Indien

Werden Ramas Augen wieder strahlen?

Traurig blickendes Mädchen in einem Klassenzimmer
© CBM

Ramas Blick scheint ins Leere zu gehen. Die Achtjährige blickt trüb vor sich hin – sie fühlt sich ausgeschlossen. Andere Kinder spielen nicht gerne mit ihr. In der Schule steht sie oft abseits. Die Verwandten vermuten, Rama sei geistig zurückgeblieben. Mutter Dhanalacmi ist unglücklich. Wie soll Rama jemals die Schule abschließen oder später einen Mann kennenlernen? Die Heirat ist in Indien sehr wichtig für junge Mädchen. Unverheiratete Frauen fallen den Eltern zur Last – und Ramas Eltern haben ohnehin kaum genug Geld, um die Familie zu ernähren.
 
Ramas Lehrerin Geeta Kumari sorgt allerdings für eine Überraschung: Sie erzählt den Eltern, dass das Mädchen sehr wissbegierig ist und genauso intelligent wie die anderen Kinder. Dass Rama im Unterricht so schlecht mitkommt, hat für sie einen anderen Grund: Vermutlich hat das Kind ein Problem mit den Augen und kann deshalb kaum etwas sehen …
Eine Frau untersucht die Augen eines kleinen Mädchens
Die Augenuntersuchung ergibt: Eine Operation kann Rama helfen.
© CBM
Ein Fünkchen Hoffnung
Geeta rät Ramas Mutter, mit ihrer Tochter zu den Augenuntersuchungen zu gehen, die die CBM-geförderte Sankar-Klinik in der Region durchführt. Und tatsächlich: Die Untersuchung ergibt, dass Rama an einer seltenen Form des Grauen Stars leidet, die man mit bloßem Auge nicht erkennt. Die Ärzte erklären Ramas Eltern, dass diese Augenerkrankung operiert werden kann.

Scheitert die Heilung am Geld?
Doch zu dieser frohen Botschaft gesellt sich die bange Frage: Wovon sollen die Eltern Ramas Augenoperation bezahlen? Die CBM-Partnerklinik beruhigt sie: In dem Augenkrankenhaus in Vishakhapatnam gibt es zwei Abteilungen. Eine für zahlende Patienten und eine für die Ärmsten, die nichts bezahlen können – und alle werden gleich gut behandelt! Rama soll erst an einem Auge, ein paar Wochen später am anderen Auge operiert werden. 
Eine Frau und ein Kind mit OP-Kleidung
Kurz vor dem Eingriff: Rama wird von ihrer Mutter in den OP-Saal getragen.
© CBM
Ein Mächen, im Vordergrund eine Hand mit Taschenlampe
Die Kontrolluntersuchung zeigt: Rama sieht wieder!
© CBM
Porträt eines lachenden Mädchens
Nach erfolgreicher OP: Rama strahlt!
© CBM
Nicht mehr ausgegrenzt
Vor der Narkose ist Rama etwas nervös, doch die Eltern sind mit im Krankenhaus und Rama erträgt alles sehr tapfer. Die Operation, bei der die eingetrübte Linse entfernt und eine Kunstlinse eingesetzt wird, dauert nur eine halbe Stunde. Schon am nächsten Tag wird der Verband abgenommen. Die Augenärztin leuchtet mit der Taschenlampe in Ramas Auge – alles ist gut gelaufen!
Endlich lesen!
Rama kann tatsächlich wieder sehen! Sie ist begeistert von ihrer neuen Sehkraft – endlich kann sie mit den anderen Kindern seilhüpfen und lesen, was die Lehrerin an die Tafel schreibt. Ein ganz neues Leben beginnt! Sie ist nun mittendrin und nicht mehr ausgegrenzt.

Noch so viele Blinde warten!
Rama ist eine von 20.000 blinden Patientinnen und Patienten jährlich, die am CBM-geförderten Augenhospital in Vishakhapatnam am Grauen Star operiert werden.
Allein im Bundesstaat Andhra Pradesh sind fast eine Million Menschen unnötig blind. Mithilfe mobiler Augencamps soll sich dies ändern: Niemand soll blind sein, nur weil er kein Geld hat, die Behandlung zu bezahlen.
 
Helfen auch Sie mit - und machen Sie blinde Menschen sehend!

Die Operation am Grauen Star unter Vollnarkose bei Kindern kostet 125 Euro,
die ambulante OP bei Erwachsenen 30 Euro -
jeder Euro zählt!

Kennwort: Grauer Star
Link: Grauer Star Simulator der CBM
Link: Brailleübersetzer der CBM
Link: Fingeralphabet
Link: Wissenstest zum Thema Katarakt
Link: Auslegung der Monatsandacht durch Mitarbeiter der CBM
Link: Bereich für Schulen, Kirchen und Gemeinden
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