Gemeindenahe Rehabilitation in Indien
Schritt für Schritt in ein neues Leben
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Saranyah: Sie nennt die CBM-Mitarbeiterin liebevoll "meine Schwester".© CBM
Die kleine Saranyah hatte es nicht einfach in ihrem Dorf im Süden Indiens. Das vierjährige Mädchen wurde mit einer Hirnschädigung (Zerebralparese) geboren und konnte weder selbstständig stehen noch gehen. Die Eltern sahen in Saranyahs Behinderung eine Strafe Gottes, pflegten und beaufsichtigten ihre Tochter kaum. Saranyah war eine Bürde, denn eine behinderte Tochter kann weder arbeiten noch verheiratet werden. Auch die Kinder im Dorf hänselten das Mädchen und so verkroch es sich meist allein im Haus.
Raus aus der Isolation
Doch dann hatte Saranyah Glück. Als eine CBM-Mitarbeiterin die Dorfschule aufsuchte, erfuhr sie von Saranyahs Schicksal. Sie bot den Eltern an, das Mädchen in ein Projekt für gemeindenahe Rehabilitation aufzunehmen und sie physiotherapeutisch zu behandeln. Die Eltern lehnten ab. Doch die CBM-Mitarbeiterin blieb hartnäckig und überzeugte schließlich Surumpayee, die Großmutter, von der Wichtigkeit der Hilfe.
Hinein ins Leben
Regelmäßig machte die CBM-Mitarbeiterin mit Saranyah Übungen, um die Muskelspannung in den kraftlosen Armen und Beinen des Mädchens zu erhöhen. Hilfsmittel wie ein aus dünnen Holzstämmen selbst gebauter Barren, erleichterten das Stehen- und Gehenlernen ein wenig. Surumpayee, die ihre Enkelin tatkräftig unterstützt, ist erstaunt, welch große Fortschritte Saranyah schon in den ersten Monaten gemacht hat.
Saranyah freut sich jedes Mal riesig, wenn ihre Physiotherapeutin sie besucht. Sie nennt sie dann "meine Schwester" – ein Beweis ihrer großen Zuneigung.
Bildung bedeutet Zukunft
Heute kann die Vierjährige viel unbeschwerter leben und auch die anderen Kinder lassen sie mitspielen. Surumpayee hofft nun, dass ihre Enkelin ab nächstem Jahr die Schule besuchen kann. Und wer Saranyah kennt, weiß: Auch das wird das kleine tapfere Mädchen schaffen.
Bitte helfen Sie mit!
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Drei Monate Physiotherapie kosten 75 Euro und ermöglichem einem Kind wie Saranyah ein unbeschwerteres Leben in der Gemeinschaft.





