Weltwärtsreisende Micaela Moll berichtet aus Uganda

Wochenendaktivitäten

Blick von einem Berg in ein Tal
Ausblick vom Mount Longonot
© CBM
Die Arbeit im Regionalbüro wird nie langweilig. Es gibt immer was zu tun, mal bereite ich gemeinsam mit meinen Kollegen eine Projektevaluation vor oder helfe bei der logistischen Organisation eines Workshops. Doch was bietet Nairobi eigentlich außerhalb der Arbeitszeiten am Wochenende? Nach einer arbeitsreichen Woche am Schreibtisch suche ich einen körperlichen Ausgleich und erkunde die nähere Umgebung. Dabei entdecke ich beeindruckend schöne Landschaften, die dem Geist freien Lauf lassen und bestens zum Stressab- und Muskelaufbau geeignet sind.
Zur körperlichen Ertüchtigung bietet sich eine Klettertour auf den nahe gelegenen Mount Longonot an, einen 400.000 Jahre alten, noch tätigen Vulkan. Als ungeübter Bergsteiger hatte ich bereits nach hundert Metern mit der Luft zu kämpfen und der Höhenunterschied machte sich hier doch bemerkbar. Nairobi liegt etwa 1700 m über dem Meeresspiegel, doch der Mount Longonot ist 2776 m hoch. Zum Teil ging es steile Felshänge hinauf oder durch aschehaltigen, weichen Boden. Nach eineinhalb Stunden und unzähligen Pausen gelangte ich zum Kraterrand. Hier bot sich nun ein sehr seltsamer Blick in den Rachen des Vulkans. Im Kraterinneren wachsen Sträucher und Gräser, doch die dunklen Flecken Erde deuten darauf hin, dass der Vulkan noch immer aktiv ist. In etwa 3 Stunden kann man den Krater (2 km Durchmesser) umrunden, aber diese Anstrengung habe ich mir für die nächste Klettertour aufgehoben.
Blick auf ein Gebäude
Karen-Blixen-Museum
© CBM
Wer es ein bisschen ruhiger angehen möchte, findet in Nairobi verschiedene kulturelle Ausflugsziele. Das Karen-Blixen-Museum zum Beispiel bietet einen interessanten Einblick in das Leben europäischer Siedler Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Dänin kam 1915 nach Kenia und ihre Lebensgeschichte wurde mit "Jenseits von Afrika" verfilmt. Ein Gang durch das Wohnhaus mit seinem antiken Mobilar und den persönlichen Gegenstände sowie die alten Arbeitsgeräte zeugen noch heute von dem mühseligen Alltag auf kenianischen Kaffeeplantagen und Farmen. In dem nahegelegenen Karen-Blixen-Coffee-Garden kann man anschließend bei Kaffe und Kuchen das Wochenende genießen und Kräfte für die kommende Arbeitswoche sammeln.
Micaela Moll
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