Interview mit Augenärztin Dr. Iris Winter
Zwischen Reisfeldern - die zweitgrößte Augenklinik der Welt!
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Nepal: Dr. Iris Winter (l.) untersucht einen Augenpatienten.© CBM / Grossmann
Die Christoffel-Blindenmission unterstützt in fast 90 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika über 800 Projekte, die augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen zugutekommen. Kliniken, mobile Dienste und Rehabilitationseinrichtungen werden durch das weltweite Netzwerk von Mitarbeitern, Helfern und Partnern getragen.
Von ihrer Arbeit in Afrika berichtet die Augenärztin Dr. Iris Winter, die von 1999 bis 2005 für die CBM in Kamerun und Kenia war.
Dr. Iris Winter: "Die Zeit dort war sehr, sehr hart, vor allem am Anfang, aber auch sehr lehrreich mit vielen unvergesslichen Momenten. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, ein erhebender Moment, wenn Menschen nach einer Operation, die gelungen ist, wieder sehen können und zu tanzen beginnen. Ich habe mich in Afrika sehr wohl gefühlt, und war dort auch zuhause."
Dr. Iris Winter: "Die Zeit dort war sehr, sehr hart, vor allem am Anfang, aber auch sehr lehrreich mit vielen unvergesslichen Momenten. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, ein erhebender Moment, wenn Menschen nach einer Operation, die gelungen ist, wieder sehen können und zu tanzen beginnen. Ich habe mich in Afrika sehr wohl gefühlt, und war dort auch zuhause."
Nach einem Zwischenaufenthalt in Großbritannien zur Weiterbildung in Netzhaut- und Glaskörper-Chirurgie ging Dr. Winter 2006 nach Asien – und begann in Nepal zu arbeiten. Dort war sie zunächst in Lahan, später - bis Ende 2010 - in Biratnagar tätig.
Dr. Iris Winter: "Nepalesen sind emotional deutlich zurückhaltender als die Afrikaner, aber dennoch sehr, sehr dankbar für eine gelungene Operation. Es kommen sehr viele Patienten, die am Grauen Star erkrankt und erblindet sind. Und schon ein einfacher Eingriff kann ihnen also helfen und das Augenlicht zurückgeben. Trotzdem wir in Nepal nur sehr begrenzt Hightechverfahren operativ zur Verfügung hatten, wurde auch dort mit einem sehr hohen Qualitätsstandard gearbeitet und es wurden moderne Operationsverfahren und regional spezifische Operationsverfahren eingesetzt.
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Die Augenklinik in Lahan (Nepal) im Jahr 1988 - mitten auf dem Land.© CBM
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Am Morgen vor dem Kliniktor wartende Patienten. An manchen Tagen werden hunderte Menschen an den Augen operiert.© CBM / Grossmann
Man muss sich nur einmal vor Augen halten: Mitten zwischen den Reisfeldern entstand dort die zweitgrößte Augenklinik der Welt vor über 20 Jahren. Das Einzugsgebiet reicht heute bis in den Norden Indiens."
An manchen Tagen werden über 200 Operationen in der Klinik durchgeführt und viele Menschen von ihrer Blindheit geheilt. Gute Entwicklungs- zusammenarbeit ist aber immer auf die Zukunft ausgerichtet.
An manchen Tagen werden über 200 Operationen in der Klinik durchgeführt und viele Menschen von ihrer Blindheit geheilt. Gute Entwicklungs- zusammenarbeit ist aber immer auf die Zukunft ausgerichtet.
Dr. Iris Winter: "Meiner Meinung nach sollte die Entwicklungszusammenarbeit sich vor allen Dingen auf die Ausbildung von einheimischen Personal verstärkt konzentrieren. Es ist ganz wichtig, dass sie dort vor Ort Personal – Ärzte und Schwestern – ausbilden, die dann den Job selbstständig übernehmen können. Denn so wichtig die Arbeit von Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel der Christoffel-Blindenmission, auch ist, die medizinische Versorgung muss ab einem bestimmten Zeitpunkt unabhängig von ihnen funktionieren."




