Ein Portrait

Die Christoffel-Blindenmission

Mann hält Finger hoch
Neue Hoffnung: Er kann wieder sehen.
Foto: CBM/argum/Einberger
Die CBM ist eine internationale christliche Entwicklungshilfeorganisation. Ihr Hauptziel ist es, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden, zu verbessern. Im Jahr 2008 wurde sie 100 Jahre alt. Schirmherrin der Kampagne "100 Jahre CBM" war Eva Luise Köhler, die Frau des Bundespräsidenten.

Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in den einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitationsdiensten und einem Broterwerb zu verschaffen.

Außerdem tritt die CBM für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen als gleichberechtigten Mitgliedern in allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens ein. Die CBM-Partner in Übersee bieten dazu präventive, kurative, erzieherische und rehabilitative Dienste von hoher Qualität an. Sie sollen unter anderem helfen, Armut zu verringern und die Selbstständigkeit betroffener Menschen zu verbessern.

800 Hilfsprojekte

Derzeit unterstützt die CBM rund 800 Projekte in 89 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Durch ihre Partner erreicht die CBM zurzeit rund 25 Millionen Menschen.

Mitgliedsvereine in zehn Ländern finanzieren das gemeinsame Arbeitsprogramm mit einem Gesamtbudget von etwa 56 Millionen Euro. Die CBM hat ihren Namen von ihrem Gründer Pastor Ernst Jakob Christoffel, der 1908 in die Türkei ging, um blinden und anders behinderten Kindern zu helfen.

Geschichte der CBM...
100 Jahre CBM: Der Film

Jakob Christoffel
Vater der CBM: Pastor Ernst Jakob Christoffel.
Foto: CBM-Archiv
Star-Blindheit ist heilbar

Die Verhütung und Heilung von Blindheit ist ein Schwerpunkt der Arbeit der CBM. Häufigster Grund für eine Operation war der Graue Star: Über 644.000 Mal wurde in CBM-geförderten Hospitälern die trüb gewordene Linse entfernt. Mit einer künstlichen Linse können die Patienten danach wieder sehen.

Förderung von Menschen mit Behinderungen

Hinzu kommt die Hilfe für unheilbar blinde Menschen und Menschen mit anderen Behinderungen. Mehr als 580.000 Menschen mit Behinderungen wurden gefördert. Ziel der schulischen und beruflichen Ausbildung und Rehabilitation ist die volle Teilhabe an der Gemeinschaft.

Allianzpartner und globale Programme

Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt und hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. In Zusammenarbeit mit der WHO und anderen Trägern initiierte die CBM die Kampagne "VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht", deren Ziel es ist, dass bis zum Jahr 2020 niemand mehr an einer vermeidbaren oder heilbaren Augenerkrankung erblindet.

Ebenso hat die CBM eine internationale Initiative zur Bereitstellung von kostengünstigen Hörgeräten für hörbehinderte Menschen in einkommensschwachen Ländern mit auf den Weg gebracht. (WWHearing).

In Deutschland ist die CBM u.a. Mitglied des Diakonischen Werks der EKD, des Verbands Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) und Vereinbarungspartner des Evangelischen Missionswerks (EMW).

Arbeitsprinzipien und Strukturen

Elf CBM-Regionalbüros weltweit assistieren den derzeit 654 Partnerorganisationen bei der Bereitstellung ihrer Dienste für Menschen mit Behinderungen. Durch über 90 entsandte Mitarbeiter (Augenärzte, Sonderpädagogen, Physiotherapeuten, Projektmanager, u.a.) werden die Fähigkeiten der lokalen Partner gefördert.

<b>Nachhaltig helfen:</b> Unser Augenazt Dr. Heiko Philippin untersucht ein Baby mit Katarakt.<BR>
<i>Foto: CBM</i>
Nachhaltig helfen: Unser Augenarzt Dr. Heiko Philippin untersucht ein Baby mit Katarakt.
Foto: CBM/argum/Einberger
Hunderte ausbilden, Hunderttausende heilen

Die ausgesandten Augenärzte, Krankenschwestern, Sonderpädagogen, Krankengymnasten, Reha-Fachleute sowie Projektleiter und -berater sehen ihre vorrangige Aufgabe im Ausbilden einheimischer Mitarbeiter. Getreu dem Motto: Hunderte ausbilden, Hunderttausende heilen. Über die Partnerorganisationen werden zusätzlich fast 11.000 einheimische Fachkräfte finanziert.

Wichtige Wurzeln der CBM liegen in Berlin, wo seit 1911 der Freundeskreis von CBM-Gründer Pastor Christoffel seinen Mittelpunkt hatte. Dieser Kreis existierte auch nach der Teilung Deutschlands weiter und hatte seine Zentrale in Potsdam, während der jüngere Zweig in Westdeutschland schneller wachsen konnte und zum Mittelpunkt des heute weltweit arbeitenden Werkes wurde.

Die Internationale CBM-Familie

Zwischen 1975 und 1984 bildeten sich eigenständige Freundeskreise in den USA, Kanada und Australien, die alle eingehenden Spenden selbstständig verwalten und ihre Projekte fördern. Mittlerweile gibt es auch in der Schweiz, in Neuseeland, Italien, Großbritannien und Irland CBM-Vereine.

Die Christoffel-Blindenmission führt seit Jahren ununterbrochen das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) herausgegebene Spendensiegel.

Zu finden ist die CBM in Bensheim-Schönberg.
Standorte und Anschriften
Website von Bensheim-Schönberg
Link: Grauer Star Simulator der CBM
Link: Brailleübersetzer der CBM
Link: Fingeralphabet
Link: Wissenstest zum Thema Katarakt
Link: Auslegung der Monatsandacht durch Mitarbeiter der CBM
Link: Bereich für Schulen, Kirchen und Gemeinden
Link: Nothilfe für Philippinen
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