Micaela Moll
Weltwärts mit der CBM – 22 Monate in Kenia
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Großstadt Nairobi© CBM
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Micaela Moll an ihrem Arbeitsplatz.© CBM
Im Rahmen des Weltwärts-Freiwilligendienstes habe ich 22 Monate in Kenia gelebt und im CBM-Regionalbüro für Zentralafrika in Nairobi gearbeitet. In dieser Zeit konnte ich meine Kompetenzen stärken, in die Arbeit der CBM vor Ort einbringen und wertvolle berufliche sowie persönliche Erfahrungen sammeln.
Im Regionalbüro habe ich Aufgaben im Bereich Projektmanagement und -planung übernommen. Ich stand in regelmäßigem Kontakt mit Projektpartnern, Landeskoordinatoren sowie mit anderen CBM-Mitarbeitern. Zusätzlich war ich in den jährlichen Budgetkreislauf eingebunden und konnte meine Kolleginnen und Kollegen wesentlich in ihrer Arbeit unterstützen.
Im Regionalbüro habe ich Aufgaben im Bereich Projektmanagement und -planung übernommen. Ich stand in regelmäßigem Kontakt mit Projektpartnern, Landeskoordinatoren sowie mit anderen CBM-Mitarbeitern. Zusätzlich war ich in den jährlichen Budgetkreislauf eingebunden und konnte meine Kolleginnen und Kollegen wesentlich in ihrer Arbeit unterstützen.
Lernen: voneinander und miteinander
Darüber hinaus war ich im Bereich Capacity Development tätig und habe bei Workshops, Trainings und Partner Assessments mitgeholfen. Die Zusammenarbeit mit den kenianischen Kollegen zeichnete sich vor allem durch gegenseitigen Respekt und Wissbegierde aus und wir haben viel voneinander und miteinander gelernt. Der Freiwilligendienst hat mir wertvolle Einblicke in die Entwicklungszusammenarbeit geboten und mir neue berufliche Perspektiven aufgezeigt.
Projektbesuch in Kamerun
Zu den Erfolgen zählt unter anderem ein Projektbesuch in Kamerun. Zusammen mit zwei Kollegen besuchte ich ein Cluster (mehrere Projekte zu einem großem Projekt zusammengefasst) im Nordwesten Kameruns. Wir besichtigten unter anderem ein Reha-Zentrum, ein Krankenhaus, ein Mikrokreditinstitut und eine DPO (Disabled People´s Organisation/Behindertenverband) und wurden von allen Projektpartnern sehr positiv aufgenommen. Es war sehr beeindruckend zu sehen, mit welch einfachen Mitteln die Menschen hier Hilfe leisten und sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen engagieren.
Inklusion voranbringen
Auch das Lächeln unseres Praktikanten Daniels werde ich nicht vergessen, als ihm eine Festanstellung angeboten wurde. Um unser Regionalbüro zu verstärken und gleichzeitig inklusiver zu machen, hatte ich Daniel, einen jungen Kenianer mit Albinismus engagiert und als Mentorin betreut. Als es darum ging, eine freie Stelle zu besetzen, hatte Daniel bereits mit seinem Arbeitseifer und seinen Leistungen überzeugt.
Herausfordernd andere Kultur
Die alltägliche Auseinandersetzung mit der kenianischen Kultur und den Gegebenheiten im Gastland war sehr prägend, manchmal allerdings auch eine Herausforderung. Das fing mit dem Arbeitsweg an, denn auf den Straßen Nairobis herrschen keine so geordneten Verhältnisse wie in Deutschland. An roten Ampeln hält man grundsätzlich nicht an und Matatus (das sind Kleinbusse und das öffentliche Verkehrsmittel Nr.1) haben immer Vorfahrt! Wie viele Stunden habe ich mich in Geduld geübt und zur Rush-hour im Stau gestanden!
Einen Gang ´runterschalten und mehr erleben
Auch das typisch deutsche Leistungsdenken war nicht immer ein Vorteil beim Arbeiten. Wer nur auf Effizienz und Resultate aus ist, verliert die einzelnen Arbeitsschritte und den gemeinsamen Weg zu einer Lösung aus den Augen. Zudem muss man einfach akzeptieren, dass noch nicht alle Behörden ihre Arbeitsprozesse auf Computer umgestellt haben und es auch mal länger dauern kann. Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, auch mal einen Gang runterzuschalten und dafür mehr zu erleben.
Tröstende Leberwurststulle
Natürlich gab es auch Momente, wo mich das Heimweh packte und ich mich nach Deutschland gesehnt habe. Ein kurzer Anruf zu Hause, die aktuellen Nachrichten und eine Leberwurststulle konnten dann für Abhilfe sorgen. Berufsalltag und Freunde geben in solchen Momenten Halt und auch das Land sorgt für ausreichend Ablenkung.
Respekt und Verständnis erfahren
Ich habe die kenianische Kultur in den letzten zwei Jahren auf sehr vielfältige Weise kennengelernt, ob beim Bummeln über die Massaimärkte, in meiner Stammkneipe während der Fußball-WM oder bei der Volksabstimmung über eine neue Verfassung. In vielen alltäglichen Situationen mit Kollegen und Nachbarn, Freunden und Fremden lernt man die Gastfreundlichkeit und den Familiensinn der Kenianer zu schätzen. Und wer sich auf eine fremde Kultur einlässt, wird meiner Erfahrung nach belohnt mit Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Darüber hinaus war ich im Bereich Capacity Development tätig und habe bei Workshops, Trainings und Partner Assessments mitgeholfen. Die Zusammenarbeit mit den kenianischen Kollegen zeichnete sich vor allem durch gegenseitigen Respekt und Wissbegierde aus und wir haben viel voneinander und miteinander gelernt. Der Freiwilligendienst hat mir wertvolle Einblicke in die Entwicklungszusammenarbeit geboten und mir neue berufliche Perspektiven aufgezeigt.
Projektbesuch in Kamerun
Zu den Erfolgen zählt unter anderem ein Projektbesuch in Kamerun. Zusammen mit zwei Kollegen besuchte ich ein Cluster (mehrere Projekte zu einem großem Projekt zusammengefasst) im Nordwesten Kameruns. Wir besichtigten unter anderem ein Reha-Zentrum, ein Krankenhaus, ein Mikrokreditinstitut und eine DPO (Disabled People´s Organisation/Behindertenverband) und wurden von allen Projektpartnern sehr positiv aufgenommen. Es war sehr beeindruckend zu sehen, mit welch einfachen Mitteln die Menschen hier Hilfe leisten und sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen engagieren.
Inklusion voranbringen
Auch das Lächeln unseres Praktikanten Daniels werde ich nicht vergessen, als ihm eine Festanstellung angeboten wurde. Um unser Regionalbüro zu verstärken und gleichzeitig inklusiver zu machen, hatte ich Daniel, einen jungen Kenianer mit Albinismus engagiert und als Mentorin betreut. Als es darum ging, eine freie Stelle zu besetzen, hatte Daniel bereits mit seinem Arbeitseifer und seinen Leistungen überzeugt.
Herausfordernd andere Kultur
Die alltägliche Auseinandersetzung mit der kenianischen Kultur und den Gegebenheiten im Gastland war sehr prägend, manchmal allerdings auch eine Herausforderung. Das fing mit dem Arbeitsweg an, denn auf den Straßen Nairobis herrschen keine so geordneten Verhältnisse wie in Deutschland. An roten Ampeln hält man grundsätzlich nicht an und Matatus (das sind Kleinbusse und das öffentliche Verkehrsmittel Nr.1) haben immer Vorfahrt! Wie viele Stunden habe ich mich in Geduld geübt und zur Rush-hour im Stau gestanden!
Einen Gang ´runterschalten und mehr erleben
Auch das typisch deutsche Leistungsdenken war nicht immer ein Vorteil beim Arbeiten. Wer nur auf Effizienz und Resultate aus ist, verliert die einzelnen Arbeitsschritte und den gemeinsamen Weg zu einer Lösung aus den Augen. Zudem muss man einfach akzeptieren, dass noch nicht alle Behörden ihre Arbeitsprozesse auf Computer umgestellt haben und es auch mal länger dauern kann. Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, auch mal einen Gang runterzuschalten und dafür mehr zu erleben.
Tröstende Leberwurststulle
Natürlich gab es auch Momente, wo mich das Heimweh packte und ich mich nach Deutschland gesehnt habe. Ein kurzer Anruf zu Hause, die aktuellen Nachrichten und eine Leberwurststulle konnten dann für Abhilfe sorgen. Berufsalltag und Freunde geben in solchen Momenten Halt und auch das Land sorgt für ausreichend Ablenkung.
Respekt und Verständnis erfahren
Ich habe die kenianische Kultur in den letzten zwei Jahren auf sehr vielfältige Weise kennengelernt, ob beim Bummeln über die Massaimärkte, in meiner Stammkneipe während der Fußball-WM oder bei der Volksabstimmung über eine neue Verfassung. In vielen alltäglichen Situationen mit Kollegen und Nachbarn, Freunden und Fremden lernt man die Gastfreundlichkeit und den Familiensinn der Kenianer zu schätzen. Und wer sich auf eine fremde Kultur einlässt, wird meiner Erfahrung nach belohnt mit Respekt und gegenseitigem Verständnis.
Micaela Moll




