Uganda: Blindheit führt zu Armut
Ohne Augenlicht wird das Einkommen knapp
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Verarmt wegen Blindheit: Leo mit seiner Frau und seinen Enkelkindern.
Foto: CBM/argum/Einberger
Dabei war Leo einmal ein erfolgreicher Bananenbauer – damals, in besseren Zeiten, als er noch sehen konnte. Doch nun starrt Leo schon seit einem Jahr ins Nichts. Der Graue Star hat seine Augen erblinden lassen.
Die Blätter der Bananenstauden wuchern unkontrolliert, da er sie nicht mehr zurückschneiden kann, die Erträge schrumpfen. Weggefallen ist sein Einkommen und verloren die Zukunft. Leo nickt bedächtig mit dem Kopf, als er vor der schlichten Lehmhütte seine Geschichte erzählt: "Die Blindheit hat mich in die Armut geführt."
Dabei muss Leo nicht nur für seine Frau und sich sorgen, sondern er trägt auch die Verantwortung für seine vier Enkelkinder. Fünf Söhne hatte er einmal, erzählt Leo traurig. Doch die sind alle gestorben – vermutlich an Aids – wie so viele in Afrika. Auch die einzige Tochter heiratete und zog weit weg.
Ohne Augenlicht wird auch das Einkommen knapp
Plötzlich war Leo mit seiner Frau und den vier kleinen Enkelkindern allein. Die Bananenstauden verwahrlosten und brachten keine Erträge mehr. Da nichts mehr auf dem Markt verkauft werden konnte, hatte Leo auch kein Geld mehr, um die Schulgebühren für seine Enkelkinder zu bezahlen. Sein ältester Enkelsohn, der 13-jährige Musinguzi, konnte nicht mehr zur Schule gehen – die Zukunft sah düster aus.
Suche von Haustür zu Haustür
Doch eines Tages glimmt ein Hoffnungsfunke auf, als Christopher Baineomugishe zu Leos Hütte kommt. Er ist einer der sogenannten Mobilizer der Ruharo-Augenklinik in Mbarara, die von der CBM unterstützt wird. Christopher ist einer von zwölf Mobilizern, die in sechs Distrikten mit dem Fahrrad von Haus zu Haus fahren, um erblindete oder stark sehgeschädigte Menschen zu finden.
Angeleitet und ausgebildet werden sie vom langjährigen CBM-Mitarbeiter Peter Borchert: "Das Haustür-zu-Haustür-Konzept haben wir eingeführt, um noch mehr Patienten zu erreichen", erzählt er.
Auch Leo wurde so entdeckt. Schwester Mary untersucht ihn noch einmal vor der Hütte und sieht den Verdacht auf Grauen Star bestätigt. Nun soll Leo zur Operation in die Ruharo-Augenklinik gebracht werden. Auf dem Trampelpfad wartet schon der Jeep des Projekts. Behutsam führt der 13-jährige Musinguzi seinen Großvater zum Auto.
Doch eines Tages glimmt ein Hoffnungsfunke auf, als Christopher Baineomugishe zu Leos Hütte kommt. Er ist einer der sogenannten Mobilizer der Ruharo-Augenklinik in Mbarara, die von der CBM unterstützt wird. Christopher ist einer von zwölf Mobilizern, die in sechs Distrikten mit dem Fahrrad von Haus zu Haus fahren, um erblindete oder stark sehgeschädigte Menschen zu finden.
Angeleitet und ausgebildet werden sie vom langjährigen CBM-Mitarbeiter Peter Borchert: "Das Haustür-zu-Haustür-Konzept haben wir eingeführt, um noch mehr Patienten zu erreichen", erzählt er.
Auch Leo wurde so entdeckt. Schwester Mary untersucht ihn noch einmal vor der Hütte und sieht den Verdacht auf Grauen Star bestätigt. Nun soll Leo zur Operation in die Ruharo-Augenklinik gebracht werden. Auf dem Trampelpfad wartet schon der Jeep des Projekts. Behutsam führt der 13-jährige Musinguzi seinen Großvater zum Auto.
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Erfolgreich operiert: Der Augenverband ist nicht mehr nötig!
Foto: CBM/argum/Einberger
Doch der alte Mann bleibt gelassen, nicht nur, als der Jeep auf dem schmalen Trampelpfad durch die grünen Bananenplantagen rumpelt, sondern auch bei den Untersuchungen im Krankenhaus und bei der ambulanten Operation am nächsten Morgen: Die milchigweiß eingetrübte Augenlinse zu entfernen und eine klare Kunstlinse einzusetzen dauert gerade mal eine halbe Stunde.
Am Tag darauf ist Leo so ungeduldig und erwartungsvoll, dass er die Verbandsabnahme selbst in die Hand nimmt. Frühmorgens um sechs nimmt er die grüne Schutzkappe ab und läuft hinaus in den von Morgentau bedeckten Garten. Tatsächlich – er kann sehen!
Leo strahlt vor Freude und kann gar nicht genug kriegen vom Anblick der Fleißigen Lieschen, des grünen Grases und der krummschnäbeligen Vögel, die auf dem Rasen umherstolzieren und nach Futter suchen.
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Glücklich: Leo kann seine Bananenstauden wieder pflegen.
Foto: CBM/argum/Einberger
Noch am selben Tag wird Leo wieder nach Hause gebracht. Als der Jeep in den Trampelpfad zum Haus einbiegt, eilen Nachbarn und Kinder herbei: Alle wollen wissen, ob der blinde Leo jetzt wirklich wieder sehen kann.
Nachdem er allen von seiner Reise berichtet hat, schnappt sich Leo als erstes seine Mpanga und geht in den Bananenhain, um endlich wieder die Stauden zu stutzen. Die Zukunft sieht plötzlich gar nicht mehr so finster aus. Und auch seine Enkel, für die er die Vaterstelle einnimmt, können nun wieder die Schule besuchen.
Bitte helfen Sie mit!
Unsere Bitte: Verändern Sie Leben! So wie bei Leo geschehen. 30 Euro für eine Operation reichen aus!
Kennwort: Grauer Star




