CBM-Sonderpreise

Jugend forscht - Tolle Ideen praxisnah umgesetzt

Zwei Mädchen vor einem Stadtplan
Untersuchten Spielplätze auf Barrierefreiheit hin: Kim Bödi (links) und Lara Hönn von der Grundschule Klostergarten in Sindelfingen/Baden-Württemberg.
© CBM
Im Rahmen von "Jugend forscht" vergibt die CBM alljährlich Sonderpreise für innovative Ideen. Ausgezeichnet werden Erfindungen und Untersuchungen, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation auseinandersetzen.
Zielsetzung
Ziel ist es, junge Forscherinnen und Forscher zu ermutigen, sich mit kreativen Einfällen für mehr Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.
Die CBM-Preise
Zunächst werden die besten Arbeiten in den einzelnen Bundesländern prämiert. Die Landessieger erhalten ein Preisgeld von 150 Euro. Anschließend haben sie die Chance, den mit 300 Euro dotierten CBM-eigenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten.
Jugend forscht
"Jugend forscht ist ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb, der besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördert."
www.jugend-forscht.de
Unsere Gewinner 2011
CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus in seiner Laudatio: "Die fünfzehn Preisträger in diesem Jahr zeichnen sich durch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit für ihre unmittelbare Umgebung und den Willen zur Veränderung aus. Diese Gewinner sind Macher im besten Sinne, die anmahnen, wo es fehlt und einen gut durchdachten Vorschlag mitbringen, wie man es besser machen kann!"
Eine Frau zwischen zwei Kindern
Kim Bödi (l.) und Lara Hönn (r.) erhielten für ihre gelungene Arbeit über barrierefreie Spielplätze in Sindelfingen Urkunden von der CBM-Mitarbeiterin Kathrin Walz.
© CBM/Bödi
Die CBM-Bundespreise
Städtetrip ohne Hindernisse
Der erste Preis in der Kategorie "Jugend forscht", der mit 300 Euro dotiert ist, geht an Alina Sadeghian (17), Jana Ordon (17) und Lynn Bornholdt (16) vom Christian-von-Dohm-Gymnasium in Goslar/Niedersachsen. Sie entwarfen einen rollstuhlfreundlichen Rundweg für ihre Stadt und setzten diesen auch in Kooperation mit der Stadtverwaltung um, indem sie Schilder anbrachten und einen eigenen Stadtplan erstellten, der in der Touristen-Information für jeden erhältlich ist.
Verschnaufpause beim Einkaufsbummel
Auch Benno Baumann (19) von der Kaufmännischen Schule in Schwäbisch Gmünd/Baden-Württemberg ging es um mehr Barrierefreiheit. Er hat sich durch eine Befragung bei Senioren Ideen für einen verbesserten Einkaufswagen geholt und einen handelsüblichen Einkaufswagen aufgerüstet. Die Idee: Ein ausklappbarer Sitz, eine Feststellbremse und ein ergonomischer Handgriff können an serienmäßigen Einkaufswagen angebracht werden. Trotz der Umbauten bleiben die Wagen stapelbar. Das Preisgeld für seinen zweiten Platz beim CBM-Sonderpreis beträgt 250 Euro.
Barrierefreies Spielen und Lernen in Sindelfingen
Den ersten Platz beim CBM-Sonderpreis in der Kategorie „Schüler experimentieren“ (Schüler bis 14 Jahre) erhielten Kim Bödi und Lara Hönn von der Grundschule Klostergarten in Sindelfingen/Baden-Württemberg. Anhand eines eigens erstellten Bewertungskatalogs untersuchten die 10-jährigen Mädchen Schulen, Pausenhöfe und Spielplätze in Sindelfingen auf Barrierefreiheit und gaben ihre Mängelliste an das Rathaus weiter. Zusammen mit der Stadt erweiterten sie den offiziellen Kinderstadtplan um entsprechende Hinweise. Ihr Preisgeld beträgt 300 Euro.
Preise auf der Landesebene
Folgende Arbeiten wurden im Jahr 2011 auf der Landesebene mit dem Sonderpreis der CBM ausgezeichnet:
Jugend forscht
  • "Der Mehrgenerationen-Einkaufswagen" von Benno Baumann (Baden-Württemberg)
  • "Behindertengerechte Säge" von Christoph Engelhardt und Martin Weinhardt (Bayern)
  • "Demenz-was ist das?" von Carl Christoph Hugk (Berlin)
  • "Füllstandsmesser für sehbehinderte Menschen" von Maria Fricke, Lisa Mautsch und Sophie Windeler (Bremen)
  • "Ergonomische Fernbedienung" von Tobias Bug und Thomas Christoph (Hessen)
  • "Das schwerhörige Individuum" von Marvin Rafoth (Mecklenburg-Vorpommern)
  • "Rollstuhlfreundlich durch die Kaiserstadt Goslar" von Lynn Bornholdt, Jana Ordon und Alina Sadeghian (Niedersachsen)
  • "Elektrisch unterstützter Rollator" von Benjamin Hölzel und Jan Scherbarth (Nordrhein-Westfalen)
  • "Warnsystem für Fußüberbelastung nach Verletzungen" von Julian Neumayer (Rheinland-Pfalz)
  • "Akromegalie" von Tim Schmäche, Yvonne Stellmach und Sven Westermann (Thüringen)
Schüler experimentieren
  • "Freie Fahrt für Kinder im Rollstuhl" von Kim Bödi und Saskia Höhn (Baden-Württemberg)
  • "Mehr Sicherheit im toten Winkel" von Markus Reichert und Dominik Schreiner (Bayern)
  • "Papierfalten und Dreiecksgeometrie" von Maria Mironova (Niedersachsen)
  • "Kleider machen Leute" von Miriam Löcke, Verena Hunstig und Lars Wortmeier (Nordrhein-Westfalen)
  • "EUROL- ein elektronisch unterstützter Rollator" von Tobias Schramm (Schleswig-Holstein)
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