- Aufklärung über Behinderungsursachen und deren Prävention
- medizinische Betreuung, Therapie und Rehabilitation vor Ort
- Dienste für Menschen jeden Alters mit sämtlichen Arten der Behinderung, einschließlich geistiger und psychischer Behinderung
- Förderung inklusiven Unterrichts behinderter Kinder
- Vermittlung lebenspraktischer Fertigkeiten und Entwicklung von Autonomie
- Eintreten für die Inklusion behinderter Menschen in die Gesellschaft
"Community based rehabilitation"
Was bedeutet eigentlich CBR?
-
-
CBR-Matrix der WHO: Zeigt die Arbeitsfelder der CBM und die Schwerpunkte der gemeindenahen Rehabilitation auf. Zum Vergrößern bitte hier anklicken!© CBM
Wenn man heutzutage von Entwicklungszusammenarbeit mit behinderten Menschen spricht, ist der Begriff CBR kaum mehr wegzudenken. "Community based rehabilitation" (CBR) oder auf Deutsch "gemeindenahe Rehabilitation" heißt die Strategie, die eine Entwicklung des Gemeinwesens verspricht, die alle einbezieht, auch Menschen mit Behinderungen. Dabei geht es um weit mehr als bloße medizinische und therapeutische Betreuung. Leitgedanke ist, dass in Projekten sowohl die Betroffenen selbst aktiv am Entscheidungsprozess und an der Ausführung beteiligt sind wie auch ihre Familien, Nachbarn, Gemeinden und Behörden. Die Geschichte von Fred zeigt, wie wichtig es ist, alle Beteiligten einzubeziehen.
-
-
Fred (Mitte) wurde von einem CBR-Mitarbeiter gefunden und kann nach einer Operation und mit kontinuierlicher therapeutischer Begleitung zur Schule gehen.© CBM
Typische CBR-Maßnahmen
Fred: Lebenswende durch CBR
In seinem Gesicht klaffte unterhalb der Nase ein Loch: Fred wurde mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Als Baby wäre er fast verhungert, weil er kaum Milch saugen konnte. Später wurde er oft ausgelacht. Also versteckte er sich lieber als rauszugehen. Sprechen konnte er fast gar nicht.
In seinem Gesicht klaffte unterhalb der Nase ein Loch: Fred wurde mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Als Baby wäre er fast verhungert, weil er kaum Milch saugen konnte. Später wurde er oft ausgelacht. Also versteckte er sich lieber als rauszugehen. Sprechen konnte er fast gar nicht.
Und dann kam Alex vorbei, ein Mitarbeiter der gemeindenahen Rehabilitation eines Programms, durch das Kinder mit Behinderungen in ihrem direkten und gewohnten Umfeld Hilfe bekommen. Alex ist einer von vielen Gemeindehelfern, die in entlegenen Dörfern nach Kindern mit Behinderungen suchen. Denn in Entwicklungsländern gibt es oft noch die Auffassung, dass eine Behinderung ein Fluch ist oder dass behinderte Kinder dumm seien. Deshalb werden sie häufig versteckt – man schämt sich ihretwegen – und sie gehen nicht zur Schule. Gemeindehelfer klären deshalb über Behinderungen und ihre Ursachen auf.
Alex vermittelte Fred eine Operation und anschließende Sprachtherapie im CBM-unterstützten CoRSU-Krankenhaus in Kampala/Uganda. Freds Familie hätte sich die Behandlung nie leisten können. Heute kann Fred fast genauso deutlich sprechen wie seine Klassenkameraden. Er wird nicht mehr ausgelacht und kann normal essen. Jetzt ist Fred ein strahlender Schuljunge und acht Jahre alt! Der Fokus bei der gemeindenahen Rehabilitation liegt nicht nur auf der sofortigen Hilfe, wie z.B. durch eine OP, sondern auf der gesamten Entwicklung eines Kindes.
Anpassung an individuelle Bedürfnisse
Wie das Beispiel zeigt, orientieren sich gemeindenahe Entwicklungsansätze stark an der Lebenssituation der Menschen und können dadurch besser individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Behinderte Menschen sollen dazu befähigt werden, ihr Potential zu nutzen und zu entfalten und selbst über ihre Zukunft zu entscheiden. Gleichzeitig lernen Gemeinden, Menschen mit Behinderungen als vollwertige Mitglieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. Das Thema Behinderung wird somit Teil der allgemeinen Arbeit eines Gemeinwesens.
Wie das Beispiel zeigt, orientieren sich gemeindenahe Entwicklungsansätze stark an der Lebenssituation der Menschen und können dadurch besser individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Behinderte Menschen sollen dazu befähigt werden, ihr Potential zu nutzen und zu entfalten und selbst über ihre Zukunft zu entscheiden. Gleichzeitig lernen Gemeinden, Menschen mit Behinderungen als vollwertige Mitglieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. Das Thema Behinderung wird somit Teil der allgemeinen Arbeit eines Gemeinwesens.
Förderung der Inklusion behinderter Menschen
Heute wird die CBR-Methode, die es schon seit Mitte der 80er Jahre gibt, in über 90 Ländern angewendet und zunehmend als erfolgreiche Strategie für inklusive Entwicklung genutzt. Auch die CBM fördert mit ihrer CBR-Strategie die Inklusion behinderter Menschen in die Gesellschaft, indem sie ihnen hilft, Wege zu finden, um vollständig am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Hier kommt es darauf an, nicht nur bauliche Barrieren zu überwinden, sondern auch allgemeine Einstellungen gegenüber behinderten Menschen zu beeinflussen und Vorurteile abzubauen. Allein im Jahr 2010 erreichte die CBM mit CBR-Projekten weltweit mehr als 464.000 Menschen.
CBM-Strategiepapier zu CBR (englisch, 790 KB)
Heute wird die CBR-Methode, die es schon seit Mitte der 80er Jahre gibt, in über 90 Ländern angewendet und zunehmend als erfolgreiche Strategie für inklusive Entwicklung genutzt. Auch die CBM fördert mit ihrer CBR-Strategie die Inklusion behinderter Menschen in die Gesellschaft, indem sie ihnen hilft, Wege zu finden, um vollständig am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Hier kommt es darauf an, nicht nur bauliche Barrieren zu überwinden, sondern auch allgemeine Einstellungen gegenüber behinderten Menschen zu beeinflussen und Vorurteile abzubauen. Allein im Jahr 2010 erreichte die CBM mit CBR-Projekten weltweit mehr als 464.000 Menschen.
CBM-Strategiepapier zu CBR (englisch, 790 KB)




