Presseinformation der CBM zum 05.06.2010
Auszubildende entwickeln Trainingsgerät für Parkinson-Patienten
Jugend-forscht-Sonderpreis der CBM geht an Auszubildende aus Gröningen
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- © CBM
BENSHEIM/GRÖNINGEN. Mit dem Problem der Körperfehlhaltung bei an Parkinson erkrankten Menschen beschäftigten sich zwei Auszubildende aus Gröningen. Dafür erhielten Franz Lange (20) und Wilhelm Guber (20) den diesjährigen Sonderpreis der Christoffel-Blindenmission (CBM) „Innovationen für Menschen mit Behinderung“ der Stiftung „Jugend forscht“ in Sachsen-Anhalt. Die beiden Auszubildenden der E.ON Avacon AG. entwickelten ein Trainingsgerät, das Parkinson-Patienten hilft, eine aufrechte Körperhaltung zu bewahren.
Sensoren signalisieren Fehlhaltung
Das Parkinsonsyndrom ist die zweithäufigste degenerative Nervenerkrankung im Alter nach Demenz. Typisch für das Krankheitsbild ist der nach vorne geneigte Oberkörper und ein schlurfender Gang. Durch die Verlagerung des Körperschwerpunktes erhöht sich nicht nur die Sturzgefahr, auch die Atmung und die Kommunikation der Betroffenen werden deutlich erschwert. Nur intensives Eigentraining kann einer rasanten Verschlimmerung dieser Probleme Einhalt gebieten. Dies lässt sich jedoch aufgrund der abnehmenden Selbstwahrnehmung der Erkrankten nur schwer realisieren, denn sie bemerken ihre Fehlhaltung selbst nicht mehr.
Die beiden angehenden Elektroniker und Energietechniker aus Gröningen nahmen sich dieser Problematik an und entwickelten einen „Beugungsmelder“. Das mit sogenannten Neigungsschaltern arbeitende Gerät wird auf der Brust getragen. Es misst die Beugung des Oberkörpers und gibt bei andauernder Fehlhaltung so lange ein Signal ab, bis diese korrigiert wird. Dies ermöglicht Parkinson-Patienten eine konsequente und fortwährende Kontrolle ihrer Körperhaltung und beugt damit der Fehlhaltung und den daraus entstehenden Alltagsproblemen vor. Schon bald sollen erste Tests des Beugungsmelders in der Parkinsonfachklinik Beelitz/Heilstätten beginnen, wo das Gerät auf seine Alltagstauglichkeit geprüft wird.
Die CBM freut sich über das Engagement der Erfinder, die dazu beitragen, die Lebensqualität von an Parkinson erkrankten Menschen zu steigern und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis.
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 Euro dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.
Nach Landesprämierung folgt Auszeichnung auf Bundesebene
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Kontakt: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die CBM-Pressestelle: Ulrike Loos (06251 131-192), presse@cbm.de
Sensoren signalisieren Fehlhaltung
Das Parkinsonsyndrom ist die zweithäufigste degenerative Nervenerkrankung im Alter nach Demenz. Typisch für das Krankheitsbild ist der nach vorne geneigte Oberkörper und ein schlurfender Gang. Durch die Verlagerung des Körperschwerpunktes erhöht sich nicht nur die Sturzgefahr, auch die Atmung und die Kommunikation der Betroffenen werden deutlich erschwert. Nur intensives Eigentraining kann einer rasanten Verschlimmerung dieser Probleme Einhalt gebieten. Dies lässt sich jedoch aufgrund der abnehmenden Selbstwahrnehmung der Erkrankten nur schwer realisieren, denn sie bemerken ihre Fehlhaltung selbst nicht mehr.
Die beiden angehenden Elektroniker und Energietechniker aus Gröningen nahmen sich dieser Problematik an und entwickelten einen „Beugungsmelder“. Das mit sogenannten Neigungsschaltern arbeitende Gerät wird auf der Brust getragen. Es misst die Beugung des Oberkörpers und gibt bei andauernder Fehlhaltung so lange ein Signal ab, bis diese korrigiert wird. Dies ermöglicht Parkinson-Patienten eine konsequente und fortwährende Kontrolle ihrer Körperhaltung und beugt damit der Fehlhaltung und den daraus entstehenden Alltagsproblemen vor. Schon bald sollen erste Tests des Beugungsmelders in der Parkinsonfachklinik Beelitz/Heilstätten beginnen, wo das Gerät auf seine Alltagstauglichkeit geprüft wird.
Die CBM freut sich über das Engagement der Erfinder, die dazu beitragen, die Lebensqualität von an Parkinson erkrankten Menschen zu steigern und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis.
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 Euro dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.
Nach Landesprämierung folgt Auszeichnung auf Bundesebene
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Kontakt: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die CBM-Pressestelle: Ulrike Loos (06251 131-192), presse@cbm.de





