Presseinformation zum 18. September 2009
Schüler setzen sich für Menschen mit Behinderungen ein
CBM und Darmstädter Gymnasiasten übergeben Unterschriftenliste an EU-Abgeordneten
-
-
Unterschriftenübergabe: Die Darmstädter Gymnasiasten und (v.l.n.r.) Dr. Rainer Brockhaus (CBM-Direktor), Michael Gahler (MdEP) und Reinhold Behr (CBM-Direktor).© CBM
BENSHEIM/DARMSTADT. Wenn einer allein die Stimme erhebt und auf seine Rechte aufmerksam macht, dann hat das häufig wenig Gewicht. Sind es aber mehrere, dann können sie „gemeinsam mehr erreichen“. Das dachten sich auch Schüler des Lichtenberg-Gymnasiums in Darmstadt und sammelten gemeinsam mit der CBM (Christoffel-Blindenmission) und der Karl-Kübel-Stiftung fast 200 Unterschriften für die rasche Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Übergeben wurden sie am Donnerstag bei der CBM in Bensheim an den Europaabgeordneten Michael Gahler.
Unterschriften gegen Benachteiligung und Ausgrenzung
Das Europäische Parlament gewinne zunehmend an Bedeutung und könne wesentliche Entscheidungen in der Europäischen Union (EU) mitgestalten, sagte der neue CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus. Dazu gehöre auch die Entwicklungspolitik der EU: „Gemeinsam fordern wir den Europageordneten Michael Gahler daher auf, sich in Brüssel für die Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen hier und in Entwicklungsländern einzusetzen.“ Dies sei keine Forderung nach einem Sonderstatus, sondern eine längst überfällige Unterstützung in den Lebensbereichen, in denen behinderte Menschen immer noch unter Ausgrenzung und Benachteiligung leiden.
Gahler dankte ausdrücklich für diese Verpflichtung und sagte zu, sich für die Ratifizierung einzusetzen. Er lobte die beteiligten Hilfsorganisationen, die vor Ort vorbildliche Arbeit leisten, und das große Engagement der Gymnasiasten aus Darmstadt. Das Interesse des Politik-Leistungskurses 13 an diesem Thema wurde während eines Aufenthaltes in Brüssel geweckt. Dort informierten sich die Schüler im Büro der CBM über deren Lobbyarbeit.
Gahler dankte ausdrücklich für diese Verpflichtung und sagte zu, sich für die Ratifizierung einzusetzen. Er lobte die beteiligten Hilfsorganisationen, die vor Ort vorbildliche Arbeit leisten, und das große Engagement der Gymnasiasten aus Darmstadt. Das Interesse des Politik-Leistungskurses 13 an diesem Thema wurde während eines Aufenthaltes in Brüssel geweckt. Dort informierten sich die Schüler im Büro der CBM über deren Lobbyarbeit.
Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention als Herausforderung
Für Gahler ist die UN-Konvention ein richtiger Schritt. Probleme bei der Ratifizierung bei der EU erwartet er nicht, da im Prinzip niemand dagegen sein kann. Es sei kein kontroverses Thema. Die Herausforderung sei die Umsetzung. Er hofft, dass durch die Konvention nicht nur in den europäischen Ländern, sondern auch in Entwicklungsländern die Diskussion weiter in Gange kommt und somit ein wichtiger Beitrag geleistet wird, dass Menschen mit Behinderungen nicht mehr – wie heute leider noch viel zu häufig üblich – unter Stigmata leiden.
Kreislauf von Armut und Behinderung durchbrechen
Die CBM, die seit 100 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit hat, setzt sich für und mit behinderten Menschen dafür ein, dass der Kreislauf von Behinderung und Armut durchbrochen wird. In derzeit 100 Ländern fördert sie fast 1.000 Projekte wie zum Beispiel Augenkrankenhäuser, Reihenuntersuchungen für hörgeschädigte Menschen oder Schul- und Berufsausbildung für Menschen mit Körperbehinderungen.





