Pressemeldung zum 09. Juni 2009

Schüler-experimentieren-Sonderpreis der CBM

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© CBM
BENSHEIM/NIEDER-OLM. Der diesjährige Sonderpreis der CBM "Innovationen für Menschen mit Behinderung" im Rahmen von "Schüler experimentieren" der Stiftung Jugend forscht in Rheinland-Pfalz  wurde an drei Schüler des Gymnasiums in Nieder-Olm verliehen. Carsten Diehl (13), Alexander Plarre (12) und Achim Alkemper (13) entwickelten eine kostengünstige Alternative zu Blindenstöcken mit Lasertechnik.
Kopfhindernisse wie Fledermäuse mit Ultraschallwellen erkennen
Herunterhängende Äste, Schilder, die aus Wänden ragen, oder ein geöffnetes Fenster – für  einen Menschen mit Sehbehinderung stellen diese Kopfhindernisse Gefahrenquellen dar, die zu schweren Verletzungen führen können. Hilfsmittel, die vor Zusammenstößen schützen, gibt es bereits, sind jedoch in der Regel sehr teuer und werden von der Krankenkasse nur bei vollständiger Blindheit übernommen.
Bereits seit über einem Jahr forschten Carsten, Alexander und Achim an einem Blindenstock, der Kopfhindernisse erkennen kann. Ihr sogenannter "Batstick" (Fledermausstab) wurde dazu oben und unten mit Ultraschall-Sensoren ausgestattet. Außerdem programmierten sie verschiedene Erfassungszonen, so dass der Batstick auf Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung mit schwachen bis lauten Signaltönen bzw. Vibrationen reagieren kann.
Die Funktionsweise des Stabes leitet sich vom Prinzip ab, mit dem Fledermäuse sich orientieren. Sie senden Schallwellen und merken somit, wie weit ein Gegenstand entfernt ist und wo dieser sich befindet.
Die CBM freut sich über das Engagement der Erfinder, die sich mit viel Ausdauer Gedanken um ihre blinden Mitmenschen gemacht haben und ihnen eine sicherere Fortbewegung ermöglichen und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis. 
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.
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