenentzündung abheilt.

Ein Mann behandelt das Auge eines Kindes mit Salbe.
1980er

Besonders stark betroffen: Äthiopien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 500 Millionen Menschen in armen Regionen an Trachom leiden. Äthiopien ist besonders stark betroffen, schon die Kinder. Ein CBM-Augenarzt und sein Team behandeln und operieren bis zu 140 trachomkranke Menschen pro Tag.

Frau mit geschwollenen Augenlidern
1990er

Erstmals spezielle Trachomprogramme

1999 zählen spezielle Trachom-Bekämpfungsprogramme ("Trachoma Control Programmes") zum CBM-Portfolio: 14 in Äthiopien, Ghana und Tansania, eines in Myanmar. Dazu kommen viele Augenkliniken, die trachomkranke Menschen bei Außeneinsätzen untersuchen, Medikamente an sie verteilen und sie operieren.

Ein Mann mit Stirnlampe untersucht die Augen eines Kindes, weiter Personen sitzen dabei.
2000er

Eine Tablette für ein ganzes Jahr

Neben Tetracyclin-Salbe werden jetzt auch in großem Stil die vom Pharmekonzern Pfizer zur Verfügung gestellten Azithromycin-Tabletten in CBM-geförderten Trachomprogrammen verteilt. Der außerordentliche Vorteil: Eine Tablette muss einmal eingenommen werden und bietet Schutz für ein ganzes Jahr.

Ein Kind mit Kopftuch streckt die Hände hoch, in denen es einen Becher und zwei Tabletten hält.
2007

Kenia – auf dem Weg, TRACHOMFREI zu werden!

In Kenia fördert die CBM ab 1971 augenmedizinische Arbeit. Schwester Gloria Sauck (l.) zeigt Schulkindern in Samburu, wie sie sich am besten das Gesicht waschen, damit Trachom sich nicht mehr so schnell verbreiten kann. Gloria zieht ihre Wimpern nach oben. Hellrosa Haut wird sichtbar: "Hier versteckt sich die Krankheit am liebsten", erklärt sie den Kindern.

Schulkinder stehen in einer Schlange vor einem Eimerchen, das an einem Baum hängt und aus dessen Boden ein dünner Wasserstrahl läuft.
2016

Trachom-Aktion: Welttag des Sehens in Uganda

Eine CBM-Aktion sensibilisiert die Menschen am Welttag des Sehens in Uganda für die Augenkrankheit Trachom, sogar der Minister für Karamoja kommt. Noch gibt es Trachom in Uganda, doch vor 2030 soll das Land TRACHOMFREI werden. Seit 1971 fördert die CBM Partnerprojekte im Land, die Augenpatienten versorgen.

Drei Menschen stehen neben einem Plakat, auf dem über einen medizinischen Außeneinsatz für Augenpatienten in Karamoja/Uganda am Weltsehtag 2016 informiert wird.
2016

CBM-Trachomarbeit ausgezeichnet: Water-Award

2016 erhält die CBM den "Water Award" der "International Society for Neglected Tropical Diseases" (Internationale Gesellschaft für vernachlässigte Tropenkrankheiten) für ihren innovativen Ansatz im Kampf gegen Trachom in Äthiopien.

Ein Junge wäscht sich die Augen mit Wasser. Es fliept aus einem Wasserhahn, der an einer Kunststofftonne angebracht ist.
2018

Ghana ist trachomfrei!

2018 bestätigt die WHO die Ausrottung von Trachom in Ghana! Die CBM war dort mit ihrem lokalen Partner seit 1995 an der Trachom-Bekämpfung beteiligt. Sie ermöglichte dutzende Außeneinsätze, schulte Fachkräfte und beteiligte sich an einer Studie zur Massenverteilung von Antibiotika. CBM-Arzt Dr. Barar Qureshi: "Dass Ghana als erstes afrikanisches Land Trachom besiegt hat, ist ein Meilenstein und ein Grund zu feiern – nicht nur für Ghana, sondern für den gesamten Kontinent."

Eine junge, lachende Frau hält beide Hände hoch. Sie steht im Freien vor einer Hütte.
2018

Hilfe für den Jemen

Die erste groß angelegte Behandlungskampagne gegen Trachom im Jemen unterstützt die CBM 2018 mit ihren Partnern: Etwa 450.000 Menschen in Hochrisikogebieten erhalten Antibiotika – und die Hygienebedingungen werden verbessert.

Eine Frau im weißen Kittel untersucht das Auge einer anderen Frau.
2020

Myanmar ist trachomfrei!

In Myanmar gelingt die Eliminierung von Trachom! Seit den achtziger Jahren hatte die CBM an der Seite der Regierung des südostasiatischen Landes und der WHO gekämpft, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Sie stellte Antibiotika zur Verfügung, schulte einheimische Fachkräfte und half mit medizinischer Ausrüstung und Fahrzeugen, die augenmedizinische Hilfe in die abgeschiedensten Regionen des Landes zu bringen.

Ein Mädchen wäscht sich die Hände an einem Wasserhahn.
2021

Erste Trachomhilfe für den Südsudan

Die CBM ist die erste Organisation, die umfassende Hilfe zu den von Trachom bedrohten Menschen im Bundesstaat Unity bringt. 2021 ging es los mit der Verteilung von Antibiotika sowie Hygieneschulungen. Augenlid-Operationen retten die schwer Erkrankten vor dem Erblinden. Auch die Ausbildung von Trachom-Chirurgen gehört zum Hilfsprogramm.

Afrikanisches Kleinkind auf dem Arm einer Frau
2022

Malawi ist trachomfrei!

In Malawi haben wir mit dem Gesundheitsministerium und Partnerorganisationen die vier wichtigen SAFE-Maßnahmen über Jahre konsequent umgesetzt: Operationen (Surgery), Antibiotika-Verteilung, Hygieneschulungen (Face washing), Wasserversorgung (Environment). Es hat sich gelohnt! Das Land ist frei von Trachom.

Ein Chirurg beugt sich über den Patienten auf dem OP-Tisch.
2024

Pakistan ist trachomfrei!

Mehr als drei Millionen Menschen haben durch die CBM-Hilfe der vergangenen Jahre profitiert: Zahlreiche neue Waschstationen, Handpumpen und Toiletten ermöglichen eine bessere Hygiene, die wichtig ist zur Vorbeugung der Augenkrankheit. In sogenannten WASH-Clubs lernten Schülerinnen und Schüler, sich regelmäßig das Gesicht und die Hände zu waschen. Außerdem verteilten CBM-Partnerprojekte Medikamente und führten mehr als 20.000 Augen-Operationen durch.

Plakat mit der Aufschrift "Free Medical and Eye Camp", daneben steht eine Frau im Sari und ein Mann in Hemd und Pluderhose
2025

Burundi ist trachomfrei!

Die gefährliche Augenkrankheit Trachom ist in Burundi gestoppt! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Land offiziell für trachomfrei erklärt. Seit 2007 engagiert sich die CBM dort bei der Trachombekämpfung: Über eine Million Menschen haben CBM-geförderte Hilfe erhalten – durch die Verteilung von Antibiotika und Augen-Operationen.

Eine Frau im weißen Kittel untersucht die Augen eines jungen Mannes im gelben T-Shirt.

Trachom ist eine hochansteckende Augenerkrankung

Eine Frau mit buntem Koptuch und geröteten Augen reißt mit einer Pinzette eine ihrer Augenwimpern aus.
Im fortgeschrittenen Trachom-Stadium kratzen die Wimpern über die Augen. Momina hält die Schmerzen kaum aus. Deshalb reißt sie sich mit einer Pinzette die Wimpern aus.

Trachom ist eine schmerzhafte, hochansteckende Augenerkrankung. Sie beginnt mit bakteriellen Entzündungen, die unbehandelt zu Blindheit führen. Die Krankheit breitet sich vor allem unter schlechten hygienischen Bedingungen aus, z.B. wenn es kein sauberes Wasser gibt.

Dann stecken sich die Menschen immer wieder gegenseitig an. Mit der Zeit bilden sich Narben am Augenlid, es dreht sich nach innen und in der Folge kratzen die Wimpern über die Hornhaut. Diese vernarbt – und die Menschen erblinden unwiderruflich! Meist trifft es die Ärmsten der Armen: Trachom gehört zu den sogenannten vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases/NTDs), von denen vor allem Menschen in Armut betroffen sind.

So können Sie helfen!

Mit 141 Euro retten Sie drei akut erkrankte Menschen mit einer Lid-Operation vor Blindheit und unerträglichen Schmerzen.

Mit 80 Euro können wir bei einem Außeneinsatz Menschen mit Trachom finden und ihnen helfen.

Schon mit 30 Euro für Antibiotika schützen wir fünf Familien vor der Ansteckung mit Trachom.

Jetzt spenden

Hier hat die CBM geholfen!

In Äthiopien, im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Repbulik und in der Demokratischen Republik Kongo sind CBM-Partnerprojekte im Einsatz gegen Trachom. In Burundi, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Tansania, Uganda und weiteren Ländern haben CBM-Partnerprojekte Menschen über die Krankheit informiert, sie mit Medikamenten versorgt und wenn nötig an den Augenlidern operiert.

Spenden und Länder TRACHOMFREI machen!

27 Länder sind inzwischen TRACHOMFREI. Jetzt gilt es, dranzubleiben und mitzuhelfen, dass weitere Länder frei von der Krankheit werden. Das ist nur gemeinsam mit Ihnen zu schaffen. Machen Sie mit!

Wir laden Sie ein zum Webinar!

Sie wollen mehr wissen über Blindheit durch Trachom in armen Ländern – und wie Sie den Menschen dort helfen können? Dann sind Sie herzlich eingeladen, an unserem Webinar teilzunehmen, einer Internet-Veranstaltung mit Infos rund um das Thema Trachom.

Zwischen zwei Hütten stehen Erwachsene und Kinder um ein etwa dreijähriges Kind. Ein Mann hält eine buntbemalte Messlatte hinter das Kind, ein anderer beugt sich zum Kind hinunter und gibt ihm etwas zu trinken.
Trachomexperte Johan Willems (r.) berichtet im Webinar am (Termin) von den Herausforderungen der Trachombekämpfung.

Webinar "CBM-Initiative TRACHOMFREI 2030"

Im Gespräch mit dem CBM-Trachomexperten Johan Willems erfahren Sie mehr über die Trachom-Augenarbeit der Christoffel-Blindenmission – und was mit Ihrer Spende erreicht wird!

Termin: in Kürze hier
Uhrzeit: in Kürze hier
Dauer: ca. eine Stunde
Anmeldelink: in Kürze hier

Nach der Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link eine Video-Aufzeichnung zum Anschauen: www.cbm.de/mediathek

 

Die CBM – als seriöse Spendenorganisation ausgezeichnet

Wir wollen die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern verbessern. Deshalb arbeiten wir auch mit anderen Organisationen zusammen – weltweit. Denn im Netzwerk erreichen wir als internationale Hilfsorganisation umso mehr für Menschen mit Behinderungen.

  • Seit dem Jahr 1993 erhalten wir das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

  • Wir erfüllen die Pflichten transparenter Kommunikation für gemeinnützige Spendenorganisationen.

  • Erfahrene Fachorganisationen: Gemeinsam mit zehn großen NGOs ist die CBM Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft.

  • Seit 1989 arbeiten wir mit der WHO zusammen und haben seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.