Monatsandacht Mai 2010 von Luise Bröther

LebensMut und GottVertrauen

Porträt von Luise Bröther
Luise Bröther
© CBM
Luise Bröther arbeitet seit 15 Jahren bei der Christoffel Blindenmission in Bensheim. Sie ist verantwortlich für den Bereich „Individuelle Spenderbetreuung“.
 


Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das,
was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem,
was man nicht sieht.
Hebräer 11,1
                                     
 
Ach, wenn das immer so einfach wäre: Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht, und den Glauben nicht verlieren; eine feste Zuversicht haben auf das, was kommen mag.
 
Es gibt Zeiten im Leben, in denen das Gefühl der Einsamkeit und Ausweglosigkeit dominiert. Wo man nicht mehr weiter weiß, nichts sieht als Leere. Man wandert durch tiefe Täler. Alles erscheint grau, trübe und hoffnungslos.
 
Kennt nicht jeder solche Phasen? Man fühlt sich, als ob man aus einer Einkaufstüte herausgefallen und verloren gegangen ist — allein, fernab der bunten Welt voller spannender Angebote, leckerer und vermeintlich wichtiger „Lebensmittel“. Die Welt dreht sich weiter, schnell und schneller. Das Tempo in vielen Bereichen des Lebens hat sich erhöht, die Zeit zum Durchatmen wird zunehmend knapper, und es wird immer schwerer, sich selbst zu finden.
 
Wie gut, dass es liebe Menschen gibt, die einem dann beistehen, Kraft und Halt geben. So, wie auch der Glaube ein fester Anker ist, der mich durch eine schwierige Zeit gebracht hat.
 
Auf dich, Gott, traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe.
Psalm 57,2
 
Unter Seinen Flügeln Schutz finden: Das ist ein schönes Bild, das ein sicheres und behagliches Gefühl schafft.
Zur Ruhe kommen bei Gott, sich sicher und angenommen fühlen, gerade so, wie man ist – mit Stärken und Begrenzungen.
Egal was passiert, wir sind richtig und gut und werden gehalten im Sturm des Lebens. Genau das ist es. Auch wenn es stürmt und schneit, der Wind uns ins Gesicht peitscht und uns die Luft zum Atmen nimmt, ist Gott da.

Es gibt einen Plan für unser Leben, und dieser hält manchmal auch Krisen bereit. Trotzdem müssen wir nicht verzagen oder zweifeln. Und der Glaube daran gibt Lebensmut, Halt und Zuversicht.
 
Glaube ist hoffen. Ist jedenfalls das Gegenteil von fürchten, sich ängstigen, verzweifeln. Und das, was uns treibt, ist die Hoffnung, dass ein Ausweg in Sicht ist. Nur was wir glauben, hoffen, lieben, das treibt uns an. Trägt uns, ist dir, mir das gewisseste Wissen.
 
Behalten wir uns den Glauben bei, zu hoffen mit fester Zuversicht und nicht zu zweifeln, an dem, was wir nicht sehen. ER ist da und trägt uns.
Luise Bröther
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