Weltgesundheitstag am 7. April 2009
Doppeltes Leid bei Erdbeben, Krieg oder Flut
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- © CBM / argum / Einberger
BENSHEIM. Katastrophen stehen in diesem Jahr im Fokus des Weltgesundheitstages, der am 7. April von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) begangen wird. Maßnahmen bei Notfällen sind das Thema.
Vor allem die Belange von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern werden nach den Erfahrungen der CBM bei Katastrophen oftmals vernachlässigt. Die CBM setzt sich dafür ein, dass bereits bei der Planung von Nothilfemaßnahmen die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden. Sie sind besonders betroffen, da sich behinderte Menschen in Notsituationen oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen können.
Folgende Probleme können bei Nothilfemaßnahmen konkret auftauchen: Blinde Menschen haben im Gerangel um Lebensmittel kaum eine Chance, etwas zu erhalten. Ein Gehörloser hört nicht, dass sein Name bei der Nothilfe-Ausgabe aufgerufen wird. Ein körperbehinderter Mensch hat neben seinem Hab und Gut möglicherweise sein Hilfsmittel verloren. CBM-Partner vor Ort bringen deshalb die Hilfe zu den Menschen und ihren Familien und betreuen sie in Flüchtlingslagern. Sie ersetzen unentbehrliche Hilfsmittel wie Taststöcke, Krücken, Hörgeräte oder Rollstühle. Zusätzlich ermöglichen sie anschließend Lebensgrundlagen wie Felder, kleine Läden und Werkstätten wieder aufzubauen.
Die CBM hat im zurückliegenden Jahr die Opfer der Erdbeben im Kongo und der Flut in Nepal und Indien sowie die Flüchtlinge bei den politischen Unruhen in Kenia und dem Kongo unterstützt. Zusätzlich betreut die CBM mehr als 1000 Projekte in 100 Ländern. Im vergangenen Jahr wurden durch die CBM 21 Millionen Menschen mit Behinderungen behandelt, gefördert oder betreut. Die Unterstützung der CBM im medizinischen Bereich umfasst besonders Kliniken, Programme zur Vorsorge oder Behandlung von Blindheit und Gehörlosigkeit sowie orthopädische Spezialabteilungen. In der Rehabilitation fördert die CBM Schul- und Berufsausbildung sowie Programme zur gemeindenahen Rehabilitation behinderter Menschen.





