Pressemeldung vom 2. Mai 2008

Duisburger entwickelt bremsbaren Einkaufswagen

Bild mit Schrift: "CBM-Jugend-forscht-Sonderpreis"
BENSHEIM/DUISBURG. Der diesjährige CBM-Landessonderpreis "Innovationen für Menschen mit Behinderungen" im Rahmen von "Jugend forscht" in Nordrhein-Westfalen geht an einen Auszubildenden der ThyssenKrupp Steel AG in Duisburg: Patrick Rennings (16) entwickelte einen Einkaufswagen, der auch wirklich stehen bleibt, wenn man hält und wurde dafür mit dem Sonderpreis auf Landesebene ausgezeichnet.

Wegrutschen wäre unangenehm

Wer hat es nicht schon einmal erlebt, dass er seinen Einkaufswagen vor dem Fahrzeug hielt, um Gekauftes einzuladen, aber befürchtete, dass der Wagen nicht wirklich stehen bleibt und vielleicht sogar gegen das nächste Auto stößt. Dazu kommt, dass es gerade älteren Menschen oft schwerfällt, bei abschüssigen Böden einen vollgepackten Einkaufswagen gut und sicher zu handhaben. Patrick Rennings hat sich dazu etwas ausgedacht.

Eine Bremse ist die Lösung

Der Auszubildende ergänzte das gängige Modell eines Einkaufswagens mit einer Bremse, die vom Griff aus bedient werden kann. Durch Heranziehen eines Stabes am Griff des Wagens werden die Bremsen an den Rädern gelöst.

Schnappt der Stab beim Loslassen wieder in die Ausgangsposition zurück, blockiert die Bremse das Rad und verhindert dadurch das Wegrollen des Wagens. Die Christoffel-Blindenmission freut sich über das Engagement des 16-Jährigen, der mithilft, dass auch älteren Menschen das Einkaufen erleichtert wird, und belohnt dies mit dem CBM-Sonderpreis.

600 Millionen Menschen mit Behinderungen

Weltweit gibt es über 600 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 Euro dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen, Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.

Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen

Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.

Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung

Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der Christoffel-Blindenmission im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert. Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen.
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