Presseinformation der CBM vom 25. September 2010
Welttag der Gehörlosen
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BENSHEIM. Die CBM stellt zum Welttag der Gehörlosen, der am vierten Samstag im September begangen wird, die Kinder in den Mittelpunkt: Von den rund 70 Millionen gehörlosen Menschen weltweit sind fast 20 Millionen Kinder unter 14 Jahren. Dazu kommt noch eine weit höhere Zahl die mit einer deutlichen Hörschädigung leben. Zwei Drittel von ihnen leben in Entwicklungsländern. Dort sind rund 80 Prozent dieser Kinder von einem Schulbesuch ausgeschlossen: Sonderschulen für hörbehinderte Kinder sind selten und die Integration in Regelschulen scheitert oft an Vorurteilen (taub gleich dumm!) und fehlenden Lehrern mit Spezialkenntnissen zur Förderung dieser Kinder. Im Licht der gerade aktuellen Debatte um die Millenniumsziele wird hier besonders deutlich, wie sehr Kinder mit Behinderungen noch benachteiligt und von der allgemein leicht positiven Entwicklung ausgeschlossen sind.
CBM-Gründer Christoffel legte den Grundstein
Schon Ernst Jakob Christoffel nahm ab 1928 in seinem Heim in Isfahan im heutigen Iran auch gehörlose Kinder auf und unterrichtete sie selber. Die „moderne“ CBM begann 1974 mit der Förderung von Gehörlosenschulen in Nigeria und Indien. 2009 unterstützte die Organisation 73 Schulen für gehörlose, hörgeschädigte und taubblinde Kinder, sowie vier Projekte zur integrativen Erziehung. Insgesamt 20.632 Kinder mit Hörbehinderungen erhielten dadurch eine Schulausbildung. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken wurden 15 Ausbildungszentren für Sonderpädagogen im Bereich Gehörlosigkeit gefördert. Viele der CBM-geförderten Projekte betreiben außerdem eine aktive Lobbyarbeit unter Eltern, innerhalb von (Dorf)-Gemeinschaften und auf politischen Ebenen, um sich für das Recht auf Ausbildung von Kindern mit Behinderungen stark zu machen.
Mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Hilfe für Menschen mit Behinderungen
Die CBM unterstützt weltweit fast 900 Projekte in 99 Ländern mit dem Hauptziel, die Lebensqualität der ärmsten Menschen zu verbessern, die behindert sind oder Gefahr laufen, behindert zu werden. Die Unterstützung im medizinischen Bereich umfasst besonders Kliniken, Programme zur Vorsorge oder Behandlung von Blindheit und Gehörlosigkeit sowie orthopädische Spezialabteilungen. In der Rehabilitation fördert die CBM Schul- und Berufsausbildung sowie Programme zur gemeindenahen Rehabilitation behinderter Menschen.
Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt und hat seit 2002 Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (dzi) wird die CBM seit 1993 zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt.




