Nach dem Zyklon in Bangladesch

Reisetagebuch des CBM-Asienreferenten

Ein Mann überreicht einem anderen Papiere.
Rolf Müggenburg (rechts) übergibt Schecks.
Foto: CBM/Grossmann
Rolf Müggenburg ist ein erfahrener Mitarbeiter der Christoffel-Blindenmission. Der langjährige Asien-Referent ist unterwegs in Bangladesch, um unsere Partner im Katastrophengebiet bei den derzeit laufenden Hilfsmaßnahmen mit Rat und Tat zu unterstützen.
Er will uns in den nächsten Tagen an seinen Erlebnissen teilhaben lassen. Hier ist sein erster Bericht:



04.12.07: Tagebucheintrag 1

  • Ankunft in Dhaka um 14:15 Uhr.


  • Fahrt zum "Centre for Disability and Development"/CDD (Zentrum für Behinderung und Entwicklung). CDD ist einer der CBM-Partner, die die Zyklon-Hilfe – wie auch schon früher die Fluthilfe – implementieren.


  • Treffen mit Vertretern von 17 Graswurzel-Organisationen vom CDD-Netzwerk aus besonders vom Zyklon Sidr betroffenen Gebieten. Diese konnten sofort vor Ort den Bedarf für Familien mit mindestens einem behinderten Familienmitglied ermitteln.


  • Auf dem Meeting werden die von der CBM zur Verfügung gestellten Gelder zum Ankauf von Überlebenspaketen verteilt sowie Anweisungen zum Ankauf und der Mittelkontrolle gegeben.
    CDD stellt sicher, dass das Reporting und die Mittelverwendungen allgemeingültigen Standards entsprechen.


  • Jedes Netzwerkmitglied wird für 500 Familien mit durchschnittlich 5 bis 6 Mitgliedern zuständig sein. So kommt die Hilfe circa 8500 Familien und bis zu 50.000 Personen zugute.

    Kriterien für die Hilfsgüterverteilung:
    1. Besondere Bedürftigkeit
    2. Mindestens 1 Mitglied der Familie ist behindert
    3. Familien haben bisher keine Hilfsleistungen von staatlicher Seite oder von anderen Organisationen erhalten.

    Dass keine Doppelleistung gegeben und adäquate Hilfe geleistet wird, ist dadurch garantiert, dass die Graswurzel-Organisationen (Netzwerkmitglieder) auch vor der Katastrophe bereits mit den Betroffenen gearbeitet haben.


  • Auf die Verteilung eingeführter oder in Dhaka eingekaufter Waren wird bewußt verzichtet. Durch den Ankauf der benötigten Waren vor Ort wird durch unsere Hilfe auch ein dringend benötiger Entwicklungsprozess in Gang gebracht – ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität!

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