Pressemeldung zum 16. Juni 2009
Jugend-forscht-Sonderpreis der CBM
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BENSHEIM/ILMENAU. Der diesjährige Sonderpreis der CBM "Innovationen für Menschen mit Behinderung" im Rahmen von "Jugend forscht" in Thüringen geht an drei Schüler der Goethe-Schule in Ilmenau. Laura Bauer (17), Laura Ehrlich (18), und Sebastian Ehrling (18) forschten an einem Geruchstest, der helfen kann den Schweregrad von Demenzerkrankungen zu bestimmen.
Demenzkranke Menschen zeigen abnehmende Geruchsempfindlichkeit
Der Mensch wird durch seinen Geruchssinn – dem Zusammenspiel von Nase und Gehirn – bei vielen alltäglichen Entscheidungen beeinflusst. Mit dem Aufbau des menschlichen Riechsystems, der Bedeutung von Duftstoffen im Alltag und besonders dem Einsatz von Pfefferminzöl setzten sich Laura Bauer, Laura Ehrlich und Sebastian Ehrling in einer ausführlichen Studie auseinander.
Durch einen eigens entwickelten Geruchstest prüften die Schüler das Geruchsempfinden von unterschiedlichen Menschen, darunter auch Demenzkranken. Tatsächlich hatte die Krankheit eine Auswirkung: Je schwerer die Erkrankung desto schlechter war der Geruchssinn.
Die CBM freut sich über das Engagement der Forscher, die mit ihrem Test möglicherweise zukünftig Demenzerkrankungen früher erkennbar und damit besser therapierbar machen und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis.
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 Euro dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.





