Sudan: Mückenstich macht blind
Gefährdet: Menschen in topischen Regionen
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Aufklärung: Mario erklärt, wie die Flussblindheit behandelt werden kann.
Foto: CBM
Anschließend spricht eine junge Frau ein Gebet, das nahtlos in rhythmischen afrikanischen Gesang übergeht. Nun ist der Weg bereitet für Mario und sein Team: Sie werden an diesem Tag über 100 Menschen davor bewahren, ihr Augenlicht zu verlieren.
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Teamarbeit: Clanchef Malual Thour kooperiert mit dem CBM-Mitarbeitern.
Foto: CBM
Der altehrwürdige Mann ist der Clanchef Malual Thour. Ohne seine Zustimmung geht nichts. Er ist Mario und seinen Mitarbeitern wohlgesonnen. Sie sorgen schließlich dafür, dass seine Clanmitglieder ihr Augenlicht nicht durch die gefürchtete Flussblindheit (Onchozerkose) verlieren.
Jeder zweite Einwohner der Region ist von dieser Krankheit betroffen, die durch Fadenwürmer (Filarien) verursacht wird. Krankheitsüberträger ist eine Kriebelmückenart, die in wasserreichen tropischen Gegenden auftritt – daher der Name "Flussblindheit". Ihr Stich transportiert die Wurmlarven ins Blut der Menschen.
Der Parasitenbefall führt zu schweren Entzündungen, Knotenbildungen und Gewebeschäden – bis hin zum dauerhaften Verlust des Augenlichts. Weltweit sind etwa 18 Millionen Menschen infiziert und eine halbe Million bereits blind.
Jährlich nur eine Medikamentendosis erforderlich
Mario ist einer der Bezirksleiter. In Vorträgen informiert er über die Ursachen der gefürchteten Flussblindheit – und behandeln die Patienten auch gleich. Denn die Infektion kann mit dem Medikament Mectizan bekämpft werden, das Merck (USA) kostenlos zur Verfügung stellt. Der Wirkstoff tötet die Larven ab, gegen die ausgewachsenen Würmer ist er jedoch machtlos.
Deshalb müssen infizierte Menschen über mindestens zehn Jahre hinweg einmal jährlich eine ausreichende Dosis einnehmen – bis die Würmer absterben und keine neuen Larven mehr produzieren.
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Mdit ist noch skeptisch: Soll er die Tabletten schlucken? Oder lieber doch nicht?
Foto: CBM
Das Medikament wird auch Mdits Augenlicht bewahren. Der schüchterne Junge leidet an einem Frühstadium von Onchozerkose. Seine Symptome sind glücklicherweise noch nicht sehr ausgeprägt.
Mdits Dosis sind zwei Tabletten. Skeptisch betrachtet er die Pillen. "Soll ich das wirklich schlucken?", scheint sein Blick zu fragen. Doch schließlich überwindet er sich – die anderen Kinder tun es ja auch und er will kein Feigling sein.
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Neuer Gesundheitshelfer: Samuel ist selbst infiziert und will daher andere bewahren.
Foto: CBM
Bei den Vorträgen rekrutieren die Projektmitarbeiter ständig neue Helfer. Diese informieren dann in ihren Dörfern über Flussblindheit, verteilen Mectizan und überwachen die jährliche Einnahme.
Der 36-jährige Samuel wird einer dieser Helfer sein. Er leidet selbst an Onchozerkose. Dieses Schicksal will er vielen Bewohnern seiner Region ersparen können: Über 100 Menschen erhalten an diesem Tag ihre erste Mectizan-Dosis. Sie sind so vorerst vor dem Erblinden bewahrt – doch nur, wer auch in den nächsten Jahren zur Verteilung erscheint, hat Aussicht auf Heilung.
Menschen diese Heilung zu ermöglichen und in naher Zukunft die Flussblindheit auszurotten, ist das Ziel der CBM – im Sudan und in allen anderen von der Flussblindheit betroffenen Gebieten dieser Welt.
Bitte helfen Sie mit!
Unsere Bitte: Helfen Sie mit, zehn Menschen einmal im Jahr mit Mectizan zu versorgen - das kostet nur 10 Euro!
Kennwort: Mectizan





