Pressemeldung zum 19. Mai 2009

Schüler-experimentieren-Sonderpreis der CBM

CBM Logo mit Jugend forscht Schriftzug
© CBM
BENSHEIM/WILHELMSHAVEN. Der diesjährige Sonderpreis der CBM "Innovationen für Menschen mit Behinderung" im Rahmen von "Schüler experimentieren" der Stiftung Jugend forscht in Rheinland-Pfalz geht an Marco Ruchay. Der 12-jährige Schüler der Cäcilienschule Wilhelmshaven entwickelte einen Datenhandschuh, mit dem man in der Lage ist eine künstliche Hand zu steuern.
Prototyp einer voll beweglichen Prothese
Mit nur einer Hand im Alltag zu Recht zu kommen – für viele Menschen eine große Herausforderung. Zwar gibt es bereits Prothesen, diese sind jedoch oft unbeweglich oder können nur einfachste Greifbewegungen durchführen. Anders Marcos Erfindung: Durch einen Datenhandschuh kann jede Bewegung der eigenen Hand, sprich Biegen eines oder mehrerer Finger und vor allem die seitliche Bewegung des Daumens auf die künstliche Hand übertragen werden. Die künstliche Hand erlangt ihre Beweglichkeit durch künstliche Sehnen und durch Servos, kleine Elektromotoren, die als Muskelersatz die Sehnen in Bewegung bringen. Marco Ruchays Erfindung stellt erst den Anfang dar. So ist es denkbar, dass die Handbewegungen der rechten Hand bald spiegelverkehrt auf die künstliche übertragen werden. So kann sie eine fehlende linke Hand ersetzen.
Die CBM freut sich über das Engagement des Erfinders, der daran forscht, Menschen mit Behinderungen ein flexibleres Leben zu ermöglichen und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis. 
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.
Kontakt: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die CBM-Pressestelle: Ulrike Loos (06251 131-192), presse@cbm.de
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