First Lady besucht CBM-Projekt
Eva Luise Köhler wird Schirmherrin
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Informationsbesuch: Frau Köhler im Gespräch mit Klinik-Mitarbeitern.
Foto: CBM/Duwe
"Ich kenne und schätze die Arbeit der Christoffel-Blindenmission, auch schon von anderen Projekten, die ich gesehen habe. Und ich bin sehr beeindruckt, dass Sie Ihre Arbeit bereits seit fast 100 Jahren durchführen. Ich darf Ihnen daher eine frohe Botschaft mitbringen: ich bin gerne bereit, die Schirmherrschaft für das 100-jährige Jubiläum der CBM im Jahr 2008 zu übernehmen."
Zum Grußwort
Landesweites Blindheitsverhütungsprogramm
CBM-Augenarzt Dr. Rainald Duerksen erläuterte die in Paraguay bisher immer noch niedrige Quote an Operationen am Grauen Star, der Haupt-Blindheitsursache. Viele arme Menschen können sich eine Operation, die etwa 30 Euro kostet, nicht leisten. Mit finanzieller und fachlicher Unterstützung der CBM wurde ein landesweites Blindheitsverhütungsprogramm aufgebaut, das Patienten identifiziert und sie zu den mobilen und stationären Kliniken der Stiftung bringt – neben Asunción bislang an drei weiteren Orten im Land.
Dank eines gestaffelten Gebührensystems, das für arme Menschen eine kostenlose Operation vorsieht, und mit modernen Geräten und gut ausgebildeten Fachkräften hat die Stiftung im letzten Jahr 57.000 Patienten erreicht und bewältigte mehr als 40 Prozent aller im Land durchgeführten Augenoperationen.
Netzhautablösung bei Frühgeborenen
Dr. Duerksen berichtete ausführlich über das in Lateinamerika dramatisch anwachsende Problem der zur Erblindung führenden Netzhautablösung bei Frühgeborenen. Durch rechtzeitige, regelmäßige Reihenuntersuchungen ließe sie sich verhindern. Landesweit müssten jährlich deutlich mehr als 400 Kinder untersucht werden.
Es fehlt aber an Zentren, in denen eine Diagnose gestellt werden kann, und nicht alle Hospitäler geben der Stiftung die Möglichkeit, deren - kostenlose - Untersuchungen und Behandlungen anzubieten. Maria Gloria Penayo de Duarte, Ehefrau des paraguayischen Präsidenten, die Eva Luise Köhler begleitete, war von dieser Nachricht erschüttert und versprach, sich gemeinsam mit der Stiftung für ein landesweites Vorsorgeprogramm einzusetzen.
Erfolgreiches Modellprojekt
Martin Georgi, Direktor der CBM, schildert das Projekt als ein erfolgreiches Modell, das lokale Partner befähigt, nachhaltig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Obwohl viele Patienten kostenlos oder verbilligt behandelt werden, konnte die "Fundación Visión" in den letzten Jahren eine Deckung von fast 100 Prozent der laufenden Kosten erreichen. Sie leistet mit ihrem Blindheitsverhütungsprogramm und der wachsenden Patientenzahl einen nachhaltigen Beitrag zum Erreichen der Ziele von Vision 2020 – dass bis zum Jahr 2020 kein Mensch mehr unnötig erblinden soll. Die Stiftung ist inzwischen eine wichtige Fortbildungsstätte für Ärzte, auch aus Nachbarländern.
Einweihung des Klinikneubaus
Eva Luise Köhler weihte bei dem Besuch einen Klinikneubau, dessen erster Bauabschnitt gerade beendet war, ein. Statt der in der Stadt verteilten, zu klein gewordenen Räume hat die Stiftung nun in einem Gebäude auf drei Etagen ausreichend Platz. "Herzlichen Glückwunsch zu diesem beindruckenden, schönen Neubau", sagte Frau Köhler: "Ich hoffe, dass die fürsorgliche Atmosphäre, die in der alten Einrichtung zu spüren war, sich in diesen schönen neuen Räumen weiter entfalten kann."





