Eine fantastische Empfehlung von Jesus! - Von Dirk Brigmann

Monatsandacht August 2011

Porträt eines Mannes
Dirk Brigmann
© CBM
Seit 2010 ist Dirk Brigmann Leiter der CBM-Geschäftsstelle in Potsdam. Zuvor war er als  leitender Koordinator in einem Projekt für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen im "Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz" tätig.
Das Spannende an seiner jetzigen Tätigkeit ist für ihn, dass die CBM sich weltweit in vielen Projekten für die Rechte behinderter Menschen einsetzt.

 
Jesus Christus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Matthäus 7,7 (Monatsspruch August aus den "Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2011")

Was Jesus uns hier empfiehlt, klingt fantastisch! Uns wird erfüllt, was wir wollen! Es scheint so einfach. Dabei machen schon Kinder die Erfahrung, dass sie nicht alles bekommen, worum sie bitten. Auch wenn sie noch so sehr quengeln. Es geht nicht darum, dass alles erfüllt wird, schon gar nicht sofort. Es geht vielmehr darum, Gott zu vertrauen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.  
 
"Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan."
 
Zuversicht und Vertrauen

Der Satz strahlt Zuversicht aus, er klingt wie der Rat eines weisen Mannes, der genau weiß, was er sagt. Er implementiert Vertrauen. Wer holt sich schon gerne eine Abfuhr ein? Bitte ich jemanden um etwas, dann vertraue ich demjenigen, ich glaube an seine Unterstützung. Wenn wir um etwas bitten, dann häufig nur, wenn wir alleine nicht weiterkommen oder weiterwissen, keine Kraft mehr haben. Bewusst wird einem das dadurch, dass viele Menschen erst beten, wenn sie in Notsituationen sind. Bei Krankheiten, Katastrophen, schlimmen Ereignissen. Manchmal beten wir, weil wir denken, Gott ist die "letzte Hoffnung". Somit ist er ein Freund, auf den man sich in allen Situationen verlassen kann.
 
Beharrlichkeit und Bereitschaft zur Veränderung

Drei Aufforderungen enthält dieser kurze Satz: Bitten, Suchen, Anklopfen.
Dahinter verbirgt sich eine Steigerung. Ich entdecke darin eine Beharrlichkeit. Als ob ich jemanden hinterherlaufe mit der Gewissheit, es wird nicht umsonst sein. Auch Gott möchte gebeten werden. Sicher können wir um einen Lottogewinn bitten. Aber als Christen setzen wir eigentlich andere Prioritäten, fragen danach, was Gottes Wille ist. In der Nachfolge Jesu sollten wir zum Beispiel darum bitten, dass arme Menschen in Entwicklungsländern nicht mehr von Hunger und Leid geplagt sind, auch wenn unser Wunsch morgen noch nicht erfüllt wird. Es kommt auf die Beharrlichkeit an und darum, was dieses Gebet auch bei uns verändert.
Gelassenheit und Gewissheit

Eine Bitte kann mit "ja" oder "nein" beantwortet werden. Mit beiden Antworten muss ich rechnen und nicht hadern, wenn ich ein Nein bekomme. Doch die Worte von Jesus Christus lassen uns an ein Nein erst einmal gar nicht denken. Dahinter verbirgt sich eine Gelassenheit, eine Gewissheit, dass alles, was passiert und eintritt, nicht von uns, sondern von Gott gesteuert wird. Und somit können wir nur eines tun, an Gott glauben und uns ihm anvertrauen.
Dirk Brigmann
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