Kein Grund zur Resignation! - Von Claudia Becker
Monatsandacht Februar 2011
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Claudia Becker arbeitet im Referat Presse & Information, u.a. für die Projektdokumentation. "Zu lesen, wie unsere Projektpartner in der Welt helfen, und diese Informationen für die verschiedensten Nutzer aufzubereiten, gehört zu den interessantesten Aspekten meiner Arbeit", findet die Bibliothekarin.
Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
Römer 8,21
Klimawandel, der uns hierzulande durch Wetterkapriolen aufschreckt – und anderswo die Lebensgrundlage von Menschen zerstört (Wüstenbildung auf der einen, regelmäßige Überflutungen auf der anderen Seite), der jüngste Lebensmittelskandal, der uns auch wieder auf die Schrecken der Massentierhaltung blicken lässt, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – bei dem Gedanken an den Zustand der Schöpfung Gottes ist man leicht versucht, in Angst und Resignation zu verfallen.
Viele stellen sich die Frage: "Was kann ich tun, damit es besser wird?". Noch mehr treibt der Frust um: "Ich kann als einzelner Mensch doch gar nichts ausrichten!". Die Zusammenhänge erscheinen viel zu komplex und unseren Gestaltungsmöglichkeiten entzogen.
Auch wenn unser Bibeltext in eine ganz andere Situation hineingeschrieben ist, kann er uns Christen eine neue Perspektive geben. Er malt uns vor Augen, dass die jetzige Situation (und auch keine Steigerung derselben) nicht der Endpunkt ist, sondern, dass auch die Schöpfung Anteil haben wird an der endgültigen Erlösung der Kinder Gottes.
Das ist keine billige Jenseitsvertröstung, sondern gehört zu der großen "Mutmach-Rede" für das kleine Christenhäuflein in Rom, die mit "So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, die in Christus Jesus sind" (Vers 1) beginnt und mit "Denn ich bin gewiss, dass weder... noch... uns scheiden kann von der Liebe Gottes...." (Vers 38-39) endet. Als Christen dürfen wir über unseren eigenen Horizont hinausblicken und gewiss sein, dass Gott weder uns, noch die Schöpfung verloren gibt.
Das ist keine billige Jenseitsvertröstung, sondern gehört zu der großen "Mutmach-Rede" für das kleine Christenhäuflein in Rom, die mit "So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, die in Christus Jesus sind" (Vers 1) beginnt und mit "Denn ich bin gewiss, dass weder... noch... uns scheiden kann von der Liebe Gottes...." (Vers 38-39) endet. Als Christen dürfen wir über unseren eigenen Horizont hinausblicken und gewiss sein, dass Gott weder uns, noch die Schöpfung verloren gibt.
Im 12. Kapitel des Römerbriefes entfaltet Paulus dann ganz praktisch das Leben als Christ unter der Voraussetzung, das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene als Ausdruck von Gottes Willen zu tun. Und dazu gehört ganz sicher auch ein vernünftiger, respektvoller und, vor allem, dankbarer Umgang mit Gottes Schöpfung – eben weil sie von Gottes Ewigkeitswirken miterfasst wird. So können wir auch mit nur kleinen, zeitlich und räumlich begrenzten Taten an dem Urauftrag des Menschen mitwirken: die Schöpfung bebauen und bewahren bis an den großen Tag Gottes!
Claudia Becker




